Bundesfinanzministerium
Unruhe nach Abgang des Sprechers

Wenige Tage nach dem öffentlichen Wutausbruch von Finanzminister Wolfgang Schäuble ist dessen Sprecher zurückgetreten. Michael Offer erhielt für seine Rückzugs-Entscheidung von Ministeriumskollegen viel Zuspruch. Schäuble dagegen muss harsche Kritik einstecken. Unter vorgehaltener Hand finden hochrangige Beamte deutliche Worte.
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HB BERLIN. In einer E-Mail an Schäuble schrieb der in einer Pressekonferenz von Schäuble bloßgestellte Michael Offer, ihm sei klargeworden, dass er nicht das volle Vertrauen des Ministers genieße. Schäuble, der für seinen Umgang mit dem Beamten hart kritisiert worden war, akzeptierte den Rücktritt am Dienstag. Eine öffentliche Entschuldigung des Ministers gibt es bisher nicht.

Der Ausfall Schäubles gegen Offer vor der versammelten Berliner Finanzpresse am Donnerstag hatte auch in Union und FDP Irritationen und Kritik ausgelöst. Die SPD erklärte, nachdem Schäuble wieder gesund im Amt sei, gehe die Zeit der Rücksichtnahme jetzt zu Ende. Der Minister hatte erst seinen Sprecher abgekanzelt und dann wütend den Saal verlassen, weil die Ergebnisse der Steuerschätzung nicht rechtzeitig vor dem Journalistentermin verteilt worden waren.

Erklärungsversuche Offers bügelte er barsch ab: „Herr Offer, reden Sie nicht, sorgen Sie dafür, dass die Zahlen jetzt verteilt werden.“ Als Schäuble nach 15 Minuten zurückkehrte, legte er mit maliziösem Lächeln nach: „Wir warten noch, bis der Offer da ist, er soll den Scherbenhaufen schon selber genießen.“

In einer Reuters vorliegenden E-Mail an Schäuble und die Staatssekretäre des Ministeriums schrieb Offer, nach einem offenen Gespräch am Montagnachmittag sei ihm deutlich geworden, dass er leider nicht das volle Vertrauen Schäubles habe: „Ich erkläre daher meinen Rücktritt als Ihr Sprecher und bitte um Zuweisung einer neuen Aufgabe.“ Schäuble entband Offer daraufhin von seiner bisherigen Funktion und dankte ihm in einer Erklärung „für seinen unermüdlichen Einsatz und seine Loyalität“.

Im Ministerium hieß es hinter vorgehaltener Hand, Offers Schritt verdiene Respekt. Schäuble pflege einen autoritären Führungsstil und gebe Informationen im eigenen Haus nur sehr zögerlich weiter, was für den Pressesprecher ein Problem gewesen sei. „Die Kommunikation von oben nach unten ist katastrophal“, sagte ein hochrangiger Beamter. Mit Offer verliert Schäuble einen ausgewiesenen Experten in der Haushaltspolitik. Er hatte sich seinen Namen als Mitarbeiter der CDU/CSU-Fraktion gemacht, bevor er nach der Wahl wieder in das Ministerium zurückkehrte.

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  • So sehe ich das auch, zuruecktreten dieses selbstgefaellige Ferkel, und mit ihm auch gleich die Merkel !!!!

  • An Herrn Offers Stelle würde ich nicht nur den Rücktritt einreichen sondern auch ein Schmerzensgeld bei Schäuble einklagen für diese öffentliche Demütigung. Dass der Schäuble nicht mehr alle beieinander hat, sieht man ja jetzt. Gute Leute gehen lieber freiwillig weil sie sich manchen Job nicht antun müssen. Die schlechten haben dazu weder Mumm noch die charakterliche Größe.

  • Zitat Hb: "Noch am Montagabend scherzte Schäuble bei einer Veranstaltung der initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in berlin, er sei eben nicht leicht zu nehmen."
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    Genau zu diesem Drecksverein initiative Neue Soziale Marktwirtschaft paßt Dr. Schäuble blendend dazu. Wir brauchen keine iNSM, sondern die faire Soziale Marktwirtschaft der alten bundesrepublik Deutschland.

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