Handelsblatt-Prognosebörse
AfD-Höhenflug (vorerst) gestoppt

Lange stand die Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) auf der Handelsblatt-Prognosebörse ganz hoch im Kurs. In den vergangenen Wochen musste sie jedoch Federn lassen. Davon profitiert vor allem eine Partei.
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DüsseldorfDer Höhenflug der Anti-Euro-Partei auf der Handelsblatt-Prognosebörse ist zumindest vorerst gestoppt. Am Montag lag die Partei bei etwa 12,5 Prozent. Das ist einerseits klar unter ihrem Bestwert von 29 Prozent am 1. Mai – andererseits liegt der Wert immer noch deutlich über dem Niveau, das die Partei sonst in Umfragen erreicht.

Im ARD-Deutschlandtrend und im ZDF-Politbarometer liegt die Alternative für Deutschland meist zwischen zwei und drei Prozent. Die Handelsblatt-Prognosebörse funktioniert jedoch anders als Umfragen: Auf der Plattform werden die Parteien als virtuelle Aktien gehandelt. So fließen die unterschiedlichen Erwartungen der Teilnehmer über das Abschneiden der Parteien in den Aktienkurs ein.

Am Montag entsprach der Aktienkurs der AfD einer Prognose von 12,5 Prozent. Wer damit rechnet, dass die Partei schlechter abschneidet als dieser Wert, kann die Aktien der Partei verkaufen. Wer andersrum mit einem besseren Ergebnis rechnet, kann zum aktuellen Kurs Aktien kaufen.

Von den Verlusten der AfD in den vergangenen Wochen konnte vor allem die Union profitieren, die am Montag bei 35 Prozent lag. Ihr bisheriger Koalitionspartner FDP kam auf 6,2 Prozent. Damit liegt schwarz-gelb mit zusammen 41,2 Prozent deutlich vor SPD (21,8 Prozent) und Grünen (11,5 Prozent) mit zusammen 33,2 Prozent.

Für eine Regierungsmehrheit würde es dennoch nicht reichen, da sowohl die Linkspartei als auch die AfD mit 6,5 und 12,5 Prozent den Einzug in den Bundestag schaffen. Auch andere Optionen wie eine schwarz-grüne Koalition hätten keine Mehrheit. Rein rechnerisch möglich wäre eine Koalition der CDU mit der AfD. Doch die einzig realistische Option wäre bei diesem Ergebnis eine Große Koalition aus CDU und SPD.

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AfD-Höhenflug (vorerst) gestoppt

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Starke Schwankungen beim Aktienkurs der AfD

Kommentare zu " Handelsblatt-Prognosebörse: AfD-Höhenflug (vorerst) gestoppt"

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  • @ Jannemann
    Dann wären ja die Beamten und Lehrer auch allesamt Kommunisten wie die Grünen. Ich kanns nicht glauben. Ob Ihre Theorie da die Realität trifft? Denken Sie nochmal drüber nach.

  • @ Euro-Payer

    Sie sind ein Träumer, aber gut, hauptsache Sie machen Ihr Kreuz an der richtigen Stelle. Bin seit elf Jahren Mitglied bei den Reps, denen verfassungswidrig die Teilnahme zur BT-Wahl untersagt wurde. Seit sechs Wochen bin ich, ebenso wie einige meiner Kameraden auch Mitglied in der NRW-AfD. Natürlich haben wir angkreuzt nicht Mitglied einer anderen Partei zu sein. Wenn uns die Verfassungsbehörden einen eigenen Wahlkampf untersagt, dann nutzen wir halt einen Trojaner. Und es bleibt dabei die AfD und wir haben deutliche Schnittmengen. Und noch was Sie Träumer, in kleinen Gesprächsrunden haben wir festgestellt, dass die AfD Mitglieder hat die uns näher stehen als umgekehrt.
    [...]
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • David:
    Sie sind geisteskrank. Die AfD ist eine neue demokratische Partei der Mitte. Mit einem Programm, was mehr Mitbestimmung der Bürger fordert. Ihre verlogenen rechten Ansichten braucht keine AfD, weil sie eine Alternative der Vernunft ist. Und die braucht keine rechten Schmarotzer!

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