Bundestagsdebatte

Ein Schauspieler erklärt „Stuttgart 21“

Kommende Woche Mittwoch erlebt der Verkehrsausschuss einen besonderen Moment: Schauspieler Walter Sittler wird den Fachpolitikern in einer öffentlichen Anhörung erklären, warum „Stuttgart 21“ keinen Sinn macht. Benannt wurde der prominente Gegner des Bahnhofprojekts von der Linkspartei. Auch andere Fraktionen haben Experten eingeladen.
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Bei seiner Anhörung im Bundestag dürfte es hoch hergehen. Quelle: dpa

Bei seiner Anhörung im Bundestag dürfte es hoch hergehen.

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HB. Wenn die Bundestagsabgeordneten sich zu den Sitzungswochen in Berlin einfinden, debattieren sie nicht nur hitzig im Plenum. Regelmäßig tagen auch die Ausschüsse. In ihnen organisieren die Fachpolitiker der Fraktionen häufig nicht-öffentliche Anhörungen, in denen sie mit Experten aus Wissenschaft und Verbänden unaufgeregt Sachverhalte erörtern. Manches Mal aber werden Anhörungen auch öffentlich angesetzt – spätestens dann wird es politisch – und laut.

Kommende Woche Mittwoch – dem klassischen Tag der Fachgremien – erlebt der Verkehrsausschuss einen besonderen Moment: Dann erklärt ein Schauspieler den Fachpolitikern, warum „Stuttgart 21“ keinen Sinn ergibt: Walter Sittler, prominentes Gesicht der Gegner des Bahnhofprojekts. Als Experten benannt hat ihn die Linkspartei. Sittler habe gerne zugesagt, hieß es gestern in der Fraktion. Es sei angemessen, ihn zu Wort kommen zu lassen, schließlich gehe es nicht um technische Detailfragen. Die würden derzeit ausgiebig im Schlichtungsverfahren in Stuttgart ausgetauscht.

Fraglich ist indes, welches Ergebnis die auf dreieinhalb Stunden angesetzte Anhörung bringen soll. Vielleicht helfen ja die Experten der anderen Fraktionen: Die Union hat den Sprecher des Projekts, Udo Andriof, eingeladen, die Grünen einen Ingenieur, außerdem kommen die Bahn und zwei Ökonomen zu Wort. dhs

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6 Kommentare zu "Bundestagsdebatte: Ein Schauspieler erklärt „Stuttgart 21“"

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  • Könnte es nicht einfach sein, dass Walter Sittler es ehrlich meint ? Es geht ihm um die Sache und nicht um rechts oder links. ich wünsche Herrn Sittler Ruhe und Verstand. Lassen Sie sich bitte nicht verheizen und bleiben sich treu. Die Dummschwätzer und Jubelperser sollten keinen Erfolg haben. Also: ObEN bLEibEN !

  • Der Mann ist ein Schmierenkomidiant. Er versucht, sich in den Vordergrund zu spielen bei einer Sache, bei der er nur verliert. Hoffentlich!

  • ist doch egal. Schauspieler sind alle, die einen etwas besser, die anderen weniger. Das Publikum entscheidet durch "buh" oder "beifall" in Wahlen und Volksentscheiden.

  • Es an dem beruf eines Menschen aufzuhängen, ob er kompetent ist oder nicht, ist ja wohl Arroganz pur. Welchen "beruf" haben denn dann unsere berufspolitiker, die nahtlos von der Schule in die Politik wechseln? Was dabei an Kompetenz rauskommt, sehen wir ja leider immer mehr. Da ist mir die kompetente Putzfrau deutlich lieber als diese "Rhetorikwunder".

  • @ FoCS

    Richtig! Dieser Typ ist ein Herrenmensch, der sich als Gutmensch tarnt. Der hält sich für etwas besseres und meint ernsthaft, seine persönlichen erbärmlichen Ansichten hätten etwas mit der Mehrheit im Volk zu tun.

    in Wahrheit geht´s solchen Typen um Vermehrung ihrer Publicity und ihre persönlichen Reichtums, und um nichts anderes.

  • Die Linke ernennt Sittler zum Experten in Sachen bahnhöfe. Hätte man nicht auch eine Raumpflegerin aus dem Reichstag als Expertin nehmen können? Das wäre billiger gewesen!

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