Bundestagsabgeordneter Kröning verzichtet wegen Mitgliederbefragung
Zweikampf um die Scherf-Nachfolge in Bremen

Um die Nachfolge um Bremens Bürgermeister Henning Scherf wird es einen Zweikampf geben. Nachdem bekannt wurde, dass die Mitglieder der Bremer SPD ein Mitentscheidungsrecht haben, entschied sich Bundestagsabgeordneter Volker Kröning gegen eine Kandidatur.

HB BREMEN. Bei der Suche nach einem Nachfolger für Bremens Regierungschef Henning Scherf kann die SPD-Parteibasis zwischen Bildungssenator Willi Lemke und Fraktionschef Jens Böhrnsen wählen. Der dritte Kandidat, der SPD-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Finanzsenator Volker Kröning, verzichtete am Samstag auf eine Bewerbung.

Lemke und Böhrnsen hatten am Freitagabend ihren Willen zur Fortsetzung der großen Koalition aus SPD und CDU in Bremen erklärt. Dabei wollten sie eigene sozialdemokratische Akzente setzen. Scherf, der als Motor der Koalition gilt, hatte am Mittwoch überraschend seinen Rücktritt aus Altersgründen angekündigt.

Die Bremer Christdemokraten wollen sich in die SPD-Personaldebatte nicht einmischen, sagte der CDU-Landesvorsitzende Bernd Neumann am Samstag der dpa. „Wir erwarten eine zügige Regelung, damit der neue Senat handeln kann“, sagte Neumann. Es sei jeder recht, so lange die Koalition nicht in Frage gestellt werde.

Lemke und Böhrnsen sollen zwischen dem 11. und dem 15. Oktober auf Regionalveranstaltungen in Bremen und Bremerhaven für ihre Programme werben, kündigte der SPD-Landesvorsitzende Carsten Sieling an. Die Parteibasis könne zwischen beiden Kandidaten mitentscheiden. Der Bewerber mit den meisten Stimmen werde auf einem Landesparteitag frühestens am 31. Oktober nominiert. Eine Wahl des neuen Senatspräsidenten ist laut Sieling bei der Sitzung der Bremischen Bürgerschaft am 9. oder 10. November möglich. Denkbar wäre auch eine Sondersitzung am 1. oder 2. November.

Lemke und Böhrnsen hatten am Freitagabend vor dem SPD- Landesvorstand ihre Bereitschaft zur Kandidatur angemeldet. Kröning erschien nicht zu dem Treffen. Eine ihm gesetzte Frist bis zum Abend wollte er nicht mehr nutzen, sagte er am Samstag der dpa. Das Verfahren einer Mitgliederbefragung habe er abgelehnt, da er sich durch sein gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl bestätigt fühle. Er werde sich weiter in Berlin für bremische Interessen einsetzen.

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