Handelsblatt Prognosebörse SPD und Union legen im Endspurt zu

Kurz vor der Wahl gibt es noch mal leichte Verschiebungen. Die eurokritische AfD verliert etwas an Boden, schneidet aber deutlich besser ab als in allen Umfragen. Das Ergebnis lässt eigentlich nur eine Koalition zu.
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Beide großen Parteien legen zu – zu Lasten der Kleinen.

Beide großen Parteien legen zu – zu Lasten der Kleinen.

Kurz vor der Bundestagswahl konnten auf der Handelsblatt-Prognosebörse beide großen Parteien etwas Boden gut machen. Die Union kommt auf 32,7 Prozent und hält damit ihren deutlichen Abstand vor der SPD (22,6 Prozent). Ewas Federn lassen musste die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD). Nach wie vor schneidet sie mit 14,26 Prozent jedoch deutlich besser ab als in allen Umfragen.

Verluste hinnehmen mussten auch die Grünen (8,6 Prozent), die seit Ende August unter der 10-Prozent-Marke notieren. Sie liegen nur noch ganz knapp vor der Linkspartei, die sich auf 8,5 Prozent verbesserte. Das Ergebnis ließe im Grunde nur eine Regierungsoption zu: eine Große Koalition. Rechnerische wäre zwar auch ein Bündnis zwischen Union und AfD möglich. Doch diese Option hat Kanzlerin Merkel klipp und klar ausgeschlossen.

In der aktuellen Umfrage des ZDF-Politbarometers hat die regierende schwarz-gelbe Koalition eine hauchdünne Mehrheit. Die Union kommt auf 40 Prozent. Gemeinsam mit der FDP, die bei 5,5 Prozent landet, erreicht sie 45,5 Prozent. Für die SPD werden 27 Prozent prognostiziert, für die Grünen 9 Prozent und für die Linkspartei 8,5 Prozent. Die AfD scheitert nach der Prognose mit 4 Prozent knapp am Einzug in den Bundestag.

In einer Allensbach-Umfrage vom Freitag gibt es hingegen ein Patt. Die Union kommt darin auf 39,5 Prozent, während sich die FDP um einen halben Punkt auf 5,5 Prozent verschlechtert. Ebenso wie das bisherige Regierungslager kommen auch die Oppositionsparteien zusammen auf 45 Prozent. Die SPD erreicht 27 Prozent. Die Grünen verlieren im Vergleich zur vergangenen Woche von elf auf neun Prozent. Die Linkspartei bleibt mit neun Prozent konstant. Die AfD gewinnt einen Punkt und erhält 4,5 Prozent.

Infografik

Prognosebörse Wahlen

Tagesmittelpreise der EIX
Januar-September 2013

( mit der Maus über die Grafik fahren)


Die Prognosebörse zeigt aktuelle Veränderungen im Meinungsbild besonders schnell, weil dort ständig gehandelt wird. Bei der Niedersachsen-Wahl war sie vor allem bei der Vorhersage des FDP-Ergebnisses treffsicher. Damals lag die FDP in den Umfragen vor der Wahl unter 5 Prozent – letztendlich schaffte sie fast 10 Prozent. Auf der Prognosebörse hatte sich der Aufwärtstrend der Liberalen bereits angedeutet: Hier kam die FDP 24 Stunden vor der Wahl auf immerhin 7,1 Prozent.

Eine Schwäche der Prognosebörse liegt darin, dass auf ihr nur mit Spielgeld gehandelt wird. Die Gewinner bekommen attraktive Preise. Wer jedoch weit daneben liegt, erleidet keinen finanziellen Verlust. Dadurch kann es leichter vorkommen, dass einzelne Teilnehmer versuchen, die Kurse zu beeinflussen. Alle Teilnehmer können, wenn sie die aktuellen Werte für unrealistisch halten, dagegen spekulieren. So kann es zu stärkeren Kursschwankungen kommen.

Starke Schwankungen bei der AfD

Ein krasses Beispiel dafür ist der Kurs der AfD. Am 1. Mai entsprach er zeitweise einer Prognose von 29 Prozent. Ein solches Ergebnis dürften selbst kühnste AfD-Fans für unerreichbar halten. Inzwischen hat sich der Wert jedoch den Umfrageergebnissen angenähert.

Weltweit gibt es Prognosemärkte zu ganz unterschiedlichen Themen: Zur Vorhersage von Grippeausbrüchen oder von Umsatzzahlen von Unternehmen. Sie alle haben letztendlich das Ziel, vorhandene Informationen optimal zu nutzen.

Die Teilnahme an der Handelsblatt-Prognosebörse ist kostenlos, erfordert allerdings eine Registrierung, damit Ihre Handelsaktionen Ihrem Konto zugeordnet werden können. Sie können erst handeln, wenn Sie eingeloggt sind. Die Gewinner bekommen attraktive Preise.

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42 Kommentare zu "Handelsblatt Prognosebörse: SPD und Union legen im Endspurt zu"

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  • Können Sie bei solchen Beiträgen nicht immer dazu schreiben, was Sie von Beruf sind und woher Sie Ihre wirtschaftlichen Kenntnisse haben? Ich vergleiche immer gern die Kompetenz des Schreibers mit der von Prof. Lucke und der anderen Kapazitäten der AfD.

  • Hi Peter,

    I did not read this book yet. I looked for critics in the Web. I found this page and ask you about your opinion.

    http://www.garynorth.com/public/department141.cfm

    Best wishes
    Volker


  • Jetzt gibt es das Buch "web of debt" auch in der deutschen Sprache!
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    Hi Volker,

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    Regards Peter

    http://www.webofdebt.com/

    http://www.epubbud.com/book.php?g=7BBXJCJR

  • @Mister Dalton
    Lesen Sie noch einmal den Kommentar von @Wboehme genau durch!
    „Warum haben alle "Angst" vor der AFD? Diese Partei wird mit etwas Glück den Sprung ins Parlament schaffen. Herr Luke ist bisher nicht als Kanzlerkandidat aufgetreten. Und dennoch wird eine gewaltige Medienkampagne gegen diese kleine Oppositionspartei gestartet! Derartiges ist mir bei den Piraten oder er Linken nicht aufgefallen.
    ...
    Wäre das angesichts unserer Altparteien mit ihrem Hang zum großen Konsens (ESM, NSA etc.) oder gar programmatischen "Alternativlosigkeit" nicht Grund genug diese kleine Opposition zu unterstützen?“
    ---------------------------------------

    Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben, den Wählern noch kurz vor der Wahl viel Angst zu machen vor der „Alternative für Deutschland“.
    Im Stil und der Manier eines guten Versicherungsvertreters wählen Sie die psychologische Technik des „Fear Appeals“ um unkritische Leser zu überzeugen.

    http://www.online-persuasion.com/fear-appeals-as-online-persuasion-boosters/

    Ihre Argumente wurden schon oft ins Feld geführt und sind allesamt widerlegt. Die Alternative für Deutschland hat sich außerdem für einen „peacemeal approach“ ausgesprochen, d.h. mögliche politische Änderungen werden nach fachkundiger Abwägung aller Vor- und Nachteile behutsam erfolgen und nicht wie Sie oben den Lesern glaubhaft machen wollen.

    Professor Lucke und sein Team sind gutausgebildete Spezialisten in ihrem Fachgebiet. Ich gebe Ihnen deshalb die höfliche Empfehlung, weniger Westernfilme zu schauen und sich an eine Geschichte von Mark Twain aus Ihrer Schulzeit zu erinnern. Dann wird ihnen klar werden, warum die Politiker in Berlin, die die Eurorettung bis jetzt verpfuscht haben (gelinde gesagt) jetzt „ihren Hut nehmen“ sollten.

    Was hat die Eurorettung mit der Reperatur einer Taschenuhr zu tun?

    http://www.yolanthe.de/stories/twain02.htm

  • @Mister Dalton
    Lesen Sie noch einmal den Kommentar von @Wboehme genau durch!
    „Warum haben alle "Angst" vor der AFD? Diese Partei wird mit etwas Glück den Sprung ins Parlament schaffen. Herr Luke ist bisher nicht als Kanzlerkandidat aufgetreten. Und dennoch wird eine gewaltige Medienkampagne gegen diese kleine Oppositionspartei gestartet! Derartiges ist mir bei den Piraten oder er Linken nicht aufgefallen.
    ...
    Wäre das angesichts unserer Altparteien mit ihrem Hang zum großen Konsens (ESM, NSA etc.) oder gar programmatischen "Alternativlosigkeit" nicht Grund genug diese kleine Opposition zu unterstützen?“
    ---------------------------------------

    Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben, den Wählern noch kurz vor der Wahl viel Angst zu machen vor der „Alternative für Deutschland“.
    Im Stil und der Manier eines guten Versicherungsvertreters wählen Sie die psychologische Technik des „Fear Appeals“ um unkritische Leser zu überzeugen.

    http://www.online-persuasion.com/fear-appeals-as-online-persuasion-boosters/

    Ihre Argumente wurden schon oft ins Feld geführt und sind allesamt wiederlegt. Die Alternative für Deutschland hat sich außerdem für einen „peacemel approach“ ausgesprochen, d.h. mögliche politische Änderungen werden nach fachkundiger Abwägung aller Vor- und Nachteile behutsam erfolgen und nicht wie Sie oben den Lesern glaubhaft machen wollen.

    Professor Lucke und sein Team sind gutausgebildete Spezialisten in ihrem Fachgebiet. Ich gebe Ihnen deshalb die höfliche Empfehlung, weniger Westernfilme zu schauen und sich an eine Geschichte von Mark Twain aus ihrer Schulzeit zu erinnern. Dann wird ihnen klar werden, warum die Politiker in Berlin, die die Eurorettung bis jetzt verpfuscht haben (gelinde gesagt) jetzt „ihren Hut nehmen“ sollten.

    Was hat die Eurorettung mit der Reperatur einer Taschenuhr zu tun?

    http://www.yolanthe.de/stories/twain02.htm

  • Zitat : SPD und Union legen im Endspurt zu

    - bei der Wiedervereinigung hat man den SOLI eingeführt ( sollte für 2 Jahre herhalten ), um den Landsleuten aus dem Osten zu helfen.
    Nun ist es eine Dauereinrichtung geworden. Das Volk hat auch das zähneknirschend zugelassen.

    - bei der €- Einführung hat man erst mal unseren Lebensstandard um 40 % fast halbiert. Das Volk hat auch das zähneknirschend zugelassen.

    - in der €-Zeit gaukelt man uns eine Inflationsrate von 1-2 % vor. Tatsächlich liegt die Teuerung bei 7-10 % !! Und das schon über 10 Jahre. Das Volk lässt auch das zähneknirschend zu.

    - und nun bezahlen wir einen "verdeckten" SOLI für den Club-Med. Wir sehen es nicht mehr ein, und wollen es auch nicht mehr akzeptieren !

    - vor der Tür steht der Club-Ost. Er will auch einen SOLI von uns...auf Lebzeiten.

    ES IST GENUG ! Stoppt den AUSRAUB des Landes und das Treiben unserer Gesellschaft in die ARMUT !

    Weg mit den Schmarotzer und Abzocker der Einheitspartei

    CDU(SED) / SPD / FDP / LINKE / GRÜNE !!!!!

    Alternativ wählen !


    AfD ♥===> ALLIANZ für DEUTSCHLAND und unsere Zukunft !

  • Sie vermischen die Meinung eines Kommentators mit den Ansichten und Strategien der AfD! Erst lesen!

  • zu Analytiker: Viel Grundwissen scheint Ihren "Analysen" ja nicht zu Grunde zu liegen! Jawohl, die AfD wird dieses vor dem Bankrott und totalen Ausverkauf durch eine Pro-EURO-und-NWO-Elite mit Hilfe der Vasallen namens GG-Organe nicht wirklich retten. Aber schon allein das Signal, es gibt im Schlafmichel-DEU noch Bürger, die der alternativlosen Abschaffung unseres Heimatlandes und seiner Ausplünderung was entgegenstellen wollen, wird die Parteibuch-Parasiten im BuTag und BuReg. in Panik versetzen! Man könnte es auch anders beschreiben: Unser Land steht eigentlich an einem Punkt, an dem die Umsetzung des Art.146 GG mit Hilfe des Art.20(4)GG höchste Priorität hätte! Dazu muß man kein Rechtspopulist oder -extremer sein, um zu der Erkenntnis zu gelangen

  • Laut Wetterbericht ist der Montag einer schöner Tag.
    Der Himmel wird blau sein. lol

  • Ich hatte erwartet, dass die Kurse für die AfD in der Prognosebörse nun kurz vor Schluss etwas nach unten gehen. Bislang ist das nicht geschehen, dafür geht die FDP nach unten. Vielleicht liege ich mit meiner Einschätzung falsch. Aktuell (8:50 Uhr) sieht es so aus:

    CDU/CSU 32,21 %
    SPD 23,15 %
    FDP 5,86 %
    Grüne 8,05 %
    Linke 8,96 %
    Piraten 2,27 %
    Sonstige 3,95 %
    AfD 15,55 %

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