Deutschland

Merkel will Scheidungen für Frauen lukrativer machen

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Streit über Renten für ältere Mütter

Konkret sollen die Renten für Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, aufgebessert werden. In einem Antrag an den Parteitag von Generalsekretär Hermann Gröhe heißt es nach Angaben aus Parteikreisen: "Es ist zu prüfen, inwieweit es finanzielle Spielräume gibt, Müttern mit mehreren Kindern, die vor 1992 geboren worden sind, zusätzliche Entgelte zu ermöglichen." Über den Antrag berät am Montag der Bundesvorstand beraten.

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Allerdings geht der Frauen-Union dieser Prüfantrag nicht weit genug. Sie will darüber abstimmen lassen, dass Mütter, die vor 1992 Kinder bekommen haben und für ihre Erziehungszeiten einen Rentenpunkt erhalten, schrittweise an die Jahrgänge nach 1992 angeglichen werden. Diese erhalten drei Rentenpunkte. Die Frauen verlangen einen Gesetzentwurf noch in dieser Wahlperiode. Die Verbesserungen sollen spätestens 2014 greifen. Eine volle Angleichung würde nach Berechnungen von Haushaltsexperten aber rund 13 Milliarden Euro kosten.

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Auch die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer stellte sich hinter das Anliegen und verwies darauf, dass auf Parteitagen schon zwei Mal die Beendigung dieser Ungerechtigkeit beschlossen worden sei. "Wir müssen nicht alle Renten sofort erhöhen, sondern können mit Müttern beginnen, die zwei oder vielleicht drei Kinder zur Welt gebracht haben", sagte sie der Zeitung "Die Welt". Es dürfe aber nicht nur um Frauen gehen, die jetzt in Rente kämen, sondern um alle Mütter, die Rente bezögen.

Unionsfraktionschef Kauder geht auf Abstand zu den Grünen

Der Unionsfraktionschef wittert bei der Partei einen „kleinbürgerlichen Mief“.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen lässt nach eigenen Worten in ihrem Ministerium prüfen, "ob man ein zweites, drittes oder viertes Kind bei der Rente stärker berücksichtigen kann". Als Regierungspartei müsse die Union sehr genau prüfen, was finanziell aufgebracht werden könne.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder erteilte dem Vorstoß der Frauen aus Kostengründen eine Absage. Er habe immer gesagt, dass er die bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten im Sinne der Gerechtigkeit für richtig halte.

Mit der FDP sei beim jüngsten Koalitionsausschuss aber ein strukturell ausgeglichener Haushalt für das Jahr 2014 vereinbart worden, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Dazu fehlten noch 3,5 Milliarden Euro. "In einer solchen Lage gibt es leider keinen Spielraum für zusätzliche dauerhafte Ausgaben."
Mit Material von dpa

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Trotz prominenter Unterstützer ist nicht sicher, ob Sie ihre Position durchdrücken kann.

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  • 17.05.2013, 11:30 UhrAmeliegnom

    wenn kein Geld da ist dann müssen die 3 Punkte für die Mütter der nach 1992 geborenen Kinder halt wieder abgeschafft werden, die bekommen dann auch nur 1 Punkt.
    Dann ist Gerechtigkeit wieder hergestellt, so einfach ist das. Laut Grundgesetz sind alle Menschen gleich zu behandeln und darauf bestehe ich.

  • 06.12.2012, 00:38 UhrSuperfrau

    Es ist eine wirkliche Ungleichbehandlung von Müttern, welche ihre Kinder noch ohne Unterstützung aufziehen mussten. Es gab damals für nicht verheiratete Mütter nur den Kindesunterhalt für uneheliche Kinder, welcher so niedrig war, dass man davon allenfalls mal eine Hose und ein Paar Schuhe für das Kind kaufen konnte. Es gab keine Kitas, welche bei der Berufstätigkeit der Mutter erleichternd gewirkt hätten,es war sogar eine Schande ein uneheliches Kind zu haben. Eine Wohnung als Alleinerziehende gab es auch nur sehr schwer auch wenn genug Geld verdient wurde.Man wurde diskriminiert und beleidigt und fühlte sich überall wie eine Bittstellerin. Man konnte froh sein, wenn einem der Arbeitgeber nicht kündigte, wenn das kind mal schwer krank war (Lungenentzündung) und man beim Kind bleiben musste, weil niemand sonst da war.Urlaub konnte man 20 Jahre lang nicht machen- auch darüber hinaus nicht, falls noch ein zweites Kind da war. Das jüngere Mütter heute alles bekommen, was uns älteren Müttern verwehrt wurde ist sicher richtig. Aber das ältere Mütter noch immer benachteiligt werden und bestraft dafür, dass sie allein gelassen wurden, das schmerzt schon sehr. Für Politiker zählen diese Mütter wohl nichts? Dabei zahlen diese Kinder heute die Renten der heutigen Rentner und Rentnerinnen und sind auch.... Wähler/innen!

  • 06.12.2012, 00:25 UhrSuperfrau

    Diese verblödeten Kommentare mancher Machos hier kann ich nur belächeln. Fakt ist doch- als Frau habe ich den Männern das Geld nach Hause gebracht, die Kinder versorgt, den Haushalt geschmissen, während diese faulen Eier sich dieselbigen schaukelten. Entweder sind sie Säufer, spielsüchtig oder arbeitslos. Nee danke- ich lebe seit meiner ersten Berufsausbildung von meinem eigenen Einkommen und komme sehr gut damit zurecht- sogar besser als diese faulen Männer es je gekonnt hätten. Ich habe nur ein einziges mal geheiratet- das hielt gerade mal zwei Jahre. Nie wieder Männer in meinem Haushalt und das erfolgreich seit jetzt 37 Jahren.

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