Kurz vor der Wahl

Patt zwischen Regierung und Opposition

Wären heute Wahlen, gäbe es ein Unentschieden zwischen Regierung und Opposition. Union und FDP sowie SPD, Grüne und Linke kämen jeweils auf 44 Prozent. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage hervor.
Update: 17.09.2013 - 10:54 Uhr 18 Kommentare
Regierung und Opposition sind laut einer Forsa-Umfrage gleichauf. Doch ginge es nur um den Kanzlerkandidaten, könnte Angela Merkel sich ihrer Sache sicher sein: 53 Prozent der Deutschen würden sie wählen. Quelle: dpa

Regierung und Opposition sind laut einer Forsa-Umfrage gleichauf. Doch ginge es nur um den Kanzlerkandidaten, könnte Angela Merkel sich ihrer Sache sicher sein: 53 Prozent der Deutschen würden sie wählen.

(Foto: dpa)

BerlinWenige Tage vor der Bundestagswahl liegen die schwarz-gelbe Koalition und die drei Oppositionsparteien in der Wählerstimmung exakt gleichauf. Im Forsa-Wahltrend des Magazins „Stern“ und des Senders RTL vom Dienstag erhalten Union und FDP gemeinsam 44 Prozent - SPD, Grüne und Linke gemeinsam ebenfalls.

Die Union kommt unverändert auf 39 Prozent. Die FDP büßt in der bis zum Tag nach der verlorenen Bayern-Wahl laufenden Umfrage einen Punkt auf 5 Prozent ein. Der SPD wollen unverändert 25 Prozent der Bürger ihre Stimme geben. Gleichfalls wie in der Vorwoche entfallen 10 Prozent auf die Linke und 9 Prozent auf die Grünen, die damit bei diesem Umfrageinstitut erneut im einstelligen Bereich liegen.

Rechnerisch möglich wären nach den Forsa-Zahlen derzeit nur eine große Koalition (zusammen 64 Prozent) oder ein schwarz-grünes Bündnis (48 Prozent). Die euro-kritische Partei Alternative für Deutschland verharrt bei 3 Prozent, ebenso wie die Piraten.

Die Mehrheit der Deutschen möchte, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter regiert. Wenn sie ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich laut Forsa 53 Prozent für die CDU-Chefin entscheiden (plus 1 im Vergleich zur Vorwoche). 26 Prozent ziehen den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück vor. 21 Prozent wollen weder Merkel noch Steinbrück als Regierungschef.

Forsa befragte vom 10. bis zum 16. September 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten.

Die deutschen Mittelständler hoffen auf ein Weiterregieren von Union und FDP. Fast 60 Prozent der Firmenchefs wünschten sich eine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), heißt es in einer Umfrage unter 3.000 Betrieben des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), die Reuters am Dienstag vorlag. „Frau Merkel bekommt vom Mittelstand ein gutes Zeugnis. Jeweils ein Drittel der Unternehmer bewertet die Arbeit der Bundesregierung mit den Schulnoten 'befriedigend' und 'gut'“, sagte BVMW-Präsident Mario Ohoven. „Eine große Koalition aus Union und SPD wollen 17 Prozent.“ Nur sechs Prozent trauten Rot-Grün eine mittelstandsfreundliche Politik zu.

Den größten Handlungsbedarf für die neue Bundesregierung sehen die Unternehmer laut Umfrage bei Energie, Steuern, Bildung und Bürokratieabbau. „Als allererstes müssen Betriebe und Bürger durch eine Senkung der Stromsteuer entlastet werden“, forderte Ohoven. Denn mehr als die Hälfte des Strompreises gehe auf das Konto des Staates. Zudem sollte der Solidaritätszuschlag abgeschafft werden. Dank Rekordeinnahmen beim Fiskus sei genügend Geld für Steuerentlastungen vorhanden.

  • dpa
  • rtr
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18 Kommentare zu "Kurz vor der Wahl: Patt zwischen Regierung und Opposition"

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  • Die Grünen wollen aus den Menschen primitive dressierte Affen machen. Alle fassen sich gegenseitig in die Unterhose und "gebt das Haschisch frei" sagt Ströbele. Die Kinder verden schon früh moralisch verdorben,damit alle Barrieren gebrochen sind um eine "wertefreie Erziehung" die Gleichmeierei möglich macht. Alles ist egal und alle sind abhängig von Staatsfürsorge. Dummes Fussvolk wollen sie aus uns machen als latente Deutschen-Hasser ...

  • "Pädophilie-Verstrickung belastet grünen Wahlkampf"

    .... weshalb gibt es denn bei diesem Beitrag seitens des HB keine Kommentarfunktion??? ;)

  • Das "Bauchgefühl" des dooofen Michel ist berüchtigt. Es ergibt sich aus den aktuell "gefühlten" Einschätzungen der Parteien und ihrer Akteure. Was vor einigen Wochen noch einen Aufschrei hervorgerufen hätte, ist plötzlich nicht einmal einen Blick wert. Statt sich aus Fakten ein fundierte Meinung zu bilden wird das Kreuzchen von den 40 % Unentschlossenen nach gerade gefühlter Laune gesetzt, nur um sich nach der Wahl wieder darüber zu ärgern, wie Blöde man war.

  • Hier noch die neueste INSA-Umfrage, in der Darstellung der DWN:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/wp-content/uploads/2013/09/btw-sep09.jpg

    Besonders treffend dargestellt das Ergebnis der AfD.

  • @ Uli,
    verwalten hat doch nichts mit regieren zu tun. Im übrigen braucht es keine Will, einen Jauch oder Plasberg um sich ein Bild über die Leistungsschwäche der jetzigen Regierung zu machen. Regieren bedeutet entstehende Ungerechtigkeiten zu beheben und entgegen zu steuern. Da geht diese Regierung aber nicht ran, und ist damit zufrieden dass die Lobbyisten ihre Interessen durchbringen, und weiterhin auf Wolke sieben schwimmen. Die Politik von Schwarz/gelb ist so, geht es den oberen gut und den Beamten dann wird es schon reichen dass Volk zu beruhigen.
    Will Frau Merkel tatsächlich die nächsten vier Jahre so weiter wurschteln.
    Unter der jetzigen Regierung hat man keine Hoffnung dass etwas mehr wir Gefühl aufkommt. Es ist ein reines Zweiklassensystem bei Rente, Gesundheit und Pflege, Familienbetreueung, Löhnen. Für die einen gibt es gut gefüllte Kassen und Versorgung, für die anderen wird das nötigste verteilt. Hoffentlich bricht das System nicht bald auseinander. Immer mehr Armut ist nicht zu übersehen.
    Klar, es muss Unterschiede in der Bezahlung sein, und jeder muss nach Leistung bezahlt werden. Es darf aber nicht sein, dass es extra Versorgungssysteme für Besserverdiener, Beamte
    bei Krankenkassen und Rente gibt. Entweder gibt es in guten Zeiten für jeden was zu verteilen, und in schlechten Zeiten für keinen. Aber nicht für die einen ist immer gesorgt und bei den anderen ist es ein Wohlwollen von Politik und Parteien ohne Verlässlichkeit und Planbarkeit.

  • @Rene

    Gute Oppositionsarbeit ist, nicht in allen Fragen mit der Regierung zu stimmen, vor allem nicht in solchen, die Verträge und Gesetze brechen. Leider hatten wir in den letzten 4 Jahren in wichtigen Frage KEINE wirkliche Opposition (außer vielleicht tatsächlich der Linken).
    Das Parlament wurde von der Exekutive völlig vereinnahmt, die derzeitigen Blockparteien-Abgeordneten zu reinen Pfötchenhebern disqualifiziert.

    Es ist an der Zeit, daß etwas frische Luft durch dieses miefige Parlament weht. ALTERNATIVEN zu den BLOCKparteien sind gefragt. Die AfD hat eine gute Chance das bequeme Leben der Etablierten zu beenden. Das Wahlometer sagt knapp 11% voraus.

    http://wahl-o-meter.com/Willkommen.html

    Das wäre eine SCHALLENDE OHRFEIGE für die Blockparteien, die man bis nach Brüssel hören würde und hinein in die Führungsetagen der Großbanken.

  • Das kommt davon, wenn man den Wählern nichts zur Zukunft Europas sagen will. Wer den Souverän, das Volk, für zu blöd hält, der hat nichts anderes verdient.
    Alle Parteien scheinen einig, die Europapolitik aus dem Wahlkampf heraushalten zu wollen. Dabei geht es da um ganz andere Beträge als beim Thema Renten oder Steuern. Den Bürgern wird vorgemacht, alles sei erledigt.

    Was meint die CDU damit, dass sie in Europa ein Umschuldungsverfahren entwickeln will für die Staaten, die ihre Schulden nicht mehr tragen können? Sollen Zinslasten der betroffenen Staaten verringert, die Zahlungsfristen verlängert werden? Das kann ja Sinn machen, aber warum sagt es niemand klar und deutlich?

    Noch schlimmer bei der SPD: Europa kommt gerade mal als vorletztes Thema auf vier Seiten vor. Demnach soll die Europäische Kommission zur Regierung ausgebaut werden mit gemeinsamer Wirtschafts- und Sozialpolitik. Neuer Kommissionspräsident soll ja SPD-Mann Martin Schulz werden.

    Das Thema "gemeinsame Haftung" darf laut SPD-Programm kein Tabu bleiben und es soll einen "Schuldentilgungsfonds" geben (das unbeliebte Wort Eurobonds wird vermieden).
    Vieles wollte die SPD ja mit der Finanztransaktionssteuer finanzieren, die aus rechtlichen Gründen wohl weg fällt. Und nun? Kein Wort dazu. Von wegen Steinbrück = Klartext.

    Wie wäre es mal mit offenen Worten?

  • Vielleicht sollte Niebel sich noch mal auf seinen Afganischen Teppich setzen und ein paar runden über das Bundesgebiet fliegen und dafür werben , dass er Familienfreundlich und Kamaratschaftlich ist und Arbeitsplätze in seinen Ministerium geschaffen hat. Die FDP ist wie man gestern wieder im Fernsehen gesehen hat immer bereit unter der Decke der Medien, Klüngelpolitik zu machen und wenn mal was auffliegt, stellt man sich doof. Das die FDP gebraucht wird ist Bundespolitisches Übel, daher hoffen alle auf eine neue Partei, die National Treu ist, Sozialwirtschaftlich denkt, für ein liberales gewolltes Europa der Menschen kämpft.

  • Wer wirklich in der Realität lebt weis wss die Regierung Merkel geleistet hat, und ds brauche ich weder Presse, noch andere Medien dazu, sie hat Deutschland nichts gegeben, sie ruht sich aus, auf einer sehr guten Vorlage von Gerhard Schröder und det letzten großen Koalition, daher kommen ihre ach so schönen Zahlen. Sie hat 4 Jahre Zeit gehabt um das auszubauen, hat sie aber nicht. Für mich steht fest wir brauchen jetzt einen Kanzler der nicht nur dss äußere schminkt, sondern skch wirklich unserer Probleme annimmt. Deswegen wähle ich Peer Steinbrück
    ps. das Problem mit den Medien, daß sie Einseitig berichten, gibts auch für die Anderen Parteien

  • Lieber Uli,

    Sie haben vollkommen recht, dass die momentane Bundesregierung extrem viel erreicht hat und trotzdem keine Anerkennung erhält. Die FDP hat als Juniorpartner der über die letzten Jahre 5 Ministerien geführt und viel dazu beigetragen, dass es Deutschland besser geht als vor vier Jahren! Der deutsche Wähler muss anerkennen, wie wichtig die FDP in der letzten Legislaturperiode war! Auch "SayTheTruth" kann nicht darüber hinwegtäuschen, wenn er den schwarz-gelben Wähler, übrigens in jedem seiner Beiträge, als Lemming beschmipft. Er kennt sich ganz offensichtlich besser mit Wühlmäusen aus, als mit Politk.

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