Bundesrat muss noch zustimmen
Steueränderungsgesetz verabschiedet

Mit der Mehrheit der Koalitionsparteien hat der Bundestag am Freitag das Steueränderungsgesetz verabschiedet.

HB BERLIN. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass künftig die Zweijahresfrist bei der steuerlichen Anrechnung von Kosten einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung entfallen soll. Zudem wird mit dem Gesetz die Steuerbegünstigung der Sonn- und Feiertagszuschläge auf einen Stundenlohn von maximal 50 € begrenzt. Damit würde sie ab 2004 für Spitzenverdiener wie etwa Fußballprofis entfallen. Das Steueränderungsgesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrates und wird voraussichtlich am 28. November in der Länderkammer beraten.

Das Steueränderungsgesetz stellt ein Bündel von einzelnen Maßnahmen dar. So will die Bundesregierung damit auch die Steuererklärung stark vereinfachen. Lohnsteuerbescheinigungen sollen von den Arbeitgebern elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt werden. Arbeitnehmer sollen dann einen Abdruck der Aufstellung künftig als vereinfachte Steuererklärung nutzen können. Banken sollen verpflichtet werden, ihren Kunden jährlich eine Bescheinigung über Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne aus Finanzanlagen zuzustellen, was von den Branche aber als kostenträchtig bemängelt wird. Darüber hinaus soll eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer eingeführt werden, die ein Unternehmer anstelle der ihm vom Finanzamt erteilten Steuernummer in der Rechnung angeben kann.

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