Bundespräsident Köhler eröffnet das deutsche PR-Jahr und entdeckt ein Vorbild
Schwärmen für Japan

Bundespräsident Horst Köhlers Reise in das Land des Lächelns verfolgt ehrgeizige Ziele. Mit der Eröffnung des Deutschlandjahres sollen mehr als 700 Veranstaltungen das angestaubte Image der Deutschen in Japan aufpeppen.

TOKIO. Ganz japanisch hatte Horst Köhler seinen Tag begonnen – und es sichtlich genossen. Er habe Kraft geschöpft bei der Teezeremonie der Urasenke-Teeschule und ein wenig des japanischen Wegs erfahren, sagte der Bundespräsident lächelnd. Danach hieß es umgekehrt, Deutschland den Japanern näher zu bringen.

Denn dafür ist Köhler vor allem nach Japan gereist: Gemeinsam mit Kronprinz Naruhito eröffnete er als Schirmherr mit einer Ausstellung der Berliner Museumsinsel das Deutschlandjahr im Land des Lächelns – ein PR-Jahr, das mit mehr als 700 Veranstaltungen das angestaubte Image der deutschen in Japan aufpeppen soll.

Um die jungen Japaner außerhalb von Museums- und Konzertsälen zu erreichen, weihte Köhler mitten in der modernen Büro- und Konsumanlage Roppongi Hills im Herzen Tokios eine Open-Air-Ausstellung von bunt bemalten Berliner Bären aus aller Welt ein – zusammen mit Ministerpräsident Junichiro Koizumi. 150 Jahre habe Japan von Deutschland gelernt, sagte der japanische Staatschef in einer sensationell kurzen Ansprache.

Koizumi will jetzt von Deutschland lernen, wie er die japanische Post privatisieren kann. Und angesichts ähnlicher Probleme wie dem Umbau der Sozialsysteme und dem Zwang, durch technischen Fort-schritt wettbewerbsfähig zu bleiben, sind dem gegenseitigen Lernen keine Grenzen gesetzt.

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