CSU-Urgestein Glos
„Kotzbrocken“-Attacke auf Trittin erzürnt Grüne

Michael Glos kehrt der Politik den Rücken, allerdings nicht ohne den Grünen noch die Meinung zu sagen. In gewohnt scharfzüngiger Manier giftet der CSU-Mann gegen Jürgen Trittin. Dessen Parteifreunde reagieren prompt.
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BerlinDer ehemalige CSU-Landesgruppenchef und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos ist nicht unbedingt der geborene Diplomat. Glos gilt eher als Rauhbein der deutschen Politik. Vornehmlich beim politischen Gegner setzte er genüsslich seine Fouls an – ohne Rücksicht auf Verluste.  So beleidigte er einst Außenminister Joschka Fischer im Zusammenhang mit der "Visa-Affäre" als "Zuhälter." Später tat ihm das sogar leid und er entschuldigte sich - zähneknirschend.

Jahre später scheint Glos endgültig seinen Frieden mit seinem politischen Intimfeind Fischer zu machen. Dafür hat er sich ein neues Feindbild bei den Grünen auserkoren. "Menschlich ist mir der Fischer lieber als dieser Jürgen Trittin. Das ist der größte Kotzbrocken, den die Grünen haben", sagte Glos der "Leipziger Volkszeitung". Dieser sei bekanntlich ein "Öko-Stalinist" und habe kein Benehmen.

Trittin wollte die Äußerungen des CSU-Politikers auf Anfrage nicht kommentieren. Anders der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck. „Herr Glos hat nicht das Zeug zum Beauftragten für Benimm und bürgerliche Umgangsformen. Herr Glos beweist mit seinen beleidigenden Äußerungen, dass er kein Kotzbrocken ist, sondern nur, dass er keine Manieren hat“, sagte Beck Handelsblatt Online. „Und wenn niemand in seiner Partei ihn darauf hinweist, zeigt dies nur, dass die bürgerlichen Umgangsformen in der CSU auf den Hund gekommen sind.“

Glos scheidet im Herbst aus dem Bundestag aus. In der kommenden Woche wird er von der CSU mit einem großen Empfang in Berlin geehrt, bei dem unter anderem auch Helmut Kohl anwesend sein wird.

Glos hatte maßgeblich dafür gesorgt, dass im Bundestag der Visa-Untersuchungsausschuss gegen den damaligen Bundesaußenminister Fischer eingesetzt wurde. Mittlerweile setze er sich mit Fischer wieder zusammen, sagte er.

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Trittin - auch bei der Wirtschaft unbeliebt

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  • Jürgen Trittin war als Umweltminister eine Katastrophe.
    Seine Einführung des Einwegflaschen-Pfandes hat sich als
    Flopp und größte Umweltsünde der Nachkriegsgeschichte erwiesen!

  • „Noch nie habe ich die deutsche Nationalhymne mitgesungen und ich werde es als Minister auch nicht tun.“
    Jürgen Trittin

    “Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.”
    Jürgen Trittin

    “Deutschland ist ein in allen Gesellschaftsschichten und Generationen rassistisch infiziertes Land.”
    Jürgen Trittin

  • Trittin ist Steigbügelhalter des Großkapitals.

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