Bundespräsident Gauck nennt Angriffe auf Flüchtlingsheime „widerwärtig“

Mit seiner Kritik an fremdenfeindlichen Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte hält der Bundespräsident nicht hinterm Berg: In einer Rede verurteilt er die Verbrechen – und geht dafür sogar über seinen Redetext hinaus.
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Die jüngsten Angriffe auf Asylbewerberheime nennt Joachim Gauck „widerwärtig“ und „unerträglich“. Quelle: dpa
Kritik vom Bundespräsidenten

Die jüngsten Angriffe auf Asylbewerberheime nennt Joachim Gauck „widerwärtig“ und „unerträglich“.

(Foto: dpa)

BerlinBundespräsident Joachim Gauck hat die jüngsten Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte als „widerwärtig“ und „unerträglich“ kritisiert. Bei einer Rede zur Eröffnung einer Konferenz über den „Zusammenhalt in Deutschland“ am Donnerstag in Berlin wich Gauck damit von seinem Redemanuskript ab, wie eine Sprecherin bestätigte.

Gauck rief zunächst „alle, die wir diesen demokratischen, freiheitlichen Staat für verteidigenswert halten“, dazu auf, „den Zusammenhalt unserer Bürger in eben diesem Geist zu fördern“. Er fügte hinzu, dass sich „fremdenfeindliche Haltungen festsetzen, manche Menschen nicht einmal mehr vor Übergriffen zurückschrecken“. Abweichend von seinem Redetext fügte er dann nach Angaben der Sprecherin hinzu: „Ich denke an diesem Punkt an das, was wir kürzlich wieder erlebt haben mit diesen widerwärtigen Angriffen auf Flüchtlingsheime. Das ist unerträglich.“

Zuletzt hatte es unter anderem in Sachsen Übergriffe gegen solche Unterkünfte und massive Proteste gegen ihre Unterbringung gegeben. In Meißen hatten Unbekannte vor eineinhalb Wochen Feuer in einer geplanten Unterkunft für Flüchtlinge gelegt. Für Schlagzeilen sorgten auch die Proteste gegen eine Asylunterkunft im sächsischen Freital. Seit Monaten machen dort selbsternannte Bürgerwehren und Rechte Stimmung gegen Flüchtlinge.

  • afp
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12 Kommentare zu "Bundespräsident: Gauck nennt Angriffe auf Flüchtlingsheime „widerwärtig“"

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  • Wer ist denn nun ein Rassist Herr Gauck ? Jeder der anders über das Thema Asyl denkt als unsere Politik ist automatisch einer? Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Lassen Sie uns Bürger mal darüber abstimmen, ob wir weitere Asylanten aufnehmen sollen oder nicht. Ich denke mal Sie kennen das Ergebnis ganz genau, und deswegen tut man das auch nicht! Lassen Sie uns entscheiden mit wem wir zusammenleben wollen, die meisten unseren feinen Politiker wohnen ja in Gegenden wo man diese Probleme nicht hat, und deswegen geht mir Euer Gutmenschen- Geschwafel tierisch auf den Keks.

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  • Herr Gauck und die anderen "Gutmenschen": Schaut euch genau an was erst wieder in Frankreich, Tunesien und Kuwait passiert ist. In Kuwait zB. war der Täter wohl ein Illegaler, in Tunesien waren es wohl auch Ausländer in Frankreich war es auch ein Salafist, ein Moslem ein Araber da spielt der Pass gar keine Rolle. Wie glaubt Ihr daß Ihr Deutschland vor solchen Anschlägen schützen könntet? Dadurch daß Ihr immer mehr Ausländer aus den Krisenregionen dieser Welt hierher holt und dabei gebetsmühlenartig wiederholt, daß all die Gewalt nichts mit dem Islam zu tun hat? Ihr könnt Euch das gern solange einreden wie ihr wollt. Fakt ist z.B. in Tunesien hat die Regierung jetzt als Reaktion auf die Anschläge Dutzende von Moscheen geschlossen. Bei uns kommt man dagegen nicht mehr nach mit dem Eröffnen. An alle diejenigen die hier den Gutmenschen raushängen lassen und die Asylforderer verteidigen... die Entwicklung ist auch Dank euch nicht mehr aufzuhalten, und es wird hier noch sehr schlimm werden, und wenn die Salafisten sich durchsetzen dann werdet auch Ihr mit Eurem idealistischen Getue zu den Opfern gehören.

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  • Für Herrn Gauck sind irgendwelche Fremden offensichtlich wichtiger als das eigene Volk. Da beschimpft er lieber seine eigenen Landsleute. So etwas nennt man Nestbeschmutzer. Er ist wohl der Bundespräsident der Asylanten, aber nicht der Deutschen.

  • Und der Amerikaner will halt wissen was seine "Angestellten" so treiben, aber Merkel und Gauckler machen die wichtigen Dinge lieber per SMS als zu telefonieren, die denken das wäre sicherer.

  • Deutschland ist doch für die USA kein verachteter Vasall.
    Es ist unterworfene, rechtlose Kriegsbeute.

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  • Wir haben auch Dank der Exostzonenführung Zustände wie in der ehemaligen "DDR". Wer nicht sofort anfängt zu jubeln, wenn das Politbüro etwas entschieden hat, ist ein Feind der neuen bunten Gesellschaft. Es reicht zeitweise nicht, nur wie wild zu jubeln, wenn ein Asylantenheim gegenüber geplant wird. Heute müssen die Anwohner wie zu "DDR"-Zeiten aufmarschieren und ein Asylantenheim vor ihrer Haustüre mit Demos einfordern! Mit Bussen angekarrte Politschläger der Antifa-SA sorgen für den nötigen Ernst bei den Demos mit dem Motto "Ich will auch viel mehr bunt hier!". Wer nicht sofort mitjubelt hat einen Molotowcocktail der roten Kämpfer vor der Haustüre und die System.....medien wegen Verdacht auf Nazidenken am Hals.

  • Fremdenfeindlichkeit und/oder Rassismus beinhaltet eine generelle Verachtung anderer Völker. Aber die Menschen in DE sind minestens genauso hilfsbereit wie die der anderen Länder. Wenn man aber vom Krieg bedrohte Flüchtlinge erwartet, wie das immer erzählt wird; es kommen jedoch fast nur junge kräftige Männer aus Afghanistan, Osteuropa, Eritrea und anderen Ländern, in denen es keinen Krieg gibt, dann schaut man genauer hin. Die eindeutige Mehrheit davon ist mit Smartphones ausgerüstet, teilweise sogar Tablets. Wie sollten z.B. Bürger, die bereits die Falschinformationen in der Zeit der "DDR" erlebt haben, Vertrauen entwickeln und glauben, dass diese Männer wegen einer Verfolgung kommen? Die Ansammlung erzeugt Angst, vor allem nach vielen Berichterstattungen über die Untaten der IS und nach den jüngsten Attentaten. Das dann so primitiv als "Rassismus" auszulegen ist beschämend! Unsere Politiker sollten erst mal lernen, ehrliche Informationen herauszugeben, ehe sie derartige Thesen aufstellen

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