Rösler und die „echt doofen Abende“ mit der FDP

Bundesparteitag in Berlin
Rösler und die „echt doofen Abende“ mit der FDP

Spitzen gegen die Opposition und gegen den Koalitionspartner: FDP-Chef Rösler gibt sich beim Bundesparteitag angriffslustig – und teilweise äußerst selbstkritisch. Doch auf zentralen Politikfeldern bleibt er vage.
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BerlinAls Philipp Rösler zum Schluss seiner Rede ansetzt, um ein paar „private Worte“ an die Delegierten des Bundesparteitags in Berlin zu richten, dachte man schon, er würde jetzt so etwas wie seinen Rückzug ankündigen. An einem Freitag, den 13., sagt er in nachdenklichem Ton, sei er erstmals zum 13. Bundesvorsitzenden der FDP gewählt worden. „Ich dachte, das bringt Glück, aber es hat nicht jeden Tag Glück gebracht.“ Es habe schon „manchmal echt doofe Abende“ gegeben, wo er sich grundsätzliche Fragen gestellt habe. Welche das waren, sagt Rösler dann allerdings nicht.

Er nutzt die Gunst des ruhigen Moments vielmehr dazu, seinen Parteifreunden für den kommenden Wahlkampf Mut zu machen. Und zwar mit einer Rückbesinnung auf liberale Werte, weil ihm das offenbar auch in schwierigen Zeiten geholfen hat. „Wisst ihr, was einen aufrichtet“, fragt Rösler. „Nein, Alkohol ist keine dauerhafte Lösung“, wehrt er einen nicht ernst gemeinten Zwischenruf ab und setzt dann fort: „Es ist unsere Überzeugung, frei zu denken, frei zu handeln. Wenn Sie das nicht nur im Kopf, sondern im Herz tragen, dann stehen sie auch wieder auf.“ Dies solle jeder im Wahlkampf verinnerlichen. „Sonst werden Rote und Grüne gewinnen, und wir werden nicht mehr, sondern weniger Freiheit haben.“ Diese Idee der Freiheit mache jeden von uns stark. Man dürfe niemals die Entschlossenheit, Geschlossenheit und Siegeswillen der FDP unterschätzen.

Das klingt dann tatsächlich ein bisschen kämpferisch und begeistert sogar die Delegierten. Doch echte Knalleffekte hat Rösler während seiner einstündigen Ansprache im Hotel Estrel im Berliner Bezirk Neukölln nicht parat. Er greift zwar alle zentralen Themen auf, spricht über die Homo-Ehe, den Mindestlohn, die Euro-Krise, auch ein bisschen Familienpolitik darf nicht fehlen. Und auch nicht die Steuerpolitik und Röslers Steckenpferd, die Energiepolitik. Doch richtig gezündet hat keiner seiner Versuche, die FDP in diesen Fragen in Stellung zu bringen.

Immerhin macht Rösler nicht mehr den Fehler, zu lange zu reden und sich dabei in Endlosschleifen zu verheddern, sodass sich viele Delegierte gelangweilt abwenden, wie das vor einem Jahr in Karlsruhe der Fall war. Doch in diesem Jahr wirft er viele politische Fragen auf, ohne konkrete Antworten zu geben. Immer wieder spricht er davon, dass die FDP auf dies oder das Antworten geben müsse. Ein Bekenntnis zu einem konkreten politischen Projekt oder gar eine klar umrissene Idee in die eine oder andere Richtung liefert Rösler dann aber nicht.

Kommentare zu "Rösler und die „echt doofen Abende“ mit der FDP"

Alle Kommentare
  • Sowas von Panne.

  • WAHRE WAHRHEIT und NICHT LÜGEN ALS WAHRHEIT FRESSSEND und
    DANN WUNDERN DAS NICHT SO IST WIE GLAUBE , kennst doch , GIBT ES NICHT MEHR BEI mir .

  • @ Frank3

    Lieber Frank, bitte sage uns zurückgebliebenen Kleinbürgern doch, welches Kraut rauchst du und welche Sorte Flüssigkeiten nimmst du so zu dir; oder bist du als
    Kleinkind mal vom Wickeltisch gefallen?

  • Leser

    Magrit117888 tummelt sich seit Jahren in allen deutschen Foren und hat zu wirklich jedem Thema etwas beizutragen. In Hochform läuft sie auf, wenn sie Merkel beleidigen kann. Hierzu muß man wissen, dass Magrit nach der Wende in den Westen gekommen ist und sich seitdem ihren Lebensunterhalt vom Sozialsystem finanzieren lässt. Hinzu kommt, dass die gute Magrit schon kurz nach ihrer Mitgliedschaft in der CDU aufgrund ihrer braunen Gesinnung aus der Partei geworfen wurde. Man sollte aber berücksichtigen, dass Magrit aufgrund ihres eingeschränkten IQ Mitleid verdient.
    handelt

  • @ Magrit117888

    Es tut gut zu lesen, dass wenigstens Menschen wie Sie verehrte Magrit mit soviel politischem Sachverstand ausgestattet sind zu erkennen, wer in der Politik was auf der Pfanne hat und wer nicht.

  • margrit117888 in hochform.

    margrit117888 wartet immer noch auf das "Russenhoch", um ihren F(r)ühling einzuläuten.

    Politisch schreibt margritt117888 wie eine Medikamentenabhängige.

    Da würde ich nochmal über das QM rübergehen an margrit117888 's Stelle.

    Falls nicht: auch egal.

  • Doch auf zentralen Politikfeldern bleibt er vage.
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    Ja Herr Neuerer, was erwarten Sie denn vom Bubi Rösler?
    Die FDP hat sich selbst zerstört. Und Rösler geht doch mehr und mehr auf den linken Zug. Sein letztes linkes Gefasel war doch der Doppelpass für Türken
    Ansonsten aber hat Bubi Rösler nun wirklich nichts auf der Pfanne

  • Auswandern als Ausweg funktioniert in der Tat tatsächlich nicht.
    Als Entscheidung indes: allemal.

  • @leser

    Was im BT geschieht ist nichts anderes als ätzendste Realsatire, nichts anderes sonst.

    Leider hilft auch das Auswandern nichts; in anderen Ländern sieht es genauso aus.

  • Um die "echt doofen Abende" mit der FDP kann man weißgott niemanden beneiden wollen.
    Man sollte allerdings nicht unterschätzen was das bedeutet, Politik sei etwas für Doofe.
    Die Doffen haben nun mal die Macht, oder das was sie dafür halten.

    Und deswsegen ist Berlin auch so etwas wie ein brainpool - okay für Witzbefähigte mag sich sowas rechnen.

    Ich hab kein Problem mit Doofen zu haben, sonst wäre ich meinen Job los, aber spannend ist das in Berlin schon: vermutlich geht es lediglich bei der Wahl zum Oberdoofen bei der BTW.

    Um es deutlich zu sagen: das ist kein Witz da, den der BT abliefert: das ist bittere Realität.

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