Endspurt im Wahlkampf
Es geht um die Wurst

Die Bratwurst in ihren unterschiedlichsten Varianten ist Deutschlands ureigenes Gericht. Sie erzählt uns viel darüber, wie Politiker auf Volksfesten und Empfängen mit uns Kontakt aufnehmen – und dabei scheitern.
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DüsseldorfSie gehört im Sommer auf jeden Grill in Deutschland. Sie gibt es als Thüringer (die ihr sogar ein Museum widmen) oder Nürnberger. Im Brötchen oder mit Pommes. In Weiß oder in scharfer Currysauce. An ihr hängt das Herz: Dortmunder zoffen sich mit Berlinern (die der Currywurst ebenfalls ein Museum widmen), zoffen sich mit Hamburgern, wer sie als erster zerschnitten und in Sauce getränkt hat. Die Bratwurst. Überall bekannt, auf jedem Volksfest dabei.

Kaum etwas ist so typisch für die Republik und so volkstümlich. In Madrid gibt es gerade auf dem populärsten Markt ein „Merkel-Menü“: Ostdeutsche Bratwurst auf Brot mit mittelscharfem Senf und Bier. Was wenige wissen: Kaum etwas ist bei Politikern so beliebt und gleichzeitig so verabscheut.

Beliebt, denn nicht nur wo gefeiert, sondern auch wo um Wähler gekämpft wird, gibt es sie. Und nach einer feurigen Rede meist auch in die Hand: „Toll Frau Merkel. Wollen sie eine?“ Wie man heißt und von welcher Partei man kommt, ist da egal. Wenn begeisterte Anhänger etwas anbieten, nimmt man es und beißt hinein. Das wissen die Lenker unseres Landes. Zumal es kaum leichter ist, sich volksnah zu inszenieren, als der Deutschen Lieblingsspeisen zu kosten.

Verabscheut, denn: „Der Knackpunkt ist doch: Es ist nicht möglich ist, eine Bratwurst würdig zu essen“, sagt der Journalist und Politikwissenschaftler Constantin Alexander. Sie sei heiß, fettig, komisch geformt, irgendwas tropft. Aleksander ist sozusagen der Spezialist für die Wurst. Hunderte Bilder hat er gesammelt und ausgewertet, mit Fotografen und Politikern gesprochen.

Merkel biss anfangs ungeschickt rein, mitunter gar zu aggressiv, sagt er. Das könne sogar eine ungünstige doppeldeutige Bedeutung bekommen. Doch sie sei souveräner geworden. Anders als dieses Bild von Edmund Stoiber, der den kleinen Finger abspreizt: „Das ist nicht authentisch“. Die Bratwurst, sie ist ein schmaler Grat. Auf jeden Fall darf man sie nicht ausschlagen. Das hat Norbert Röttgen in NRW versucht, das Ergebnis dieser Landtagswahl ist bekannt.

Kommentare zu " Endspurt im Wahlkampf: Es geht um die Wurst"

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  • Zittern um Wählerstimmen bis zum Ende.
    Da schreckt man auch nicht davor zurück in unserer Stadt am heutigen Samstag vor der Wahl jedem Haushalt kostenlos ein superdicke BILD-Zeitung zukommen zu lassen mit lauter WAHL Bla Bla....wer das letztlich wohl wieder finanzieren muss mit seinen Steuergeldern?

    Die Verschwendung muss ein Ende haben....endlich ist dem Wähler eine ALTERNATIVE gegeben - AfD.

  • Es geht um die Wurst? Öhm, bei dem Angebot in der Politik neige ich zum Veggie-Day und wähle die AfD. Denn "Veggie" kann ich mir als Leiharbeiterin eindeutig nicht mehr leisten.

  • Es geht überhaupt nicht um die Wurst, es geht um die besseren Argumente, die leider bei allen Blockparteien mit der Lupe zu suchen sind, genau so wie sich die desaströse Politik der letzten 4 Jahre gezeigt hat. Nun versucht man die Bürger ohne Argumente zu ködern. Und wer das annimmt, kann nur dumm handeln. Die einzigste Partei, die gute und überzeugende Argumente aufbietet, ist die AfD. Und weil diese Argument sehr gut und verständlich sind, gehen alle Blockparteien einem Argumentationswettbewerb aus dem Weg. Das ist höchste Täuschung der Bürger. "Alternativlos und weiter so" sind von gestern. Die Alternative AfD zeigt es klar und deutlich auf. Da passen Programm und fähige Köpfe sehr gut überein. Darum braucht Deutschland die Veränderung mit einer starken AfD. Alle Zweitsimmen sind für unser Land gut angelegt. "Mut zur Wahrheit": AfD.

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