Bundespräsident: Wulff ließ sich zu Filmball einladen

Bundespräsident
Wulff ließ sich zu Filmball einladen

Christian Wulff ließ sich von der Firma Zentis zum Münchener Filmball einladen. Die Anwälte des Bundespräsidenten versichern aber, dass Wulffs Unabhängigkeit ungerührt blieb.
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BerlinDie Anwälte von Bundespräsident Christian Wulff haben bestätigt, dass sich ihr Mandant als niedersächsischer Ministerpräsident vor zwei Jahren von der Firma Zentis zum Münchner Filmball einladen ließ. Dies habe jedoch im Einklang mit dem niedersächsischen Ministergesetz gestanden, erklärte Anwalt Gernot Lehr am Freitag in Berlin.

Demnach durften die einladenden Gastgeber Reise- und Übernachtungskosten für Regierungsmitglieder übernehmen, wenn die Erfüllung der Amtsaufgaben dadurch nicht beeinflusst oder behindert wurde. Auch habe die Unparteilichkeit und Unbefangenheit nicht beeinflusst werden dürfen.

Im Einklang mit diesen Regeln seien die Übernachtung von Wulff und seiner Frau sowie des Sicherheitspersonals am 16. Januar 2010 ebenso wie die Eintrittskarten von dem Unternehmen bezahlt worden. Die Münchner „Abendzeitung“ hatte über den Fall berichtet und die Einladung zum Filmball in Zusammenhang mit einem Vortrag gestellt, den Wulff wenige Wochen zuvor bei einer Konferenz des Marmeladenherstellers gehalten hat.

Wulffs Anwalt sagte, beim Vortrag in einem Hotel in den Niederlanden im Dezember 2009 sei es um Fragen der Lebensmittelwirtschaft gegangen. Bei der Gelegenheit habe Wulff die Führung der Zentis-Gruppe überzeugen können, ihre zentrale Tagung im folgenden Jahr in Wolfsburg abzuhalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bundespräsident: Wulff ließ sich zu Filmball einladen"

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  • Wulff war heute morgen auf´m Klo. Ohne Einladung !

  • Was ist aus der guten alten, neutralen Berichterstattung geowrten. Es wird nur noch Meinung gemacht, in dem Vorurteile bedient und damit niedere Instinkte geweckt werden. Mich würde doch mal brennen interessieren, wie sehr sich die Damen und Herren Journalisten selbst an die von ihnen propagierten Moralansprüche halten. Die undifferenzierte gute Meinung der Mainstream-Medien über Joachim Gauck soll einzig und allein Folge seiner politischen Arbeit sein? Nachtigall, ick hör dir trappsen...

  • Der Präsident aller Schnorrer...auch ein schöner Beruf. Und bei Wulff nebst teurer Gattin sogar eine Berufung.

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