Bundestagswahl

CDU unterstützt Westerwelles Zweitstimmen-Aktion

CDU und FDP setzen ein Koalitions-Zeichen: Beide Parteien einigten sich im Bonner Wahlkreis darauf, Erst- und Zweitstimmen aufzuteilen. Außenminister Westerwelle hofft, dass sich das Prinzip auch anderswo durchsetzt.
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huGO-BildID: 32806164 Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) spricht am 10.09.2013 in Berlin auf einer Pressekonferenz zu den Medienvertretern. Er hält eine deutsche Beteiligung an der Vernichtung syrischer Chemiewaffen für möglich. Deutschland habe bei der Vernichtung von Chemiewaffen erhebliche Erfahrung und auch entsprechende Programme, sagte Westerwelle. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

huGO-BildID: 32806164 Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) spricht am 10.09.2013 in Berlin auf einer Pressekonferenz zu den Medienvertretern. Er hält eine deutsche Beteiligung an der Vernichtung syrischer Chemiewaffen für möglich. Deutschland habe bei der Vernichtung von Chemiewaffen erhebliche Erfahrung und auch entsprechende Programme, sagte Westerwelle. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

(Foto: dpa)

BerlinIm Werben um Zweitstimmen für die FDP prescht Außenminister Guido Westerwelle in seinem Bonner Wahlkreis vor: Auf seine Initiative hin haben CDU und FDP sich vor Ort darauf verständigt, in der letzten Woche vor der Wahl gemeinsam ein Zeichen für die Fortsetzung der schwarz-gelben Regierung zu setzen. Die Verabredung sehe vor, „dass sich die Bonner CDU auf das Werben um die Erststimme konzentriert und die Bonner FDP auf die Zweitstimme setzt“, heißt es in einer am Freitag verbreiteten Erklärung der Kreisverbände beider Parteien.

Die Verständigung zwischen den Kreisvorsitzenden von CDU und FDP, Philipp Lerch und Werner Hümmrich, kommt somit einer Zweitstimmenkampagne für die Liberalen gleich. Zugleich verzichtet Westerwelle auf die Erststimmen als Direktkandidat, die er dem CDU-Kandidaten wegnehmen würde.

In der CDU-Spitze hieß es zu der Absprache: „Dies ist eine Einzelaktion, die vor Ort entschieden wurde. Für uns gilt weiterhin: Jede Partei kämpft für sich. Wir werden weiter dafür werben, beide Stimmen der Union zu geben.“ Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Osnabrück warb Merkel noch einmal ausdrücklich dafür, beide Stimmen der CDU zu geben.

Die Union will verhindern, dass Wähler in sehr hoher Zahl ihr Kreuzchen bei der FDP machen und der Union damit ein schlechtes Ergebnis einbrocken – wie im Januar bei der Landtagswahl in Niedersachen. Allerdings besteht auch die Sorge, dass die FDP bei der Bundestagswahl nicht den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen könnte. Die Liberalen kommen derzeit in Umfragen auf fünf bis sechs Prozent. Bei der Bundestagswahl 2009 hatten sie 14,6 Prozent geholt.

Lerch und Hümmrich begründen die Absprache für die letzte Wahlkampfwoche damit, dass die Alternative zur „bürgerlichen Regierung“ eine rot-rot-grüne Koalition sei. Nach Angaben aus seinem Umfeld hofft Westerwelle, dass das Vorgehen Schule macht und ein Beispiel für andere Wahlkreise wird.

  • rtr
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25 Kommentare zu "Bundestagswahl: CDU unterstützt Westerwelles Zweitstimmen-Aktion"

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  • mit der 2. Stimmenaktion sehen wir nach der Wahl wieder dieselben Deppen die man nicht gewählt hat, gell?

  • Die FDP hat m. E. versagt. Ausser der Justizministerin. Und den paar Abgeordneten, die sich kritisch zur Euro-Rettungsschirm-Politik geäußert haben. Wenn die Kanzlerin sich nicht so vehement über eine mögliche Koalition mit der AfD hinwegsetzen würde, hätte konstruktives Gedankengut mal wieder eine Chance. Mit welchem Recht setzt sie sich über den Wunsch der Bürger? Das hat doch mit Vernunft zum Wohle der Demokratie nichts mehr zu tun. Genau aus diesem Grunde und aus Überzeugung werde ich meine Zweitstimme der AfD geben. Mich interessieren deren Argumente zu volkswirtschaftlichen (Wirtschaft+Finanzen) und anderen Sachthemen. Und insbesondere auch zum Verhalten Brüssel und dem Europarat gegenüber. Was könnten sie schlimmstenfalls in 4 Jahren anrichten, warum diese Angst? Doch nur, weil dann ein paar mehr "Staatsdiener" nicht alles abnicken könnten - in unserem Namen. Nicht durch Bayern irritieren lassen - das ist eine ganz andere Situation. Also keine Zweitstimmen verleihen, sondern bewußt den Alternativen geben - warum denn nicht?

  • Wie, jetzt muss die CDU für die FDP kämpfen? Gibts nichts mehr vom Baron von Fink (Mövenpick). War wohl mit der Hotelbesteuerung nicht so zufrieden?

    Gut die passen ja auch zusammen. Der Schäuble nimmt einen Briefumschlag mit 100.000,-- DM drin von einem Rüstungslobbyisten an und vergießt den dann (ein Schelm wer böses dabei denkt) und die FDP lässt sich von Mövenpick's Baron von Fink Sponsoren.

  • Um der Gerechtigkeit Willen muss es nicht "Mövenpiksteuer sondern: "Der von den Bayrichen Grünen in den Bayrischen Landtag eingebrachte Gesetzesentwurf zur "Angleichung der MWST Sätze im Gaststättengewerbe an den EU Standard zwecks Arbeitsplatzsicherung und Abschaffung der Wettbewerbsverzerrungen wegen der im nahen Ausland vorherrschenden niedrigeren MWST Sätze" heissen! Nachzulesen im Landtagsprotokoll! Danke. Ansonsten: Wahltag ist Zahltag! Geben wie der ALTERNATIVE eine Chance!

  • "Wahlen werden niccht in der wahlkabine gewonnen sondern bei der Auszählung"! Josef Stalin

  • Ich habe seinerzeit der FDP meine Stimme gegeben wegen ihres Mottos "Leistung muss sich wieder lohnen"! Wobei mir klar war das die FDP gegen die mittlerweile links von der SPD verortete CDU einen schweren Stand haben würde. Nachdem die FDP die von den GRÜNEN seinerzeit im Bayrischen Landtag eingebrachte Forderung nach steuerlicher Angleichung des Gaststättengewerbes an EU Standard, also der Senkung der MWST Sätze zwecks Arbeitsplatzsicherung (Bitte im Landtagsprotokoll nachlesen) auf Eu Niveau durchgesetzt hatte kam nicht mehr viel. Die Zustimmung zum ESM und dem Bruch der EU Verträge etc. macht die Regierungsparteien und die abnickende Opposition unwählbar. Sodaß ich bereits meine Stimme einer ALTERNATIVE gegeben habe! Ich hoffe das eine ECHTE und KOMPETENTE Opposition in den Buntestag einzieht und den AUGIASSTALL ausmistet mit scharfsinniger Rede und Geisselung der alternativlos Gescheiterten Einheitparteien!

  • @hafner

    Ich halte Sie für einen intellektuell gebildeten Menschen, der sich kritisch mit Themen der heutigen Zeit auseinandersetzt.

    Es gibt aber auch junge Menschen, die es Ihnen gleichtun. Das Mädchen verkörpert die nächste und zukünftige Generationen. Immer in den Trott der Vergangenheit zu verfallen und jahrzehntealte Kamellen aufzuwärmen, egal von welcher Partei, ist langweilig. Befassen Sie sich mit der Gegenwart, dass umschließt die letzten zwei Legislaturperioden noch mit ein.

    Die Grünen werden sich etwas dabei gedacht haben. Jeder von uns kann auf seine Art dies interpretieren, wie er gerne möchte.

    Den Medien steht es nicht frei, dies zu zensieren!

    Auch nicht dem HB.

  • Wollen wir weiterhin im Affekt geifernde Brüderles oder Westerwelles allabendlich im Fernsehen sehen?

    Wenn diese ihre "Politlügen" verbreiten und uns an der Nase herumführen wollen?

    Nee - das ist nach dem 22.09. alles vorbei. 5% werden der FDP das Genick brechen.

    Brüderle soll sich ein Plätzchen im Alterseheim suchen. Insbesondere wir jungen Menschen wollen nicht von angestaubten Schaumschlägern regiert werden.

    Die FDP hat viel versprochen und noch mehr gebrochen! Weg mit der FDP!

  • @kuac




    Genau so ist es!

    MINDERLEISTER wie die FDP, müssen erbärmlich um Zweitstimmen betteln. Die FDP hat gezeigt, dass sie unfähig ist eine konstante Leistung zu erbringen.

    Das einzige, was bei der FDP konstant ist, ist eine fortwährende FEHL-LEISTUNG!

    Weg mit dem Politikdreck!


  • Es ist in erster Linie wieder Westerwelle, der ein gestörtes Verhältnis zum Bürger hat. Auf die Idee das
    der Wähler allein entscheidet wen er wählt oder nicht kommt Westerwelle nicht. Vielleicht teilen diesmal die Wähler auch CDU und AFD auf und dann steht die FDP dumm da.

    Zumal die FDP alles ist, nur nicht eine Partei des kleinen Mannes. Das ist zwar ehrlich und jeder weis wo er dran ist. Daher wählen die FDP meist Gutsituierte Bürger und die brauchen keine Bevormundung. Auch die
    Unterstützung des Doppelpasses der z.B Türken erhebliche Vorteile bringt, bei der Sicherung von Vermögen und Sozialhilfe, macht die FDP zur Nichtwahlpartei. Aber wenn selbst die Arbeitgeberpartei erkannt hat, dass Deutschland Bevölkerungsmässig kippt und Deutsche Wähler
    weniger werden und man Migranten damit ködern will, wie Grüne SPD und Linke..dann gehört man auch auf diese Seite. Aber alle sitzen im goldenen Käfig Bundestag der Hofstaat mit seinen Hofschranzen und seiner 5% Zugbrücke.

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