Bundesrat stimmt zu
Rente mit 67 nimmt letzte Hürde

Die Rente mit 67 ist endgültig unter Dach und Fach. Nach dem Parlament beschloss heute auch der Bundesrat die umstrittene Anhebung des Rentenalters. Für viele heißt es nun: Länger arbeiten oder deutlich weniger Geld. Den Weg frei machte die Länderkammer auch für Einführung von börsennotierten Immobilien-Aktiengesellschaften.

HB BERLIN. Die vom Bundesrat endgültig beschlossene Anhebung des gesetzlichen Rentenalters von heute 65 auf 67 Jahre beginnt im Jahr 2012. Die Neuregelung trifft alle voll, die heute 43 Jahre alt oder jünger sind. Vorgesehen ist, das Rentenalter bis 2029 in kleinen Schritten anzuheben. Dies beginnt mit dem Geburtsjahrgang 1947.

Wer 1947 geboren ist, soll also erst einen Monat nach seinem 65. Geburtstag ohne Abzüge in Rente gehen dürfen. Beim Jahrgang 1948 sind es zwei Monate und so fort.

Ab 2024 geht es dann rascher aufwärts: Pro Jahrgang kommen zwei Monate Arbeitszeit drauf. So wird das Rentenalter 67 dann 2029 erreicht. Es gilt für alle, die 1964 oder später geboren sind. Allerdings gibt es eine wichtige Sonderregel. Wer 45 Jahre lang Rentenbeiträge einbezahlt hat, darf bereits mit 65 Jahren ohne Abschläge in den Ruhestand wechseln.

Wer an der Voraussetzung scheitert, kann sich trotzdem schon mit 63 Jahren aus dem Berufsleben verabschieden, sofern er 35 Beitragsjahre voll hat. Allerdings muss er dann Abzüge bis zu 14,4 Prozent hinnehmen.

WANN SIE OHNE ABSCHLÄGE IN RENTE GEHEN KÖNNEN
JahrgangAlter*Renteneintritt
1946652011
194765+12012
194865+22013
194965+32014
195065+42015
195165+52016
195265+62017
195365+72018
195465+82019
195565+92020
195665+102021
195765+112022
1958662023
195966+22024
196066+42025
196166+62026
196266+82027
196366+102028
ab 1964672029
*in Jahren und Monaten

Schwerbehinderte dürfen künftig frühestens mit 62 in Rente gehen, Menschen mit eingeschränkter Erwerbsfähigkeit auch früher. Da für sie die Altersgrenze 65 gilt, bedeutet ein früherer Rentenstart aber ebenfalls Abzüge, nämlich maximal 10,8 Prozent.

Andererseits wird die Rente für diejenigen, die bis 67 durchhalten, höher ausfallen, als sie mit 65 gewesen wäre. Denn in den zwei Jahren längerer Arbeitszeit werden zusätzliche Ansprüche erarbeitet.

Ebenfalls beschlossen wurde die Initiative 50 plus, die die Beschäftigungschancen Älterer über Kombilöhne und Eingliederungszuschüsse verbessern und das reale Renteneintrittsalter erhöhen soll. Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) sagte, er wolle das ursprünglich ins Auge gefasste Beschäftigungsziel ehrgeiziger fassen: Bis 2010 solle die Beschäftigungsquote Älterer bis auf 55 Prozent erhöht werden. Bislang waren dafür 50 Prozent im Gespräch.

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