Koalitionsverhandlungen
Grüne sind für Gespräche mit Union offen

Die Grünen richten auf ein Gespräch mit der Union ein, stehen einer gemeinsamen Regierungsbildung aber noch immer skeptisch gegenüber. Das Gerangel um die künftige Fraktions- und Parteiführung geht weiter.
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BerlinMit der Formulierung erster Bedingungen richten sich die Grünen auf Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung ein. Zudem kündigten sie an, im Fall von Koalitionsverhandlungen neue Köpfe in die Delegation aufzunehmen. Was die Chancen von Schwarz-Grün angeht, überwog aber am Freitag bei einem Treffen der Landes- und Bundesspitzen sowie des Parteirats der Grünen die Skepsis. Intern waren sie bemüht, Streit über die Neubesetzung ihrer Führung in Partei und Fraktion klein zu halten.

Parteichef Cem Özdemir nannte am Rande des Treffens eine klare Orientierung der Politik am Prinzip der Nachhaltigkeit als Bedingung für eine Regierungsbeteiligung. „Wir können nicht eine Politik machen, die die CO2-Emissionen hochtreibt.“ Zudem stellte er klar: „Die Gespräche werden ernsthaft geführt.“

Bundesumweltminister Peter Altmaier hat die Grünen zu Gesprächen aufgefordert. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter verteidigte der CDU-Politiker am Freitag die Klimapolitik der schwarz-gelben Koalition. Der Klimaschutz könne aber besser werden, erklärte Altmaier als Antwort auf Kritik von Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin. „Lassen Sie uns darüber in den Sondierungs- und Koalitionsgesprächen reden.“

Falls es zu Koalitionsverhandlungen komme, würde die Delegation der Grünen auch um Vertreter der Länder und einen neuen Fraktionsvorstand erweitert, kündigte Özdemir an. Es blieb dabei, dass Özdemir, die scheidende Parteichefin Claudia Roth sowie die Spitzenkandidaten des Wahlkampfs, Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin, wohl die Sondierungen führen würden.

Özdemir sprach von einem hohen Maß an Skepsis über Schwarz-Grün. Roth sagte, die Grünen ließen sich von der SPD nicht den schwarzen Peter zuschieben: „Die SPD hat die Aufgabe zu entscheiden: Sind sie koalitionsbereit? Und wir entscheiden für uns.“

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  • Eine Melkerin, die auch mal Briefzustellerin war, wie Fr. Lemke, ist GENAU das, was das Deutsche Volk gerade braucht.
    Noch besser einen depperten Türken, der genau den deutschen Sachverstand trifft.
    Volltrottel, die Grünen.

  • „Es geht nicht um Recht oder Unrecht in der Einwanderungsdebatte, uns geht es zuerst um die Zurückdrängung des deutschen Bevölkerungsanteils in diesem Land.”“Deutsche sind Nichtmigranten, mehr nicht!” "Türkei ist zweite Heimat für mich, ich mach seit 20 Jahren Türkeipolitik" Claudia Roth, Bündnis90/Die Grünen Vorstand der Bündnis90/Die Grünen von München „Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.” Rezension zu Joschka Fischers Buch "Risiko Deutschland" von Mariam Lau „Deutsche Helden müsste die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen.“ Joschka Fischer, Bündnis90/Die Grünen „Die Frage, [ob die Deutschen aussterben], das ist für mich eine, die ich an allerletzter Stelle stelle, weil dieses ist mir, also so wie sie hier gestellt wird, verhältnismäßig wurscht.“ Renate Schmidt, SPD und Bundesfamilienministerin, am 14.3. 1987 "Moscheen werden Teil unseres Stadtbildes sein." Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin in der FAZ vom 18.September 2010 “Deutsche sind Nichtmigranten, mehr nicht!” "Türkei ist zweite Heimat für mich, ich mach seit 20 Jahren Türkeipolitik" Claudia Roth, Bündnis90/Die Grünen „Noch nie habe ich die deutsche Nationalhymne mitgesunden und ich werde es als Minister auch nicht tun." Jürgen Trittin, Bündnis90/Die Grünen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 02.01.2005Am Nationalfeiertag der Deutschen ertrinken die Straßen in einem Meer aus roten Türkenflaggen und ein paar schwarzrotgoldenen Fahnen. Claudia Roth, Bündnis90/Die Grünen, Wunschvision zum Tag der Deutschen Einheit, Artikel in der Welt am Sonntag vom 6.Februar 2005 „Es geht nicht um Recht oder Unrecht in der Einwanderungsdebatte, uns geht es zuerst um die Zurückdrängung des deutschen Bevölkerungsanteils in diesem Land.” Vorstand der Bündnis90/Die Grünen von München"Deutsche Nation, das ist für mich überhaupt nichts, worauf ich mich positiv beziehe - würde ich politisch sogar bekämpfen." Franziska Drohsel, S

  • Es blieb dabei, dass die Sondierungen
    wohl von Özdemir, der scheidenden Parteichefin Claudia Roth sowie den Spitzenkandidaten des Wahlkampfs, Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin, geführt würden.
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    Trittin ? Ausgerechnet Trittin !!!
    Trittin ist die "Schlüsselfigur " er hat seine unterschrift unter das Schmuddelpapier gesetzt , er hat den Wahlkampf zu verantworten , er hat das Ergebnis zu verantworten , er hat die Konsequenzen zu ziehen . Das was er uns gezeigt hat ist unwürdig ja sogar lächerlich , er hält sich an jedem Strohhalm fest , er glaubt dass man ihm das durchgehen lässt und beim nächsten mal machen wir das besser ..... Es gibt kein nächstes mal Herr Trittin , sie haben nicht nur ihre Wähler für dumm verkauft , ihre Arroganz ist uns nicht mehr zu zumuten , verabschieden sie sich von ALLEN Ämtern und von allen Auftritten in den Europäischen Medien .Sie haben ihre Chance gehabt und sie haben sie verspielt ....

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