Forsa-Umfrage

Hälfte der Grünen-Anhänger für Merkel als Kanzlerin

Weiterer Nackenschlag für Peer Steinbrück: Angela Merkel schwimmt auf der Sympathiewelle und kann sich dabei sogar der Unterstützung von Grünen-Anhängern sicher sein. Viele sind dafür, dass Merkel Kanzlerin bleibt.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Schleswig-Holstein. Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Schleswig-Holstein.

(Foto: dpa)

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht nicht nur bei den eigenen Anhängern und denen ihres Koalitionspartners FDP hoch im Kurs. Auch fast die Hälfte der Grünen-Anhänger ist dafür, dass Merkel nach der Bundestagswahl im Herbst Kanzlerin bleibt. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von Handelsblatt Online hervor. Die Frage, ob Merkel Kanzlerin bleiben solle, bejahten 45 Prozent der befragten Grünen-Anhänger, 53 Prozent votierten dafür, dass lieber jemand anderes Kanzler werden solle.

In der Gesamtbetrachtung der Umfrage fällt das Ergebnis noch deutlicher zu Gunsten der CDU-Bundesvorsitzenden aus. 57 Prozent der Befragten sind demnach dafür, dass Merkel auch nach der Bundestagswahl Bundeskanzlerin bleibt. Dass lieber jemand anders Bundeskanzler werden sollte, meinen 39 Prozent.

Für Merkel als Kanzlerin für weitere vier Jahre sprechen sich insbesondere Arbeiter (ja: 59 Prozent; nein: 34 Prozent), Beamte (ja: 63 Prozent; nein: 33 Prozent) und Selbständige (ja: 62 Prozent; nein: 38 Prozent) aus. Und auch 92 Prozent der Unions-Anhänger wollen, dass Merkel Deutschland weiter regiert, nur 7 Prozent wollen das nicht. Mit 73 Prozent genießt Merkel in dieser Frage auch bei den Anhängern ihres Koalitionspartners FDP große Zustimmung. Lediglich 19 Prozent könne sich auch jemanden anders als Kanzler vorstellen.

Die Ergebnisse überraschen insofern, als die Mehrheit der Befragten die derzeitige Bundesregierung nicht als die beste Regierung seit der Wiedervereinigung ansieht. 41 Prozent stimmen demnach der Aussage von Merkel, dass die derzeitige Bundesregierung die erfolgreichste Bundesregierung seit der Wiedervereinigung sei, zu. Mehrheitlich (54 Prozent) aber sehen die Befragten dies nicht so. Anders als bei der Kanzlerpräferenz fällt hier auch das Urteil Grünen-Anhänger deutlich aus (ja: 29 Prozent; nein: 66 Prozent)

Zustimmung findet Merkel vor allem bei den Jüngeren: 50 Prozent der unter 30 Jahre alten Bürger sehen in der Merkel-Regierung demnach die erfolgreichste seit der Wiedervereinigung, 36 Prozent verneinen das; bei den Anhängern ihrer eigenen Partei sind 72 Prozent vom Erfolg der schwarz-gelben Regierung überzeigt, nur 22 Prozent sehen das nicht so.

Noch deutlicher fällt das Ergebnis bei der Betrachtung einzelner Berufsgruppen aus. So sehen es Arbeiter (ja: 36 Prozent; nein: 62 Prozent) und Beamte (ja: 20 Prozent; nein: 22 Prozent) in überdurchschnittlichem Maße nicht so, dass die derzeitige Bundesregierung die beste Regierung seit der Wiedervereinigung sei.

Für die repräsentative Umfrage befragte Forsa vom 8. bis 9. August 1.002 Personen.

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14 Kommentare zu "Forsa-Umfrage: Hälfte der Grünen-Anhänger für Merkel als Kanzlerin"

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  • "Hälfte der Grünen-Anhänger für Merkel als Kanzlerin"

    Ist das noch irgendwie verwunderlich, wenn jemand konservative Stimmen systematisch in linksgrüne Politik umwandelt?

  • 1002 wurden befragt..ich kann nicht mehr vor lachen...repräsentativ...ich schmeiß mich weg...!
    Jetzt wird es wirklich Zeit für die Homestory von Merkel!

    Und, was meinst du dazu "Frank3"?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • So ergeht es einer SPD, die längst ihre Seele verkauft hat und sich an die Grünen Kommunisten und Bevormunder kettet. Das kann nicht gut gehen! Die SPD braucht neue Köpfe, neue Antworten auf soziale Gerechtigkeiten, neues Euro- und EU-Denken, eine neue Politik für Deutschland und seine Bürger, eine Erneuerung der abgewirtschafteten Demokratie, neue Idden zum Erhalt der Bürgervermögen und des Bürgerwohlstandes, neue Initiativen für lebenswerte und die Rente absichernde Einkommen der Bürger, die Wiedereinführung der Trennung zwischen Sozialhilfe und Arbeitslosenunterstützung. Nur wenn die alte Dame SPD die ganzen Dinge wieder ins rechte Licht rückt, wird sie neue Chancen bekommen. Die SPD-Basis muss sich gegen die Betonköpfe durchsetzen. Sonst sind schnell weitere 20 Jahre verloren.

  • Wenn Angela Merkel es in 4 Jahren noch hinbekommt Deutschland nach Wichtigkeit aufzuteilen. 60% Wirtschaft
    30 % Bürger 10% Bürokratie, Dann sollte sie Anschliessend
    als erste Frau in das Bundespräsidentenamt wechseln.

    Heute 50%Bürokratie,30% Wirtschaft und 20% Bürger geht nicht mehr lange gut.

    Heute braucht sich Angela Merkel nicht zu rühren,schliesslich machen alle Werbung für Merkel und das sie nie arbeitet kenne ich nur von Grünen. Die eine Hälfte beim Staat,die andere Hälfte beim Jobcenter. Die besser Verdienenden also Staatsbedienstete.

  • eine andere Umfrage hat ergeben, dass sich ca. 75% der deutschen wirtschaftlich "wohl" fühlen und bei dieser Zahl gewinnt der jeweils amtierende Bundeskanzler/in immer.. wichtig wäre es nur, wenn an seiner Seite ein eher "alternativer" Partner wäre..

  • oh, ein Wahlprognostiker! auf Grundlage Kaffeesatz? Das ist sicherlich auch keine schlechtere Basis, als was die Profi-Institute benutzen.

    Hier ist die Prognose der Konkurrenz vom Wahlometer:

    http://wahl-o-meter.com/Willkommen.html

    Konkurrenz belebt das Geschäft. Gilt sicherlich auch bei Wahlprognosen. Die "chancenlose" AfD ist dort übrigens bei knapp 11%. Wird demnach knapp für die Grünen als stärkste Oppositionspartei!

  • Titel: "Hälfte der Grünen-Anhänger für Merkel als Kanzlerin"


    ... kein Wunder, bei der Alternative ... wollte der Schreiber dieser Schlagzeile sicher hören, oder? ;)

    Im Gegensatz zur SPD können die Grünen mit einem Stimmenzuwachs von 3-4% gegenüber der Bundestagswahl 2009 rechnen. Es ist wahrscheinlich, dass sie damit die zweitstärkste Oppositionspartei werden, denn die SPD wird wohl unter einer Kanzlerin Angela Merkel in einer großen Koalition landen.

    Die FDP wird in den Bundestag kommen. Es wird auf jeden Fall genug taktische Wähler geben, die diese Partei über die 5%-Hürde bringen.

    Für die SPD-Wähler bleibt nur zu hoffen, dass die ansonsten chancenlose rechtspopulistische AfD der CDU vielleicht 1-2% der Stimmen abnimmt. Das könnte genau der Teil sein, der eine große Koalition erst notwendig macht.

  • Nach der Wahl kommt in GR der nächste Schuldenschnitt und die nächste Kreditforderung(die natürlich auch nicht bezahlt wird) Kosten für D: 86 Mrd., das sind 30% des Bundeshaushaltes. Mal sehen wie dann die Sympathiewerte aussehen, wenn Steuern drastisch erhöht werden müssen. Noch nie gab es mehr Lug und Betrug in der Politik.
    Blockparteien abwählen - sie sind wahre Alternative für Deppen.

  • Die Grünen Wähler haben Angst vor ihrer eigenen Partei und
    hoffen, dass Angela Merkel solange Kanzlerin bleibt bis der
    Volkskammermässige Vorstand der Grünen abtritt oder entsorgt wird.

    Eine Regierung R/R/G mit Volker Beck zB als Familienminister,
    muss Mütter und Väter in Panik versetzen. Seine Ansichten mit anderen Grünen zu Kleinkindern sind nicht mehr auszulöschen. Auch die Waffenlobby wird sich die Hände reiben, schliesslich haben R/G das Waffengeschäft durch ihre Kriege erst in Gang gebracht.

    Da müssen Grüne Wähler nervös werden, schliesslich ist die Aussage, ich wähle Grün, mittlerweile mit beiden Themen unauslöschbar verbunden. Der Zulauf an Pädophilen
    früher muss enorm gewesen sein und könnte noch anhalten.
    Man weis nie ob die Grünen wenn sie die Mehrheiten haben auf dieses Thema zurück greifen.

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