Millionen-Mehrkosten Neuer Bundestag kommt Steuerzahler teuer zu stehen

Aufgrund des neuen Wahlrechts könnte der Bundestag von 620 auf mehr als 680 Abgeordnete anwachsen. Damit drohen dem Steuerzahler jedes Jahr Mehrkosten von bis zu 35 Millionen Euro. Und das ist noch nicht alles.
Update: 04.09.2013 - 15:54 Uhr 44 Kommentare
Bundestag in Berlin: „500 Mandate sind völlig ausreichend“. Quelle: DAVIDS

Bundestag in Berlin: „500 Mandate sind völlig ausreichend“.

(Foto: DAVIDS)

BerlinDer nächste Bundestag wird den Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt) für das Handelsblatt kostet ein Bundestagsabgeordneter je nach Berechnung zwischen 592.000 und 1,1 Millionen Euro jährlich. Da der Bundestag aufgrund des neuen Wahlrechts von derzeit 620 womöglich auf mehr als 680 Abgeordnete anwachsen wird, drohen somit Mehrkosten von bis zu 35 Millionen Euro jährlich. Hinzu kommen zehn Millionen Euro, weil neue Räume samt Ausstattung nötig sein werden.

„Das Wahlrecht muss gleich nach der Bundestagswahl wieder auf die politische Agenda rücken“, sagte BdSt-Präsident Reiner Holznagel dem Handelsblatt. Es führe zu einer „teuren Aufblähung des Parlaments“. Holznagel warb dafür, die Wahlkreise neu zuzuschneiden und zu reduzieren. „500 Mandate sind völlig ausreichend“, sagte er.

Theoretisch hat der Bundestag 598 Abgeordnete. Hinzu kommen Überhangmandate, die mit dem neuen Wahlrecht erstmals ausgeglichen werden, indem Fraktionen ohne Überhangmandate Ausgleichsmandate erhalten. Die Bundestagsverwaltung schafft nach Informationen des Handelsblatts bereits 200 neue Büroplätze. Dies entspricht der Kalkulation von 67 zusätzlichen Abgeordneten.

Der Steuerzahlerbund hat seiner Berechnung drei Szenarien zugrundgelegt. Zu "engen Kreis" zählen demnach Diäten, Kostenpauschalen, Vergütungen der Mitarbeiter der Abgeordneten, Zuschüsse für Krankheit und Pflege, Dienstreisen, das sogenannte Sachleistungskonto, Netzkarten der Bahn sowie die Fraktionskostenzuschüsse. Zusammen macht das 367 Millionen Euro aus oder rund 592.000 Euro pro Abgeordneten.

Verband listet diverse Kostenblöcke auf
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44 Kommentare zu "Millionen-Mehrkosten: Neuer Bundestag kommt Steuerzahler teuer zu stehen"

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  • Für diese Neuauflage der DDR-Volkskammer mit den Blockparteien Rot-Grün-Gelb-Schwarz, sind 300 Sessel schon zuviel! Letztlich geht es doch jetzt nur darum, noch ein paar EUro-Abnicker mehr ins Boot zu holen - vielleicht noch den ein- oder anderen "verdienten" Mitläufer einen vollalimentierten Posten zuzuschanzem...

  • Bevor es soweit ist, zur Wahl gehen und AFD wählen.

    Dazu der Wahllink der IG Metall

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/angeklickt-youtube-clip-der-ig-metall-zur-bundestagswahl-a-920283.html

  • Wenn z.B. jeder den Direktkandidaten der CDU und mit seiner Zweitstimme eine andere Partei wählen würde, was würde passieren? Wie würde die Sitzverteilung im BT aussehen?
    Ich vermute niemand hier kann mir das sagen.
    http://bornmax.wordpress.com/category/xany/page/7/

  • Das Problem ist das Wahlrecht:
    Siehe
    http://bornmax.wordpress.com/category/xany/page/7/

  • Als CDU-Abgeordneter im Deutschen Bundestag stimme ich in ALLEN Punkten mit ihrem Statement überein. Wählen Sie CDU, dann setzen wir alles im nächsten Kabinett sofort um.

    Die FDP wird dabei sicher mitmachen....

  • Der BT muss reduziert werden. Die viel grösseren USA haben nur 350 Kongressabgeordnete bei 400 Mio Einwohner.

    Ausserdem wird heute bereits viel zu viel geredet, statt die anstehenden Probleme zu lösen:

    Rentenreform: weg mit dem Generationenvertrag, jeder Bürger bekommt genau das, was er selbst für sich einezahlt hat.

    Steuerreform: die Staatsquote aus Steuern und Abgaben mus von über 52% auf verträgliche 30% gesenkt werden.

    Strukturreform: der Beamtenapparat muss wieder reduziert und auf hoheitliche Aufgaben beschränkt werden. Die heutigen Kosten von 160 Milliarden für Besoldungen und Pensionen müssen auf 80 Milliarden (und das ist schon fast zuviel) gesenkt werden.

    Wenn der Bundestag auf 300 Abgeordnete reduziert würde, könnten die Probleme und der Reformbedarf effizient angegangen werden, statt diese nur zu zerreden....

  • Stoppt die ESM-Einheitspartei CDUCSUSPDFDPdieGrünen !
    Geht wählen !

    Schönen Tag noch
    Landshark, Pirat

  • Die reich entlohnte "Kruste" aus Politikern, Promies und GEZ-Moderatoren hat uns wieder ein Kasperle-Theater vorgeführt. Frau Merkel will dafür kämpfen dass jemand, der 40 Jahre gearbeitet hat 850 EUR Rente bekommt. Wie soll man wohl schaffen, 40 Jahre zu arbeiten ? Und warum bekommt ein Abgeordneter nach 4 Jahren schon 3500 EUR Pension ??

    Ein ehlendes Schauspiel unserer "Politiker-Medien-Kruste"war das, IM Erika und IM Nelke auf der Bühne, wer wird wohl unsere nächste ferngesteuerte "Kommissions-Regierung" in Deutschland anführen ??

    Wählen wir die Alternative ! Zusammen schaffen wir es in den Bundestag. Wir sind der Souverän. Ein Ende der Bereicherung, Verschwendung, Lüge und Propaganda.

    AfD Wahl-Video

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=6GemKdWc2kg

    Riesen Erfolg in Hamburg am 17.08.

    http://www.youtube.com/watch?v=m02u7PTyHnE

    EU wird zur Sowjetunion

    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article119345809/EU-wird-zur-Sowjetunion-mit-menschlichem-Antlitz.html

    Die Vorstände der Alt-Parteien in Deutschland sind ideologisch festgefahren und haben sich von ihrer Basis abgelöst. Wie "ferngesteuert" und unterstützt von den TV- und Print-Medien gestaltet sich die Politik unter der Regierung Merkel. Kein Diskurs und kein Konsens. Es gibt nur noch diese "alternativlose Politik von oben", denen wir uns mit dem Kreuz auf dem Stimm-Zettel entgegen stellen müssen. Darum AfD wählen. Sagen Sie das auch ihren Nachbarn, Kollegen und Freunden. Zusammen ziehen wir in den Bundestag ein !

    Wählen gehen und weitersagen, ... denn wir sind der Souverän.

  • Warum linke Hochburgen. Die Medien werden doch von CDU/CSU; FDP; GRÜNEN UND SPD gesteuert. Nachdenken dann schreiben.

  • In jeder Firma wird abgespeckt, im Parlament wird zugespeckt. Ich sehe es an meinen Steuern wieviele Schmarotzer sich davon bedienen. Frechheit. 300 Kumpels reichen doch für diesen Saloon. Viele Köche verderben den Brei.

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