Bundesministerin
Aigner bestätigt Wechsel nach Bayern

Ilse Aigner zieht es in die Heimat. Im Herbst 2013 will sie in den bayerischen Landtag einziehen. Beobachter glauben nicht an Lokalpatriotismus, schließlich könnte Aigner für Horst Seehofers Nachfolge infrage kommen.
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IngolstadtBundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) will im nächsten Jahr in die bayerische Landespolitik wechseln. Aigner sagte am Samstag bei einem Treffen mit CSU-Chef Horst Seehofer und Kreisvorsitzenden der Partei in Ingolstadt nach Teilnehmerangaben, sie wolle sich bei der Landtagswahl im Herbst 2013 für ein Direktmandat in einem oberbayerischen Stimmkreis bewerben. Sie werde aber ihre beiden derzeitigen Ämter zu Ende führen, also zunächst Abgeordnete und Bundesministerin bleiben.

Sie betonte, sie nehme ihr Amt als oberbayerische CSU-Bezirksvorsitzende sehr ernst. In einer schriftlichen Mitteilung fügte Aigner hinzu: „Ich kann mich noch besser einbringen als bisher, wenn ich hier in meiner politischen Heimat noch stärker verankert bin - mit einem eigenen Landtagsstimmkreis, um den ich mich bewerben möchte.“

Aigner bekam für ihre Ankündigung viel Applaus, wie Bayerns CSU-Fraktionschef Georg Schmid am Rande der Sitzung mitteilte. Er sagte, die Landtagswahl sei eine entscheidende Wahl für die CSU. „Wir brauchen dafür die besten Kräfte.“ Aigner sehe sich „in der Gesamtverantwortung für die Partei“.

Auf die Frage, ob Aigner nun verstärkt als Nachfolgerin von Ministerpräsident Seehofer infrage komme, antwortete Schmid nicht konkret. Er sagte, die Entscheidung der Ministerin für Bayern habe „überhaupt keine Auswirkungen“ auf Personaldebatten. Er erwarte im Übrigen weiter, dass Seehofer in der kommenden Woche seine Bereitschaft zur Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl erklären werde.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bundesministerin: Aigner bestätigt Wechsel nach Bayern"

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  • ..wird besser für sie sein.

    Ich glaube die Frau will wirklich das richtige tun. Ich fürchte nur dafür fehlt ihr der Durchblick (siehe ESM ja)

  • Das ist nicht mehr als konsequent. Frau Aigner hatte für den ESM-Vertrag gestimmt und scheidet jetzt (plamäßig) aus Regierung und Bundestag aus.

    Damals haben aber 85 % der Abgeordneten des deutschen Bundestages dem ESM-Vertrag gestimmt. Was ist mit den anderen Abgeordneten? Eine Legitimität zum weiteren Bezug der Diäten und Pensionen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Deutschen Bundestag, haben auch sie nicht.

    Die genaue Abstimmungsliste mit den Namen der betreffenden Abgeordneten wurde vom deutschen Bundestag veröffentlicht.

  • dampfplauderende Quotentusse

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