Bundespräsidentenwahl: Stoiber schließt Kandidatur erneut aus

Bundespräsidentenwahl
Stoiber schließt Kandidatur erneut aus

Das Kandidatenkarusell für die Wahl zum Bundespräsidenten dreht sich weiter - auch wenn sich Angela Merkel mit einer Festlegung zurückhält: In der FDP scheint es unterdessen Vorbehalte gegen Schäuble als Bundespräsidenten zu geben. Edmund Stoiber hat eine Kandidatur für die Nachfolge von Bundespräsident Johannes Rau erneut ausgeschlossen.

HB BERLIN. „Wir finden einen überzeugenden Kandidaten aus den Reihen der CDU“, sagte Stoiber am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. Er habe oft genug gesagt, dass er ein „leidenschaftlicher Parteivorsitzender“ und gestaltender Politiker sei. Deswegen komme für ihn das Bundespräsidentenamt nicht in Frage. Stoiber, über dessen Kandidatur am Sonntag erneut spekuliert worden war, sagte mit Blick auf einen möglichen gemeinsamen Kandidaten mit der FDP, die CDU habe das „erste Vorschlagsrecht“. Der Fahrplan, den Kandidaten erst im März zu bestimmen, mache Sinn. „Wir stehen in einem riesigen Reformprozess und der Kandidat muss sicherlich auch diesen Reformprozess ganz entscheidend gestalten und begleiten“, sagte der CSU-Vorsitzende.

In der FDP gibt es nach einem Bericht der „Bild“- Zeitung Widerstand gegen eine Kandidatur des früheren CDU-Chefs Wolfgang Schäuble für das Amt des Bundespräsidenten. Wie die Zeitung (Montagausgabe) unter Berufung auf Parteikreise in Berlin berichtet, gehe die FDP-Führung intern davon aus, dass nicht alle Wahlmänner der Liberalen in der Bundesversammlung am 23. Mai für einen Unions- Kandidaten Schäuble stimmen würden. Über entsprechende Hinweise aus den Kreisen seiner Partei habe FDP-Chef Guido Westerwelle inzwischen seine CDU-Kollegin Angela Merkel informiert, schreibt die Zeitung weiter.

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