Bundesregierung
Minijob-Verdienstgrenze soll angehoben werden

Derzeit liegt die Verdienstgrenze bei Minijobs noch bei 400 Euro. Dieser Satz soll nach Willen der Bundesregierung um 50 Euro angeboten werden. Im November entscheidet der Bundestag, ab 2013 soll das Gesetz gelten.
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BerlinMinijobber sollen ab dem nächsten Jahr mehr verdienen können. Die steuerfreie Einkommensgrenze für geringfügig Beschäftigte soll dafür um 50 Euro auf 450 Euro steigen, kündigte FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel am Freitag auf "Spiegel Online" an.

"Seit 2003 hat es bei den Minijobs keine Anhebung der Verdienstgrenzen gegeben. Es ist nur fair, dass die Menschen jetzt einen Inflationsausgleich bekommen", sagte er. Deshalb wolle die Koalition die Minijob-Grenze zum 1. Januar 2013 auf 450 Euro anheben.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Karl Schiewerling, bestätigte Reuters: "Das ist in der Koalition konsentiert." Für Minijobs gelten besondere Vergünstigungen: Arbeitnehmer bezahlen dafür keine Sozialabgaben. Stattdessen entrichten Arbeitgeber pauschal 30 Prozent für Kranken- und Rentenversicherung sowie Steuern.

Neue Verdienstgrenzen sollen auch für gering besteuerte sogenannte Minijobs (400 bis 800 Euro) gelten. Hier wird die Schwelle auf 850 Euro angehoben, berichtet das Online-Portal. Der zwischen den Fraktionen von Unions und FDP ausgehandelte Zeitplan sieht vor, dass im September der Gesetzentwurf in erster Lesung beraten werden soll. Ende November soll das Gesetz dann den Bundesrat passieren, um pünktlich zum 1. Januar kommenden Jahres in Kraft treten zu können.

Die Zahl der Minijobs erreicht immer neue Rekordhöhen. Im Dezember 2011 gab es nach neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) 7,507 Millionen geringfügig entlohnte Beschäftigte, wie die Minijobs in der Statistik heißen. Das waren rund 120.000 mehr als ein Jahr zuvor und rund zwei Millionen mehr als unmittelbar nach der rot-grünen Minijob-Reform 2003. Die Zahl der ausschließlich in einem Minijob-Beschäftigten ist dabei mit rund 4,9 Millionen relativ stabil geblieben. Beständig gestiegen ist die Zahl der Nebenjobs, die Arbeitnehmer steuerfrei neben dem Hauptberuf ausüben. Sie erreichte im Dezember 2,6 Millionen.

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Im September soll der Entwurf beschlossen werden

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  • Hallo,
    betriffe die reale Entwicklung einer VBL-Rente:
    Ab 01.01.2012 Zahlbetrag 130,62 EURO/Monat (Geringbezug ohne Abzüge)
    Ab 01.07.2012 Erhöhung um 1%
    Ab 01.07.2012 Zahletrag 108,91 EURO/Monat (volle Abzüge)
    Noch Fragen?

  • "Derzeit liegt die Verdienstgrenze bei Minijobs noch bei 400 Euro. Dieser Satz soll nach Willen der Bundesregierung um 50 Euro angeboten werden."

    Aha.
    Das heißt also, demnächst darf ich für einen sittenwidrigen Hungerlohn von um die 5 Euro brutto, bei Steuerklasse 5 länger arbeiten?

    Nicht der Hungerlohn steigt, sondern die Arbeitszeit!
    Das nenne ich eine Errungenschaft der Neoliberalen für mehr Menschlichkeit, mehr Wohlstand, bessere Aussichten eine Familie ernähren zu können, die man mit solchen Anhebungen der Arbeitszeit ohne vernünftigen Lohn bestimmt sofort gründen möchte!

    Weiter so. Es wird die Jugend beflügeln endlich Kinder in die Welt zu setzen!
    Wir brauchen keinen Mindestlohn, sondern Arbeit für alle!

  • Mit dem Unterschied, dass die Banken das Geld gratis bekommen und der Minijobber sich die 50 Euro zusätzlich verdienen muss. In dem Artikel wird so gönnerisch getan, dass die 50 Euro ein großzügiges Geschenk sind. Da kann man einfach nur noch zynisch sein.

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