Nach AfD-Attacken

Parteien beklagen Übergriffe im Wahlkampf

Die jüngste Attacke auf AfD-Chef Lucke ist kein Einzelfall. Im Bundestagswahlkampf sind auch schon andere Wahlkämpfer bedroht werden. Die Jungen Liberalen berichten von einigen Übergriffen auf FDP-Politiker.
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Der Rest eines Wahlplakats der Partei Alternative für Deutschland (AfD): Die Gewalt im Wahlkampf richtet sich nicht nur gegen Plakate. Quelle: dpa

Der Rest eines Wahlplakats der Partei Alternative für Deutschland (AfD): Die Gewalt im Wahlkampf richtet sich nicht nur gegen Plakate.

(Foto: dpa)

BerlinNach der Attacke auf den Chef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, bei einer Wahlveranstaltung in Bremen, beklagen auch andere Parteien Übergriffe auf Wahlkämpfer. „Die Ausfälle sind in den letzten zwei oder drei Jahren meinem Empfinden nach heftiger geworden“, sagte der der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen (JuLi), Lasse Becker, Handelsblatt Online. „Vor allem bei Grünen, Linken und SPD scheint es häufig ein Gefühl des "Trifft ja die Richtigen" zu geben. Das finde ich mehr als erschreckend." Er sei die „halbherzigen Distanzierungen von Linken und Grünen zu Übergriffen gegen politische Mitbewerber leid“.

Wie Becker schilderte, sind FDP-Mitglieder, vom Wahlkampfhelfer bis zum Minister, auf unterschiedliche Arten angegriffen worden. Vor vier Wochen habe es beispielsweise eine Attacke auf den FDP-Bundestagsabgeordneten Burkhardt Müller-Sönksen in Hamburg gegeben. Ein Unbekannter sei auf die Bühne geklettert und habe Müller-Sönksen zu Boden geworden, wodurch dieser leicht verletzt wurde.

Auch FDP-Chef und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sei schon hart angegangen worden, etwa als der Sprecher von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, Rolf Kleine, im Januar nach dem guten Abschneiden der FDP bei der Landtagswahl in Niedersachsen ein Bild des greisen vietnamesischen Generals Vo Nguyen Giap auf Facebook gepostet und dazu geschrieben hatte: „Die FDP ist wieder da.“ Im vergangenen Jahr sei Rösler zudem bei einem Rundgang auf der Computermesse CeBIT in Hannover von einem Mann mit einer Torte attackiert worden.

Der Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick hat zwar selbst bisher keine persönlichen Übergriffe erleben müssen. „Beleidigungen gegenüber Kandidaten oder anderen Wahlkämpfern sowie zerstörte Wahlplakate gibt es allerdings leider in jedem Wahlkampf“, sagte Schick Handelsblatt Online und fügte hinzu: „Weder persönliche Übergriffe oder Beleidigungen noch Sachbeschädigungen haben in einem demokratischen Wahlkampf etwas verloren.“

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36 Kommentare zu "Nach AfD-Attacken: Parteien beklagen Übergriffe im Wahlkampf"

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  • Entschuldige Eckstein, aber das ist auch nicht in Ordnung eine Wahl dsollte immer friedlich sein. Man schaue sich das Verhalten des Parteifussfolges an den Ständen an, man kennt sich, man schätzt sich und redet miteinander. Die AfD hat letzte Woche genau neben uns (FDP) ihren Stand gehabt. Gute Stimmung, und alle ausgesprochen höflich zueinander. (Zugegeben auch geläster, weil die SPD ihren Stand mit einem Audi Q12 anlieferte, den siuch an beiden Ständen nun keiner Leisten könnte.) Aber man muss sich politisch nicht verstehen, um dennoch menschlich zu bleiben.

  • Die Mehrzahl der Bürger hat bisher noch nichts von der PDV gehört das ist richtig.
    Aber die PDV wird auch von den Medien totgeschwiegen.
    Leider ist die PDV nur in vier Bundesländern bei der Wahl dabei.
    Mir selbt gefällt die PDV so gut das ich für diese Partei Plakate aufgestellt habe ohne bei der Partei Mitglied zu sein.
    Und je bekannter die PDV wird umso Beliebter wird sie werden.
    Übrigens auch die AFD entwickelt sich sehr gut,
    weswegen der AFD zumindest meine Stimme für ihren Direkt Kandidaten in Karlsruhe Stadt sicher ist.

  • Wenn Das die Reaktion der CDU ist warum hört man dann von ihrer Partei Chefin und Kanzlerin nichts ?
    Ich nenne diese Frau Profil ung Rückrad los.
    Gerade die Partei Chefin der CDU und Kanzlerin muß dies Öffentlich benennen.

  • Schon merkwürdig, dass die Angriffe laut diesem Artikel nur auf angeblich "rechte" Parteien wie AfD und FDP verübt wurden. Wann werden endlich auch mal Sozis, Kommunisten oder Wackelpudding-CDUler vermöbelt?

  • Man wird in Deutschland nicht umhin kommen und ein Parteiverbot der Partei die Linke zu prüfen !
    In dieser Partei sollen besonders viele Pädagogen Mitglied sein , die gehören mit Berufsverbot belegt , es kann nicht geduldet werden , das diese radikalen linken unseren kindern ihre Ideologie aufzwingen .

  • Genauso ist das !
    Und @ abc wer nicht links von den linken steht , ist rechtsradikal , wer nicht die Ideologie der linken vertritt ,ist rechtsradikal.

    Deutschland ist auf dem Linken Auge blind , das ist mindestens ebenso gefährlich als wenn sie auf dem rechten nix sehen ......

  • Der Angriff Unbekannter auf den Chef der "Alternative für Deutschland" (AfD), Bernd Lucke, bei einer Wahlveranstaltung in Bremen stößt in der CDU auf große Empörung. "Solche Vorfälle müssen von allen Demokraten ohne wenn und aber aufs Schärfste verurteilt werden. Gerade angesichts deutscher Erfahrungen gilt es, den Anfängen mit allem Nachdruck zu wehren", schreibt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU) auf seiner Facebook-Pinnwand.
    Power by Handelsblatt

    Das ist wohlgemerkt die Reaktion der CDU , hat es aus den reihen der Linken auch schon eine entsprechende gegeben ????

    Natürlich nicht ! Gewalt ist eben nicht gleich Gewalt , wenn sie mit dem Finger auf andere zeigen können, halten sie sich nicht zurück , eigene Gewalttaten werden verharmlost und totgeschwiegen .
    Eigentlich erwartet man auch nicht mehr , das sich die Linken dazu äußern .
    Das aber wäre auch ein eindeutiges Statement !!!

  • @Eddie

    Suchen sie doch endlich einen anderen Spielplatz. Ihre Beiträge sind Trollerei mehr nicht.

  • @ hafnersp „Die klassische Rechte nicht: hier stehen indiviudelle Rechte des Einzelnen, Vertragstreue und der Rechtsstaat - wie es die Bananenrepublik zeitweise einmal war - im Vordergrund.“
    ---
    Damit können Sie aber unmöglich die jetzige Regierungskoalition um CDU/CSU/FDP meinen?!
    Da sind Vertragsbrüche (siehe EU), Rechtsstaatlichlichkeit (Ministerplagiate, Hannoveraner Maschmeyerklüngel um den Ex-Bundespräsidenten) und Bürgerfreiheit (NSA Skandal) das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht.
    Was hat das alles noch mit einem konservativen „Rechts“staat zu tun??? > NICHTS! Man kann sich aber auch alles schönreden und einfach wegschauen, und die Scheisse und Schweinereien unter den Teppich kehren.

  • @ Eddi. Permaneter AfD Nörgler,sie gehen hier vielen auf die Nerven,nochmal haben sie immer noch keine BAnk gefunden und mit Muttis Taschengeld,das sie für ihr besch... Geschreipsel wahrscheinlich bekommen,denn Vöglein beim zwitschern zu zuhören???Aber wahrscheinlich haben bei den armen Vögeln auch was zu nörgeln!!!Ich würde mich an ihrer Stelle lieber Nörgli als eddi nennen.Gute Nacht

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