Bundesnetzagentur
Kurth warnt vor Stromengpass

Der frühere Präsident der Bundesnetzagentur warnt vor einem Stromengpass in Deutschland. Vor allem im Süden der Bundesrepublik müsste Ersatz für wegfallende Kernkraftwerke geschaffen werden.
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BerlinDer ehemalige Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hat vor einem Stromengpass in Deutschland gewarnt. „Es könnte sehr eng werden“, sagte Kurth am Dienstagabend im „heute-journal“ des ZDF. Zurzeit werde von den neun verbliebenen Kernkraftwerken in Deutschland noch ein Sechstel des Stroms produziert. Daher gelte: „Die eigentliche Bewährungsprobe wird erst in den nächsten Jahren kommen, wenn auch diese Kernkraftwerke vom Netz gehen.“

Kurth forderte ein schnelleres Handeln der Politik: „Wir brauchen insbesondere im Süden Deutschlands Ersatz für die wegfallenden Kernkraftwerke.“ Das könnten auch moderne Gaskraftwerke sein. „Aber im Moment haben wir eine Situation, dass leider keine neuen Bauentscheidungen fallen. Wenn neue Gaskraftwerke geplant werden, dauert es sechs bis sieben Jahre, bis sie in Betrieb gehen - und in zehn Jahren sollen alle Kernkraftwerke abgeschaltet werden. Das heißt: Es könnte sehr eng werden.“

In den nächsten zwei Jahren müssten daher klare Planungs- und Rahmenbedingungen auch für Neuinvestitionen etwa in Gaskraftwerke gesetzt werden, verlangte Kurth.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bundesnetzagentur: Kurth warnt vor Stromengpass"

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  • Wie der Name schon sagt, ist die Bundesnetzagentur nicht dafür zuständig, Kraftwerke in Deutschland zu regulieren, sondern nur die Stromnetze. Es sind aktuell 30 GW Kraftwerksleistung in Deutschland geplant bzw. bereits im Bau. Allerdings sind noch nicht einmal 10% davon in Bayern oder B-W, das heißt hier existiert tatsächlich ein Problem.

    Nur hierfür ist weder die Bundesnetzagentur verantwortlich, noch kann sie das Problem qua zugewiesener Kompetenz lösen.

    Es zeigt sich aber immer mehr, das reine Marktstrukturen bei der notwendigen Steuerung des Neubaus versagen. Keine besonders neue Erkenntnis. Diese Erfahrungen haben schon viele andere Länder vor uns auch gemacht! Deswegen wird Deutschland mit einem "Kapazitätsmarkt" nachsteuern müssen.

    Bleibt zu hoffen, dass diese Erkenntnis irgendwann auch die Verantwortlichen in der Regierung erreicht?!

  • @ MAZI
    Volle Zustimmung. Was hat er denn während seiner Arbeitszeit gearbeitet, getan??
    Geld kassiert als Beamter und Geld kassiert bei diversen Vorträgen. Wer da wohl bezahlt hat?

  • Wenn jetzt ein Bürger warnt, dann ist das in Ordnung. Wenn der oberste Aufseher heute dies schreibt, dann ist das nicht in Ordnung.

    Aufgabe eines obersten Aufsehers ist es, sein Aufgabengebiet so zu lenken, dass an derartige Schreckensmeldungen garnicht aufkommen. Sein Job ist es vorzudenken. Andere urteilen darüber wie gut oder schlecht er etwas macht. Es reicht nicht, wenn er Versäumnisse aufzählt und anprangert. Er sitzt da, wo sie wegzuräumen sind.

    Das ist ja so wie die BAFin in den letzten Jahren.

    Übrigens, ist bekannt, dass in der Vielzahl der Brandstiftungen Feuerwehrleute die Feuerteufel sind.

    Wenn Kurth sich nicht verantwortlich fühlt, dann kann man ihm auch nicht die Zuständigkeit überlassen. Hier muss mal kräftig inne gehalten und nachgedacht werden. Es ist nicht das einzige Thema in seiner Behörde, das so bearbeitet wird.

    Wenn der richtige Kopf rollt, bedarf es derer nicht so viele. Dann wissen alle anderen was passiert, wenn's nicht endlich vorwärts geht. Erfolg fängt mit Arbeit an.

    Wenn Kurth heute mit dieser Meldung kommt, dann ist er in seinem Job so kompetent wie jeder Normalbürger. Der Durchschnittsarbeiter hat nach 40 Jahren einen Rentenanspruch von ca. 1.500 Euro in der Tasche (aber nur vielleicht) und Herr Kurth? Das wäre doch einmal ein gedanklicher Ansatz. Oder?

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