Bundesparteitag
Schäfer-Gümbel drängt ins SPD-Präsidium

Der Landeschef der hessischen SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, reklamiert für sich eine führende Rolle in der neu zu wählenden Parteispitze. Hessen müsse im Präsidium vertreten sein. "Daher werde ich, sollte ich in den Parteivorstand gewählt werden, dafür kandidieren", sagte er dem Handelsblatt.
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BERLIN. Bislang vertritt die ehemalige Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti Hessen in der Parteispitze. Sie hat angekündigt, nicht wieder für das SPD-Präsidium zu kandidieren. Zugleich verlangte Schäfer-Gümbel, dass die Präsidiumsmitglieder die Partei nach außen stärker inhaltlich vertreten. "Ein Engagement in den Bereichen Wirtschaft, Finanzen, Finanzplatz und Netzpolitik kann ich mir gut vorstellen", sagte Schäfer-Gümbel.

Er forderte seine Partei auf, den Kurs der Mitte nicht zu verlassen. "Wir müssen die Frage, was soziale Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert bedeutet, weiterentwickeln", sagte er. "Das Spannungsverhältnis zwischen Verteilungs- und Leistungsgerechtigkeit muss dabei beachtet werden", betonte Schäfer-Gümbel. "Es wäre ein Fehler, dieses Thema der FDP und die Verteilungsgerechtigkeit der Linkspartei zu überlassen.

Schäfer-Gümbel forderte, die innerparteiliche Diskussion über den für den 13. November angesetzten Bundesparteitag hinaus zu führen. "Nach dieser Niederlage kann die Diskussion bis zum Parteitag erst der Anfang sein", sagte er. Das Ende der Basta-Politik und die Beteiligung der Mitglieder an den Entscheidungsprozessen sei Voraussetzung dafür, dass die SPD wieder stark wird.

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