Bundesregierung schlägt ehemaligen Bundesminister als neuen Beauftragten vor
Schwarz-Schilling soll nach Bosnien

Die Bundesregierung hat den ehemaligen Bundesminister Christian Schwarz-Schilling als Nachfolger von Paddy Ashdown für das Amt des internationalen Beauftragten für Bosnien vorgeschlagen.

HB BERLIN/SARAJEVO. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin bestätigte entsprechende Medienberichte. Das Mandat des Briten Ashdown läuft zum Jahresende aus. Die Anmeldung einer deutschen Kandidatur zeige, dass Deutschland bereit sei, Verantwortung im westlichen Balkan zu übernehmen, sagte der CDU-Politiker Schwarz-Schilling der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Er sei darüber sehr glücklich.

Neben Schwarz-Schilling gibt es laut der Zeitung auch drei Bewerber aus Italien, Tschechien und den Niederlanden, die aber offenbar über wenig Bosnien-Erfahrung verfügen. Die Entscheidung soll Ende November vom Europäischen Rat getroffen werden. Die in Sarajevo erscheinende Zeitung „Dnevni avaz“ berichtete unter Berufung auf diplomatische Kreise, der frühere Postminister in der Regierung Helmut Kohl sei die Wahl der designierten Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der 74-Jährige war bereits 1995 bis 2004 internationaler Streitschlichter in Bosnien.

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