Bundeskanzlerin Merkel
Schmidt war eine Instanz

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihr Bedauern zum Tode Helmut Schmidts ausgedrückt. Sie hat sehr frühe und persönliche Erinnerungen an Schmidt als HAmburgs Innensenator.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) als „politische Institution der Bundesrepublik“ bezeichnet. Deutschland verdanke ihm viel, sagte sie am Dienstagabend in Berlin. Schmidts Standfestigkeit habe der Republik geholfen, die „schwere Prüfung“ des Terrors der 1970er Jahre zu bestehen. Merkel erinnerte an Schmidts Einsatz für den Nato-Doppelbeschluss und das europäische Währungssystem. „Ich stehe hier in tiefem Respekt vor den Leistungen Helmut Schmidts“, sagte die Kanzlerin und wünschte Schmidts Lebensgefährtin und seiner Tochter Trost in der Erinnerung an sein „langes und gut gelebtes Leben“. Merkel betonte: „Er war auch für mich eine Instanz, dessen Rat und Urteil mir etwas bedeuteten.“

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Abschied von Helmut Schmidt

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  • Was für ein Mensch! – Nachruf auf einen großen Deutschen. Von Gabor Steingart
  • „Europa ist der unerlässliche Rahmen“ – Woran sich die deutsche Politik unter Schmidt auszurichten hatte. Von Hans-Jürgen Jakobs
  • Der unbequeme Welterklärer – Erst im Alter wurde Schmidt zum bewunderten Klartextredner. Von Sven Afhüppe
  • Einfach nur die Spur halten – Wo Schmidt im Vergleich mit Adenauer, Brandt, Schröder und Merkel steht. Von Arnulf Baring

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    Den Deutschen sei er über seine Heimatstadt Hamburg hinaus mit der Sturmflut 1962 ein Begriff geworden. Als Innensenator habe er entschlossen und mit der Gabe zur Improvisation gehandelt. „Ich weiß noch ganz genau, wie ich damals als kleines Mädchen und natürlich auch meine Eltern in der DDR am Radio buchstäblich hingen, weil wir uns unglaubliche Sorgen um unsere Großmutter und unsere Tante in Hamburg machten, und wie wir gerade Helmut Schmidt vertrauten, dass er die Lage in den Griff bekommen wird.“

    Die Deutschen hätten seine hanseatisch-schnörkellose Sprache und seine natürliche Autorität geschätzt. „Aus der Wertschätzung, aus dem Respekt ist mit den Jahrzehnten eine tiefe Zuneigung zu unserem Altkanzler geworden. Uns imponierten seine persönliche Bescheidenheit genauso wie sein Pflichtbewusstsein.“

    Agentur
    dpa 
    dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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