"Bundesregierung will Bauern abstrafen"
Bauernverband übt scharfe Kritik an Steuerplänen

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, hat Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) vorgeworfen, seine Pläne zur Änderung der Besteuerung von Landwirten glichen einer Schikane. Dem Handelsblatt sagte Sonnleitner, dieser Eindruck dränge sich wirklich auf.

HB BERLIN. "Mit welcher Aggressivität, in welchem Volumen und ohne Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage die Landwirtschaft mit Sonderopfern belastet wird, das ist unglaublich", sagte Sonnleitner. Während man der Wirtschaft Entlastungen bei den Steuern und den Lohnnebenkosten verspreche, um Arbeitsplätze zu schaffen, mache man in der Landwirtschaft das genaue Gegenteil. "Die Bundesregierung will die Bauern abstrafen. Wir bezahlen mit Abstand die höchste Steuer auf Agrardiesel in Europa und die will man nochmal kräftig erhöhen. Was für die Industrie die Lohnnebenkosten sind, sind bei uns Sozialbeiträge. Die würden im Westen um 40 bis 60 % erhöht. Das ist untragbar", sagte Sonnleitner.

Anlass für die scharfe Kritik der Union an Eichel ist dessen Plan, die pauschale Gewinnbesteuerung für Kleinbauern abzuschaffen und die Vorsteuerpauschale für Landwirte zu senken. Damit will Eichel 320 Millionen Euro im Jahr eintreiben.

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