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Bundestags-Debatte: SPD nennt Sparpaket „Kettensägenmassaker“

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) würde eine Finanztransaktionssteuer nur in der Euro-Zone mittragen. Die Chancen, zu einer globalen Vereinbarungen zu kommen, seien gering, sagte Schäuble am Mittwoch im Bundestag. Derweil verschärft sich der Streit zwischen FDP und CDU um weitere Maßnahmen.

Bundesfinanzminister Schäble glaubt nicht mehr an eine globale Finanztransaktionssteuer. Quelle: dpa
Bundesfinanzminister Schäble glaubt nicht mehr an eine globale Finanztransaktionssteuer. Quelle: dpa

HB BERLIN. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) würde eine Finanztransaktionssteuer nur in der Euro-Zone mittragen. Die Chancen, zu einer globalen Vereinbarungen zu kommen, seien gering, sagte Schäuble am Mittwoch im Bundestag. Falls es keine globale Lösung geben wird, werde er sich für eine europaweite Lösung einsetzen. Gelinge auch das nicht, würde er notfalls dafür werben, eine solche Steuer nur im Euro-Raum einzuführen. Damit würde der wichtigste europäische Finanzplatz London allerdings außen vor bleiben.

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Außerdem hat Wolfgang Schäuble hat das 80- Milliarden-Sparpaket der Bundesregierung verteidigt. Den Vorwurf der Schieflage bei den Einschnitten wies er am Mittwoch im Bundestag zurück: "Unsere Entscheidungen sind maßvoll, sie sind sozial verantwortbar, sie stärken unsere Chancen für künftiges Wachstum."

In einer Aktuellen Stunde auf Antrag von SPD und Grünen zum schwarz-gelben Sparpaket sagte Schäuble weiter: "Wir sparen nicht kaputt, aber wir führen die Defizite zurück." Damit würden die Grundlagen dafür gelegt, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Nachhaltigkeit des demokratischen und wirtschaftlichen Systems erhalten und gestärkt werde.

Mit Blick auf eine geplante zusätzliche Finanzmarktsteuer neben der beschlossenen Bankenabgabe kündigte Schäuble an, dass er sich notfalls für eine Lösung nur in Euro-Zone einsetzen werde, sollte es auf internationaler oder europäischer Ebene nicht gelingen. Einen nationalen Alleingang aber werde es nicht geben.

"Wir bleiben bei der Bankenabgabe", stellte Schäuble klar. Das Sparprogramm sieht zudem eine zusätzliche Maßnahme ab 2012 vor, die jährlich zwei Mrd. Euro vom Finanzsektor für den Staat bringen soll. Die Chancen, dass es eine globale Finanztransaktionssteuer gebe, seien sehr gering, betonte Schäuble.

Sollte die Transaktionssteuer auf absehbare Zeit global nicht kommen, werde er sich mit aller Kraft für eine europäische Lösung einsetzen. Für den Fall, dass nicht alle in Europa mitmachen, würde er auch dafür werben, dies zur Not nur in der Euro-Zone umzusetzen. "Alleine, national können wir es nicht machen", sagte Schäuble.

Eine Börsenumsatzsteuer sei geprüft worden. Aber in einer Währungsunion mache diese angesichts der Ausweicheffekte wenig Sinn. Man hätte dann allenfalls eine Lachnummer geerntet.

Die SPD hat der Bundesregierung in der Bundestags-Debatte vorgeworfen, mit dem Sparpaket ein Kettensägenmassaker zu veranstalten. „Es waren nicht die Arbeitslosen und die jungen Eltern, die spekuliert haben“, sagte der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, in einer Aktuellen Stunde im Bundestag am Mittwoch. Bei diesen solle nun aber gekürzt werden. Harte Kritik kam auch von Grünen und Linken. Union und FDP verteidigten ihr Paket jedoch als „große historische Leitung“.

  • 10.06.2010, 12:00 UhrAnonymer Benutzer: FDP unwählbar

    FDP ist unwählbar. - Was will ich denn von einer Truppe Unternehmensberater erwarten.

    CDU: bedauerlich, dass sie sich auf dieses tiefe Niveau runterbegeben hat.

    - Spitzenstersatz um 1-3 Prozent nach oben.
    - bund der Steuerzahler liefert jährlich eine Menge Einsparmöglichkeiten (Motto: Kleinvieh macht auch Mist).

  • 09.06.2010, 20:11 UhrAnonymer Benutzer: Liberalitas Bavarie

    ich hätte mir von Hr. Schäuble als Finanzminister mehr erwartet.

    bei mir hätte das Sparpaket für den Haushalt folgende Punkte enthalten:

    a) Subventionskürzungen von jährlich rd. 15 Mrd. €
    (wegen mir auch mit dem Rasenmäher),

    b) Strukturreform: bürokratieabbau,
    Verwaltungsverschlankung, Abbau v. behörden,
    Zusammenführung von Ministerien berlin/bonn.
    Mindestens 7 Mrd.

    c) Überprüfung von sämtlichen Leistungs- u.
    bildungsausgaben auf Effizienz. Keine
    Einsparung aber Umschichtung und Steigerung der
    Wirkung.

    Und wenn die Fachministe keine eigenen ideen haben - dann kopiere ich halt die Konzepte aus erfolgreichen Ländern wie die Niederlande, Dänemark, Schweiz oder Schweden (in Punkto Strukturreform Rente, Krankenkasse, Verwaltung).

    Damit hätte man dann alle gleichmäßig getroffen - bzw. keine Gruppe wäre tatsächlich in ihrer Substanz belastet worden.

    Mit diesem amateurhaften Sparpaket geht die Diskussion über die soziale Gerechtigkeit, die Umsetzung v. Einzelmaßnahmen, Luftbuchungen etc. weiter.

    Professionelles Vorgehen als Sparweltmeister geht einfach anders. Aber Hr. Schäuble sei es verziehen, er hat ja auch nichts vernünftiges gelernt, er war nur Rechtsverdreher u. Minister (Parteisoldat) und Westerwelle gehts genauso.

    Armes Deutschland: Politik ohne Konzept ist der Untergang der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft u. unseres sozialen Friedens.

    Aber wir werden dies erst dann vermissen, wenn wir ihn nicht mehr haben (den sozialen Frieden).

    Was unseren Deutschen Politikern fehlt ist einfach die Praxiserfahrung - einmal 6 Monate ein Volunteriat in einem Wirtschaftsbetrieb (alle Prozesse durchlaufen) und jedes Jahr eine Woche in der Verwaltung (Rathaus, Regierung, Landesbehörden) das ist das Rezept von Mc Donald u. Aldi: der Kontakt zwischen Management u. Verkauf darf nie verloren gehen!

  • 09.06.2010, 19:55 UhrAnonymer Benutzer: morchel

    @ kettensägenmassaker unser SPD alles hat sie getan um die bosse mit arbeitssklaven zu versorgen,es waren nun einmal die sozial - demokraten her schreiner nehme ich davon aus,alle anderen in dieser truppe haben sehr grossen anteil an dieser verschärften ausbeutungspraxis.das system sozialismus hatte selbstmord begangen und seit dem spielt das kapital ein böses spiel mit dem volk,nie in der geschichte war die spd für das deutsche volk ein verlässlicher partner.im gegenteil wie der dgb scheingefechte und dann imstillen kämmerlein sich vor freude die hände reiben über die naivität der wähler.spd=soziale kälte=hehler des kapitals,nicht anders habe ich sie kennengelernt.schröder durfte ich auch mal erleben,von anfang an ein schwätzer,einfach nur ein volksverräter

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