Bundestagswahl
Steinbrück gewinnt an Ansehen

Etwa jeder Vierte würde mittlerweile bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers dem SPD-Kandidaten seine Stimme geben. Kanzlerin Angela Merkel verliert einen Prozentpunkt. Für Schwarz-Gelb sieht es aber weiter gut aus.
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BerlinUnion und FDP verteidigen in der jüngsten Forsa-Umfrage eine knappe Regierungsmehrheit. In der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung für den „Stern“ und den Sender RTL kommen CDU/CSU wie in der Vorwoche auf 40 Prozent, die FDP verharrt bei fünf Prozent.

Damit liegen sie zusammen einen Punkt vor den Oppositionsparteien, die 44 Prozent auf sich vereinigen können: Die SPD stagniert bei 23 Prozent, die Grünen verschlechtern sich um einen Punkt auf 13 Prozent, und die Linkspartei klettert um einen Punkt auf acht Prozent.

Zulegen konnte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, der im Ansehen der Wähler stieg. Bei einer direkten Kanzlerwahl durch die Wähler und nicht wie vorgeschrieben durch den Bundestag würden sich 23 Prozent für Steinbrück entscheiden, zwei Punkte mehr als in der Vorwoche.

Er liegt damit jedoch immer noch 31 Punkte hinter Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die auf 54 Prozent kommt (minus 1). Den verbesserten Wert für Steinbrück führt Forsa-Chef Manfred Güllner darauf zurück, dass sich die SPD-Anhänger stärker zum Kandidaten ihrer Partei bekennen. Hier sei die Zustimmung zu ihm von 59 auf 68 Prozent gestiegen.

Für die Erhebung befragten die Meinungsforscher von Forsa zwischen dem 6. und 12. August 2500 Bundesbürger.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bundestagswahl: Steinbrück gewinnt an Ansehen"

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  • Danke. Wenigstens berichten Sie noch korrekt, dass am 22.09.2013 die Volksvertretung gewählt werden soll und nicht die Regierung. MfG, Reinhard Lößl

  • Ja, Deutschland braucht einen guten Kanzler, auf den der Bürger sich verlassen und dem er vertrauen kann. Der es nach der Wahl nicht als unfair empfindet, dass der Bürger die Versprechungen auch eingelöst haben will, schließlich hat er ihn aus diesem Grunde gewählt. Die SPD ist groß darin, viel zu versprechen und nach der Wahl wortbrüchig zu werden. Jüngst wieder geschehen, in NRW durch Frau Kraft, bzl. der Beamtenbesoldung, aber es gibt auch noch unendlich viele andere Beispiele. Ich kann nur davor warnen die SPD zu wählen. Mich gruselt der Gedanke, dass es im Endeffekt doch noch eine Rot/Rot/Grüne Regierung geben wird, bei der dann die bestehenden moralische Werte auch keine Rolle mehr spielen würden. Im Moment lehnt die SPD das ja bekanntlich noch ab, aber wie wird es nach der Wahl aussehen, vertrauen kann man ihr ja schon lange nicht mehr.

  • Bravo, Steinbrück! Weiter so!

    Deutschland hätte ihn als Kanzler mehr als verdient. Dann würden verschleppte Reformen endlich angepackt und das Land wieder auf Vordermann gebracht. Merkel kann es einfach nicht. Wir brauchen einen Kanzler, der Klartext spricht, sagt was er denkt und tut was er sagt. Er ist ein "Macher"! Von Merkel wäre auch in der kommenden Legislaturperiode nichts, aber auch gar nichts zu erwarten. Alles wie gehabt.

    Damit kann und will ich als Bürger dieses Landes nicht Lebern. Das ist mir eindeutig zu wenig!

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