Lindners „Projekt 2017“ Mit alten Grundsätzen zu neuen Höhen

Er soll die FDP wieder aufrichten: Christian Lindner, Chef der FDP in Nordrhein-Westfalen. Von Düsseldorf aus will der erst 34-Jährige die abgewählte Traditionspartei erneuern. Heute verriet er, wie er das machen will.
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Der Wahlschlappe will Lindner entschlossen entgegentreten. Am Sonntag kündigte er an, für den Posten des Bundesvorsitzenden der FDP zu kandidieren. Quelle: dpa

Der Wahlschlappe will Lindner entschlossen entgegentreten. Am Sonntag kündigte er an, für den Posten des Bundesvorsitzenden der FDP zu kandidieren.

(Foto: dpa)

DüsseldorfEr ist der letzte Hoffnungsträger der Liberalen: Christian Lindner. Nachdenklich, die linke Hand tief in der Hosentasche vergraben, schreitet er am Dienstag zur Pressekonferenz im NRW-Landtag in Düsseldorf. „Wir sind im politischen Ausnahmezustand“, sagt der 34-Jährige mit ernster Miene vom Podium aus. Dabei formt er die Spitzen des Daumen- und Zeigefingers zu einem Ok-Zeichen. Es scheint als wolle er sagen: „Mit mir wird alles gut!“.

Nach der historischen Wahlniederlage am Sonntag hatte Lindner angekündigt, als Parteichef zu kandidieren. An diesem Dienstag ist der FDP-Landesvorsitzende für Nordrhein-Westfalen nun in Düsseldorf vor die Presse getreten, um seinen Anspruch zu untermauern. In der NRW-Landeshauptstadt, der Bastion seiner Macht. Von hier aus will er nun die Partei erneuern, kündigt der blonde Hoffnungsträger an. Der Grund: „Wir sind im politischen Ausnahmezustand“.

Immerhin, Lindner ist ein Jungspund im politischen Geschäft. Vor einem Jahr hatte er die NRW-Fraktion der Liberalen trotz miserabler Umfragewerte mit 8,6 Prozent in den Landtag geführt. Sein Ansehen stieg, seine rhetorische Stärke in etlichen Talkshows half ihm ebenfalls. Nun will er die FDP zu neuer Stärke führen und spricht vom „Projekt 2017“. „Die FDP ist eine wichtige, traditionelle deutsche Partei, die nicht mehr im Bundestag vertreten ist“, sagt Lindner und hebt mahnend den Zeigefinger. „Übergangsweise“, fügt er dann noch hinzu und lächelt. Dazu die obligatorischen Bartstoppel – vielleicht möchte er damit etwas älter wirken.

Nun soll die FDP also erneuert werden. Dafür will Lindner Zeit: „Das Projekt 2017 ist ein Marathon, kein Kurzstreckenlauf“, betont er. So richtig erneuern will er aber auch nicht, die Grundsätze der FDP seien auf dem aktuellen Stand und absolut tragfähig. Vor allem die „verwaiste gesellschaftliche Mitte“ wolle man anpacken. Mehrmals bezieht sich Lindner dann auf die historischen Errungenschaften der Liberalen: Soziale Marktwirtschaft mit Ludwig Erhard, die Ostpolitik mit Willy Brandt und die deutsche Einheit mit Helmut Kohl. Wo Lindner mit der FDP künftig hin will, bleibt – auch auf Nachfrage – offen.

Der Erfolg der eurokritischen AfD sei nicht der Grund für das Debakel vom Sonntag: „Wir haben zwei Millionen Wähler an die CDU verloren“, sagt Lindner. „Daher werden wir den AfD-Wählern nicht hinterherlaufen.“ Aber auch das: nicht neu.

Dafür bleibt vor allem noch etwas anderes offen: das Personal, mit dem Lindner das Projekt 2017 realisieren will. Man brauche entschlossenes, überzeugendes und vielfältiges Personal – immerhin, mit Wolfgang Kubicki, FDP-Landeschef von Schleswig-Holstein, habe er gesprochen und „ihn eingeladen mitzuwirken.“ Auf die Frage, wer Generalsekretär wird, sagt er: „Dieser Versuchung gebe ich jetzt nicht nach. Jedenfalls wird es niemand aus Kiel“, sagt Lindner und blickt zufrieden in die Runde. Er weiß, dass vor einigen Minuten Kubickis Sprecherin in Kiel mitteilte, dass dieser nicht für den Posten des Generalsekretärs zur Verfügung stehe.

Dass Kubicki und Lindner oben mitspielen werden, scheint klar. Unklar bleibt, was die beiden spielen werden – und wohin es die Liberalen führen wird.

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20 Kommentare zu "Lindners „Projekt 2017“: Mit alten Grundsätzen zu neuen Höhen"

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  • Tja, Westerwelle hat seinerzeit nicht im Sinne der Bilderberger für den Angriff auf Lybien gestimmt. Deswegen gab's den "#Aufschrei" gegen die FDP, und deswegen musste er wohl gehen. Dann hat man Lindner eingeladen, und wohl gebrieft.

    Trittin muss wohl auch was falsch gemacht haben, sonst hätten sie ihn nicht auch fallengelassen.

    Und Lucke konnten sie noch nicht begutachten - deswegen gab's ein paar Zehntelprozent zu wenig.

  • Zitat: "Die FDP war, ist und bleibt die Partei für die Elite Deutschlands; Gewinnertypen mit dem Sieger-Gen und einem 7-stelligen Jahreseinkommen - also die Leistungsbürger der Gesellschaft. So einfach ist das. Over and out ! "

    Ja, die Gewinnertypen mit dem Sieger-Gen haben wir bei der Wahl jetzt gesehen. Einige von denen werden sich jetzt vlt. wünschen mehr für die so verachtete "Unterschicht" getan zu haben, weil sie dort jetzt ggfs. landen. Die FDP hatte gute Politiker ohne Frage, nur die sitzen seit ca. 20 Jahren im Ruhestand.

    Wie dumm muss man eigentlich sein, wenn man der Meinung ist, dass man als Partei Politik nur für eine bestimmte Schicht machen darf? Dies ist aber zugegeben kein Einzelproblem der FDP dies haben alle Parteien. Sie nehmen das Volk nicht mit sondern operieren dagegen.

    Was wir heute sehen - nicht nur in D. - sind Politiker, die nur den Interessen ihres Kto.-Standes sowie 5-Min.-Ruhm folgen und von daher Lobbiismus Tür und Tor öffnen. Man nennt es fälschlicherweise Netzwerk. Nur ein echtes Netzwerk <b>DIENT allen Menschen</b> und nicht nur einer geringen %-Zahl. Wo dient die heutige Politik allen Menschen .... nirgendwo. Ganz im Gegenteil, sie betätigen sich - natürlich als Demokraten - als Knastwächter. Solange Politiker nicht begreifen, dass sie der Diener der Menschen sind, wird der große Knall irgendwann nicht ausbleiben.

    Wenn es den Menschen gut geht, gibt es Zufriedenheit und auch wieder Innovationen, es ist der Menschheit dann egal wer sie regiert. Heute leben 7 MRD Menschen auf diesem Planeten, davon aber 95% teils schlechter als wir Tiere halten. Einfach nur beschämend.

    "Finis coronat opus" oder ganz anders ausgedrückt "abgerechnet wird zum Schluß"

  • FDP-Lindner kann wieder ein "Phantasie-Programm" der Liberalen entwerfen - die Bürger sollen auf neue "Visionen" wieder hereinfallen - em Ende landen Sie wieder als Bettvorleger in einer Koalition und bringen doch nichts durch !!!

    Wie oft soll dieses absurde Theater noch veranstaltet werden ? FDP das ist Wirtschafts-Lobby, wo Leute sich "satt" verdienen wollen an Pensionen und "Lobby-Lohn". Für die Bürger aber kostet sie nur Geld und "verarscht" sie wieder und wieder ...... weg damit !

  • Der Christian ist der richtige Mann. Jung, dynamisch, gutaussehend und extrem erfolgreich. Er wird das FDP Schiff wieder auf den richtigen Kurs bringen, und zu neuen Höhen treiben.

    Die FDP war, ist und bleibt die Partei für die Elite Deutschlands; Gewinnertypen mit dem Sieger-Gen und einem 7-stelligen Jahreseinkommen - also die Leistungsbürger der Gesellschaft. So einfach ist das. Over and out !

  • Mit Christian Lindner würde ich keine Runde Skat
    spielen und als Kunde hätte er einen erheblichen Betrag als Vorkasse zahlen müssen. Sein oft spitzbübisches Lächeln macht mich sehr misstrauisch. Er soll beweisen das ich unrecht habe dann glaube ich der F.D.P. auch wieder.
    Solche Geschäftsführer wie bei @fdp.ade, beschrieben sind bei mir auch Kunde gewesen, Lieferung nur gegen Barzahlung und es war auch gut so.

  • Christian Lindner, der fahnenflüchtige der FDP und jetziges Mitglied der Bilderberger ist bestimmt der Richtige um Deutschland vollends gegen die Wand zu fahren. Er sollte erst mal mitteilen, welchen Auftrag er mit der Bewerbung zum Vorsitz von den Bilderbergern erhalten hat. Mir ist das undurchsichtige Würstchen zu gefährlich für Deutschland.

  • Zitat:
    Die Moomax GmbH wurde mit 30.000 Euro Stammkapital gegründet und erhielt über den Risikokapitalfonds Enjoyventure zusätzliches Kapital. Lindner, der von 2000 bis 2001 als Geschäftsführer tätig war,[12] verließ das Unternehmen nach einem Jahr und reduzierte parallel seine Kapitaleinlage auf einen Anteil von 8 %.[47] Wolfgang Lubert von Enjoyventure erklärte, dass sich zu diesem Zeitpunkt die Insolvenz
    bereits abgezeichnet hatte, die dann im Oktober 2001 tatsächlich
    angemeldet wurde. Enjoyventure verlor an eigenen Mitteln etwa 600.000
    Euro, die KfW Bankengruppe – und damit der Steuerzahler - verlor weitere 1,4 Millionen Euro.[48]
    In dieser Höhe hatte Enjoyventure für die Moomax GmbH erfolgreich einen
    öffentlichen Förderkredit beantragt. Aufgrund der Insolvenz der Moomax
    GmbH ging der Rückzahlungsanspruch unter und auch die Haftung von
    Enjoyventure entfiel.[16][48][49][50] In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
    sagte Lindner, dass die Mittel „sehr überwiegend“ dazu genutzt worden
    seien, um qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen. Er deutete an, dass
    Moomax viele Arbeitsplätze geschaffen habe, wollte die genannte Zahl
    aber auf Nachfrage nicht autorisieren. Der letzte Moomax-Geschäftsführer
    Wolfgang Lubert hingegen nannte eine Zahl von weit unter zehn
    Festangestellten, diese Zahl wurde auch aus einer weiteren Quelle
    genannt. Die Recherche der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kommt zu dem
    Ergebnis, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der 2 Millionen Euro als
    Gehälter an die drei Moomax-Geschäftsführer geflossen sein muss.[48]
    Quelle: Wikipedia

  • Der alte Wein in einer neuen Flasche! Das kann nicht sein. Die FDP verpasst wieder einen Neuanfang mit neuer Politik.


  • Herr Lindner möchte erst einmal die in ihn und seine insolventen Start-Ups (Moomax, die Königsmacher, usw.) investierten Steuer-Millionen-Gelder der KfW mit Zins und Zinseszins an den Steuerzahler zurückerstatten.

    Auch die versuchte Manipulation seines Wikipedia-Eintrages sollte er überdenken.

    Danach kann er sich gerne als der große Heiland darstellen.

    Mit Insolvenzen kennt er sich ja bestens aus ; )

    Einfach mal in seiner Vita auf Wikipedia stöbern!

    LG
    Blackstone

  • Auch wir ehemaligen FDP-Wähler brauchen diese Partei nicht mehr. Wir haben eine neue politische Heimat gefunden, mit fähigen Spitzenkräften, die unser Vertrauen besitzen. Die AfD übernimmt und vertritt die Werte unserer Gesellschaft, die alle bisherigen Parteien in den letzten Jahren mit Füßen getreten haben. Wir haben schon lange festgestellt, dass es den politischen Spitzenkräften in der FDP und auch in den anderen Parteien nicht mehr um den Willen ihrer Wähler geht, sondern um eigene finanzielle Befriedigungen und um Machtbesessenheit auf den Stühlen der Macht. Auch die anderen Parteien werden bald erkennen, wenn es dem noch schlafenden Michel erst einmal richtig an die Ersparnisse und an den Geldbeutel geht, dass dann Mutti´s Pla-Pla keine Lösung mehr ist.

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