Bundesgesundheitsministerium begrüßt die Entwicklung
Beim Hausarztmodell fällt die Praxisgebühr weg

Die umstrittene Praxisgebühr fällt möglichweise noch in diesem Jahr bei Millionen Krankenversicherten weg. Mehrere Krankenkassen prüfen, dreieinhalb Monate nach Einführung des "Eintrittsgeldes für Arztbesuche" in Höhe von zehn Euro, deren Wegfall zu Gunsten des Hausarztmodells.

HB BERLIN. Das Bundesgesundheitsministerium begrüßte die Entwicklung „ausdrücklich“. „Wir haben dieses Modell immer favorisiert.“

Nach der Barmer Ersatzkasse arbeiten laut „Bild am Sonntag“ auch die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) mit insgesamt 26 Millionen Mitgliedern in 17 regionalen AOKen an einem entsprechenden Modell. In Baden-Württemberg laufe bereits ein Projekt, bei dem über 100 Ärzte mitmachen, sagte AOK-Sprecher Rainer Eikel dem Blatt. Weitere Landes- AOKen wollten folgen.

Auch die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) mit rund acht Millionen Mitgliedern entwickelt Hausarztmodelle. „Realistisch ist eine Einführung Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres“, sagte DAK- Sprecher Jörg Bodanowitz der Zeitung.

Bei der rund 5,5 Millionen Mitglieder zählenden Techniker- Krankenkasse hieß es: „Wir werden unsere Vertragsverhandlungen bis Ende April abschließen. In Kürze bieten auch wir dann unseren Versicherten die Teilnahme am bundesweiten Hausarztmodell.“ Bei der Gmünder Ersatzkasse und den Innungskrankenkassen werde ebenfalls über solche Modelle nachgedacht.

Barmer-Sprecherin Susanne Uhrig sagte der „Bild am Sonntag“: „Wir haben jetzt mit dem deutschen Hausärzteverband die Rahmenbedingungen für die so genannte hausarztgeführte Versorgung abgesteckt. Darum können wir dieses Modell, das die Versorgung der Patienten verbessern wird, künftig bundesweit anbieten. Los geht es auf jeden Fall noch in diesem Jahr.“

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