Bundestagsausschuss
Weg für milliardenschwere Rüstungsprojekte frei

Der Bundestag hat den Weg für die Modernisierung der Computersysteme der Bundeswehr freigemacht. Zudem billigte der Haushalsausschuss den Kauf hunderter Transportpanzer und eine Modernisierung des Flugabwehrraketensystems „Patriot“.

HB BERLIN. Das Informationstechnologie-Projekt „Herkules“ hat einen im Umfang von rund sieben Milliarden Euro. In den kommenden zehn Jahren sollen unter anderem 140 000 Computer, die zentralen Systeme in den Rechenzentren und die Netzwerkinfrastruktur in öffentlich-privater Partnerschaft betrieben werden. 60 Prozent des Auftragsvolumens hat sich nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters die Siemens-Datenservicesparte SBS gesichert. Der Rest gehe an den US-Konsortialpartner IBM.

Das Auftragsvolumen aus dem Herkules-Projekt hatte sich zuletzt auf mehr als 7,1 Milliarden Euro von ursprünglich 6,65 Milliarden Euro erhöht. Zum einen machte sich die kommende Mehrwertsteuererhöhung bemerkbar, zum anderen stockte das Verteidigungsministerium das Lieferpaket auf. Die Behörde orderte zusätzlich ein System zur Verschlüsselung von E-Mails und die Programmierung eines Intranets.

Der Bundestag gab außerdem grünes Licht für die Beschaffung gepanzerten Transport-Fahrzeugen vom Typ „GTK Boxer“ im Volumen von 827 Millionen Euro. An der Entwicklung des „Boxer“ sind die neben Rheinmetall die Rüstungskonzerne Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und die niederländische Stork beteiligt. Sie haben sich für das Projekt zu dem Konsortium Artec zusammengeschlossen. Rheinmetall ist an diesem mit 14 Prozent, KMW mit 36 Prozent und Stork mit 50 Prozent beteiligt.

Der Bundestage bewilligte für die Bundeswehr 272 „Boxer“ mitsamt Zubehör. Die niederländische Armee will weitere 200 Fahrzeuge bestellen. Die serienmäßige Auslieferung in Deutschland ist ab 2009 geplant.

Beschafft werden sollen darüber hinaus Komponenten zur Modernisierung des Datenverarbeitungssystems des Flugabwehrraketensystems „Patriot“. Der Vertrag hat ein Finanzvolumen von rund 30 Millionen Euro. Dadurch könnten Truppen im Einsatz besser vor Kurz- und Mittelstreckenraketen geschützt werden, hieß es in einer Mitteilung des Bundesverteidigungsministeriums.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%