Bundespräsident
Horst Köhler liebäugelt mit zweiter Amtszeit

Bundespräsident Köhler macht sich für eine Direktwahl des Staatsoberhauptes stark. Auch eine erneute eigene Kandidatur schloss er in der Talkshow "Sabine Christiansen" nicht aus.

HB BERLIN. "Ich glaube, dass es kein schlechtes Modell wäre, den Bundespräsidenten direkt zu wählen," sagte Köhler am Sonntagabend in der ARD-Sendung und dachte dabei gleich an eine längere Amtszeit: „Vielleicht sogar nur für eine Periode von sieben oder acht Jahren. Dann ist auch das Gerangel um die Wiederwahl, das immer auch koalitionspolitische Elemente hat, ein bisschen eingeschränkt.“ Bisher kommt zur Wahl des Bundespräsidenten alle fünf Jahre extra die Bundesversammlung zusammen, die sich aus den Bundestagsabgeordnenten und Gesandten der Bundesländer zusammensetzt.

Köhler sprach sich generell dafür aus, mehr Elemente direkter Demokratie in Deutschland einzuführen. So sei die gerade vom Brüsseler EU-Gipfel beschlossene Einführung eines europäischen Volksbegehrens ein guter Schritt, über den man auch in Deutschland nachdenken solle. „Ich glaube, dass man gut beraten ist, auch in Deutschland mehr Elemente der direkten Demokratie möglich zu machen.“

Zu einer möglichen eigenen Bewerbung um eine zweite Amtszeit als Bundespräsident im Jahr 2009 sagte Köhler in der Sendung: „Ich habe gesagt, ein Jahr etwa vor dem Ende der Amtszeit werde ich meine Entscheidung bekannt geben. Das lassen wir auch bis dahin warten.“

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