Bundesrechnungshof beklagt zahlreiche Mängel
"Eurofighter" ist den Staaten zu teuer

Die Bundesregierung und die am umstrittenen "Eurofighter" beteiligten Länder wollen für das Projekt nicht mehr so viel Geld zahlen. Verhandlungen mit der Industrie über die einstigen Preisgleitklauseln sollen nun helfen, an der Preisschraube zu drehen.

HB BERLIN. Sie wollen damit niedrigere Gesamtkosten erreichen. Die Klauseln berücksichtigen die steigenden Lohn- und Materialkosten. Das Verteidigungsministerium in Berlin bestätigte am Freitag den Bericht einer Tageszeitung.

Im Rahmen der Verhandlungen über die zweite Auslieferungstranche der Maschinen ab 2006 werde mit den Herstellern EADS, Bae Systems und Alenia über eine Anpassung der Klauseln gesprochen, erklärte das Ministerium. Damit werde das Flugzeug aber nicht billiger, sondern lediglich der Preisanstieg gedämpft. Mögliche Summen könnten nicht genannt werden.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Norbert Bicher, betonte: „Wir halten Verträge ein.“ Die Bundesregierung will wie vereinbart 180 Flugzeuge kaufen. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) hatte kürzlich erklärt, die Kosten könnten überprüft werden, wenn Mängel an den Maschinen festgestellt würden. Der Bundesrechnungshof beklagt bei diesem teuersten Rüstungsprojekt Deutschlands zahlreiche Mängel.

Die Zeitung berichtete, Ende 1997 kosteten die von Deutschland bestellten 180 Flugzeuge ohne Bewaffnung 11,8 Milliarden Euro. Ende 2002 belief sich der Preis auf 13,3 Milliarden. Informelle Gespräche von Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien über eine Verringerung der Stückzahl seien gescheitert.

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