Forsa-Umfrage
SPD stürzt auf Jahrestief

Weniger als 100 Tage vor der Bundestagswahl fällt die SPD in einer Umfrage auf den tiefsten Stand in diesem Jahr. Noch schlechter steht Peer Steinbrück da. Profitieren können hingegen FDP und Grüne.
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BerlinDrei Monate vor der Bundestagswahl verliert die SPD in einer Umfrage weiter an Zustimmung. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden nur noch 22 Prozent ihre Stimme den Sozialdemokraten geben, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für den Sender RTL und das Magazin „Stern“ hervorgeht. Dies sei ein Rückgang um zwei Punkte. Zugleich falle die SPD das zweite Mal in diesem Jahr auf ihr Jahrestief.

Die Union kommt demnach erneut auf 40 Prozent. Die FDP kann sich um einen Punkt auf sechs Prozent steigern. Die Grünen gewinnen zwei Punkte und klettern auf 15 Prozent. Die Linke sinkt um einen Punkt auf acht Prozent. Sonstigen Parteien erhielten neun Prozent der Stimmen. Unter ihnen befinden sich die Piraten und die Alternative für Deutschland mit je zwei Prozent.

Damit steigen die Chancen von Union und FDP auf eine Fortsetzung ihres Bündnisses. Die Schwäche der SPD spiegelt sich dagegen auch in der Frage wider, wen die Deutschen gerne als Bundeskanzler hätten. Könnten sie ihren Regierungschef direkt wählen, würden nach dem „Stern“-RTL-Wahltrend 58 Prozent für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stimmen, ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Nur 18 Prozent ziehen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück vor (minus zwei). Für die Antwortmöglichkeit „keinen von beiden“ entschieden sich 24 Prozent.

„Die Menschen haben den Eindruck, dass der Kanzlerkandidat und seine Partei keine Einheit bilden“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem „Stern“. Es zeichne sich ab, dass die SPD am Wahlabend einen schweren Stand haben werde. Auch Steinbrücks Kompetenzteam aus Personen, die der Bevölkerung völlig unbekannt seien, hätte das Vertrauen in die Fähigkeiten der SPD nicht verbessert. Forsa befragte zwischen dem 10. und 14. Juni 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Forsa-Umfrage: SPD stürzt auf Jahrestief"

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  • Ja, ich stimme zu, der Bürger hat erkannt, dass er zwischen Rot/Dunkelrot/Grün oder einem bürgerlichen Bündnis entscheiden muss. Er hat verstanden, dass Steinbrück in keinem Fall die Richtlinien der SPD/LINKE/GRÜNE in irgendeiner Weise beeinflussen wird, außer durch seinen Abgang. Der Bürger weiß, dass die Linkskoalition von Wirtschaft = 0 Ahnung haben wird, im Sozialbereich nur die Überschüsse vervespern kann und außenpolitsch ganz Südeuropa incl. Hollandes Frankreich retten wird. Wir schleichen derweil mit 120 auf der Autobahn herum und müssen mehr Steuern bezahlen. Rot/Schwarz wird nicht kommen wegen Gabriel, Nahles und Konsorten. Deshalb muss der Bürger sich entscheiden.

  • Solange die SPD die Grünen als Neunauge am Körper kleben haben, werden sie nicht mal gewählt wenn Brandt wieder auferstehen sollte. Naja,vielleicht noch weniger. Die SPD ist keine Volkspartei mehr mit 20-25% , sondern nur noch Grünes Sprachrohr. Alle in der SPD wissen, dass die Wahl nur mit der Linke zu gewinnen ist. Das weiß Gabriel und Nahles und der Plan mit der Linke zu gehen, liegt im Tresor. Peer Steinbrück wird noch im ersten Ouartal nach der Wahl von Gabriel abgelöst. Die Differenzen zwischen Gabriel und Nahles mit Steinbrück werden explodieren.

  • ...........und ich kann es nicht lassen, zu den Zahlen des Kanzlerkandidaten noch ein paar Worte zu sagen. Ich habe in anderen Foren dieses Blattes das Gleiche geschrieben, was ich nun nachfolgend noch einmal sage.
    Steinbrück spricht keinen Kopf und Bauch an. Er zeigt jetzt in seinem Alter und als Kanzlerkandidat daß, was ihn für den Rest seines Lebens begleiten wird. Er ist kalt, ihm fehlt jegliche menschliche Wärme, er redet sich um seinen Kopf. Weniger wäre mehr. Er kann keine Gefühle zeigen. Panisch hämmert er auf die Menschen ein. Sie spüren, daß er jetzt im Alter das auswetzen muß, was er
    schulisch nicht gebracht hat. Er will mit Macht überzeugen, aber es muß eine andere Macht sein, die mit psychologischem Feingefühl. Er weiß garnicht, was das ist, weil etwas in seinem Körper steckt was Otto uns Erna stören. Beide haben nur ein Gefühl, ein Gefühl für den Menschen, und der kann es nicht, und er wird es nicht, er kann am Wahlabend nach Hause gehen. Und das wird er tun. Ein Job in der Industrie ist ihm sicher, mit hoher Entlohnung. Und daran denkt dieser Mann unaufhörlich. Man spürt es förmlich. Dann soll er es tun. Was gibts noch über ihn? Nix (nichts) mehr. Er ist politisch heute, 3 Monate vor der Wahl erledigt. Gabriel und Steinmeier wissen es auch schon. Es wird ein Desaster in der Parteizentrale an der Wilhelmstr. in Berlin stattfinden. Aber es ist nichts mehr zu retten. Und das Mädel, Endschi, schlicht und ergreifend wird es wieder machen. Sie soll es auch wieder machen. Und sie wird einen fulminanten Sieg einfahren, vielleicht mit absoluter Mehrheit. Auch sie hat Fehler, wer nicht. Ist der Job der Schwierigste der zu vergeben ist. Aber sie strahlt Vertrauen aus. Und sie hat etwas sehr Wichtiges. Sie hat blaue Augen. Man kann in sie hineinsehen. Sie wird dazulernen, sie wird es machen, haleluja. Wie sagte ich? Vertrauen. Ja, dat iset.

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