Linksparteichef Riexinger
„Linke Mehrheit muss Merkels Albtraum werden“

Union und SPD gehen heute auf Tuchfühlung. Der Ausgang der Sondierungsgespräche über eine Regierungsbildung ist völlig offen. Das weiß auch die Linke und versucht die Sozialdemokraten mit einer Warnung zu ködern.
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BerlinZwölf Tage nach der Bundestagswahl laufen die ersten Gespräche zwischen den Parteien zur Bildung einer neuer Regierungsmehrheit an. Auf Einladung von Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel loten 21 Spitzenpolitiker von CDU, CSU und SPD am Freitag in Berlin die Chancen für eine große Koalition aus.

Die Union hatte bei der Wahl am 22. September die absolute Mehrheit knapp verpasst und ist daher auf einen Koalitionspartner angewiesen. Da die FDP nicht mehr im Bundestag vertreten ist, will die Union zunächst mit der SPD und am kommenden Donnerstag mit den Grünen sprechen.

Die Linkspartei ist außen vor. Das ärgert ihren Vorsitzenden, Bernd Riexinger. Er warnte die SPD davor, sich den Weg zu einer linken Mehrheit im Bundestag zu verbauen. „Die SPD wäre gut beraten, ergebnisoffen und in alle Richtungen zu sondieren. Das wäre nicht nur eine Frage des Verhandlungsgeschicks“, sagte Riexinger Handelsblatt Online. Wenn sie nur mit der Union sondiere, bewege sie sich inhaltlich auch nur in Richtung der Union.

„Die SPD sollte über ihren Schatten springen und Linke und Grüne zu einem Sondierungsgespräch einladen“, forderte der Linksparteichef. Das wäre ein „wichtiges Zeichen“ für die kommenden Jahre. „Die rot-rot-grüne Mehrheit muss Merkels schlimmster Albtraum werden“, sagte Riexinger.

Die SPD macht allerdings keine Anstalten, sich auf die Linke zuzubewegen – im Gegensatz zu den Grünen. Das Mitglied der Grünen-Sondierungskommission, Sylvia Löhrmann, schlug vor, auch mit SPD und Linkspartei über Rot-Rot-Grün zu sprechen. „Die SPD müsste dazu einladen“, sagte die nordrhein-westfälische Schulministerin dem Bielefelder „Westfalen-Blatt“. Mit Blick auf die Linke fügte sie hinzu: „Das wäre schon allein deshalb wichtig, damit sie aus ihrer Schmollecke herauskommt und sich einer Verantwortung stellt. Das haben wir in NRW 2010 auch geschafft. In Berlin gerieren sich die Linken wieder als Weltretter, müssen aber nicht den Ernstfall beweisen.“

Kommentare zu " Linksparteichef Riexinger: „Linke Mehrheit muss Merkels Albtraum werden“"

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  • Zitat : „Linke Mehrheit muss Merkels Albtraum werden“

    - die LINKE- Stasis-Jauche sind Deutschlands Alptraum !

    Wer sich mit denen an einen Tisch setzt, um eine Beteiligung der Linken an der Regierung zu diskutieren, hat seinen Verstand endgültig verloren !

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article120617880/Die-Stasi-Frau-an-Gregor-Gysis-Seite.html

    Und auch die Blockparteien müssen nach Stasi-Mitgliedern durchforstet werden ! Da schwimmt noch ein großes Geschwulst mit.

    Insbesondere sollte man die CDU durchleuchten. Dass eine FDJ-Aktivistin bei uns Kanzlerin spielt, wäre auch zu hinterfragen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Wen meinen Sie damit? Die Parteimitglieder und Wähler der Linken?

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