Bundestagswahl 2013
Drei Dutzend Parteien auf dem Wahlzettel

Es sind noch 79 Tage bis zur Bundestagswahl – noch 79 Tage bis zur Qual der Wahl. Denn die Auswahl ist groß: 38 Parteien konkurrieren um Wähler-Stimmen. Auch „Die Partei“ von Martin Sonneborn ist diesmal dabei.
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BerlinBei der Bundestagswahl am 22. September konkurrieren voraussichtlich 38 Parteien um die Gunst der Wähler. Das ergab die zweitägige Sitzung des Bundeswahlausschusses, die am Freitag in Berlin zu Ende ging. Zum Abschluss gab das elfköpfige Gremium unter anderem noch grünes Licht für „Die Partei“ des Satirikers Martin Sonneborn, die vor vier Jahren noch vor dem Wahlausschuss gescheitert war.

Eine Zulassung gab es ferner für so unterschiedliche Gruppierungen wie die Marxistisch-Leninistische Partei sowie für die Rechte, die Partei des bekannten Neonazis Christian Worch.

Die bereits im Bundestag vertretenen Parteien wie CDU und SPD waren ebenso automatisch zugelassen wie die Piratenpartei, die Freien Wähler und die rechtsextreme NPD, die dank ihrer Landtagsmandate an der Bundestagswahl teilnehmen dürfen.

Darüber hinaus hatten sich rund fünf Dutzend Parteien beworben, aber nur bei rund der Hälfte sah der Ausschuss unter dem Vorsitz von Bundeswahlleiter Roderich Egeler die notwendigen Kriterien erfüllt. Dazu gehörten etwa die Republikaner, die Tierschutzpartei und die Partei Bibeltreuer Christen (PBC), die bereits am Donnerstag den Zuschlag erhalten hatten.

Eine Absage gab es hingegen für Gruppierungen wie Deutsches Reich und Frühling-in-Deutschland, aber auch für die Neugründung der Grauen Panther und die Anarchistische Pogo-Partei, die vor acht Jahren noch für den Bundestag kandidieren durfte. Die abgewiesenen Parteien können allerdings innerhalb von vier Tagen noch Einspruch beim Bundesverfassungsgericht einlegen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bundestagswahl 2013: Drei Dutzend Parteien auf dem Wahlzettel"

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  • Das sind alles nur Heuchler, Preise steigen und die Löhne sinken. Steuergelder werden wahllos zum Fenster heraus geschmissen, in Rettungsschirme werden Milliarden verpulvert aber für die eigenen Bürger ist kein Geld da.
    Selbst in Polen sind die Straßen besser als bei uns.


    Ich hoffe nur das die Wählerinnen und Wähler sich mal besinnen und den großen Parteien einen Denkzettel verpassen.

  • Bezeichnend finde ich, dass sie die AfD gar nicht erwähnen!
    Bezeichnend auch für das Handelsblatt und andere Medien, die
    die AfD gar nicht mehr zeigen, was man bei den Öffentlich-
    Rechtlichen noch verstehen kann, denn die sind für unpartei
    ische Berichte sowieso nicht bekannt.

  • das wird eine schicksalswahl für unser land. die grosse auswahl sehe ich auch als ausdruck des unmutes an und dass wir noch eine menge zu verlieren und zu beschützen haben in sachen "freies mutiges land"

    das handelsblatt sollte sich mal um die pressefreiheit im zusammenhang mit art 10 des GG kümmern und position beziehen und sich mit anderen zeitungen zusammenschliessen, die noch nicht korrumpiert sind durch angebote, die sie nicht mehr ablehnen können

    denn ohne eine regierungskritsiche presse wachen die deutschen nicht auf, sondern denken es wird alles gut.



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