Deutschland
Bundestag beschließt „Ausbildungsbonus“

Der Bundestag hat mit den Stimmen der Koalition am Donnerstag den "Ausbildungsbonus" zur Schaffung von bis zu 100 000 zusätzlichen Lehrstellen beschlossen. Er soll für Betriebe einen Anreiz schaffen, auch Schulabbrecher, Sonderschüler oder Jugendliche mit schlechten Zeugnissen einzustellen.

HB BERLIN. Dafür sind Zuschüsse zwischen 4000 und 6000 Euro vorgesehen. 50 Prozent davon sollen nach Ablauf der Probezeit, 50 Prozent nach Anmeldung des Azubis zur Abschlussprüfung ausgezahlt werden.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Klaus Brandner (SPD), wies die Kritik von Unternehmensverbänden, Gewerkschaften und auch der Opposition an dem "Ausbildungsbonus" zurück. Es gebe unter den lehrstellensuchenden Jugendlichen immer noch zu viele "Altbewerber", die sich seit Jahren vergeblich um einen Ausbildungsplatz bemühten, sagte Brandner. Diese junge Menschen werde die Regierung nicht allein lassen.

Nach der jüngsten Berufsbildungsstatistik hat sich etwa jeder zweite Lehrstellenbewerber länger als ein Jahr um einen Ausbildungsplatz bemüht.

Während des Gesetzgebungsverfahrens waren die Vergabekriterien für den Bonus enger gefasst worden. Damit sollen Missbrauch und Mitnahmeeffekte vermieden werden. Der Bonus ist bis Ende 2010 befristet. Die Bundesagentur für Arbeit wird dafür rund 450 Millionen Euro aufwenden müssen.

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