Bundestag
Stühlerücken im Bundestag

Vier Wochen nach der Bundestagswahl kommt heute das neue Parlament erstmals zusammen. Dabei wird in geheimer Abstimmung die Bundestagsspitze gewählt. Traditionell stellt die stärkste Fraktion den Bundestagspräsidenten. Die SPD muss sich nach ihrem Wahldebakel mit weniger Sitzen in der begehrten ersten Reihe des Plenums begnügen.

HB BERLIN. Pünktlich zur konstituierenden Sitzung des Bundestags ist der Umbau des Plenarsaals beendet worden. Die SPD muss sich nach ihrem Wahldebakel jetzt mit drei statt bisher fünf Sitzen in der begehrten ersten Reihe des Plenums begnügen. CDU und CSU haben dort künftig sechs Sitze, FDP, Grüne und Linke je zwei. Insgesamt gibt es damit nun 15 Sitze in der prestigeträchtigen ersten Reihe, die regelmäßig von den Fernsehkameras eingefangen wird.

Im neu gewählten 17. Deutschen Bundestag gibt es 622 Abgeordnete, bislang waren es 614. Die größten Zugewinne gab bei der FDP-Fraktion, die von 61 auf 93 Mitglieder gewachsen ist. Ihre Fraktionstreffen finden derzeit in einem Saal auf der Präsidialebene des Reichstags statt, weil ihr alter Raum eine Etage höher zu klein geworden ist.

Die Linksfraktion ist von 54 auf 76 Abgeordnete gewachsen, die Grünen von 51 auf 68 und die CDU/CSU-Fraktion von 226 auf 239. Die SPD-Fraktion zählt nach dem Wahldebakel nur noch 146 Abgeordnete, 76 weniger als bisher. Um die neuen Kräfteverhältnisse im Parlament abzubilden, musste die Bestuhlung im Plenarsaal in den vergangen Wochen geändert werden.

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