Niedersachsens Ministerpräsident Weil fordert realistische Machtoption für die SPD

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil kritisiert Bündnisdebatten in der SPD. Diese seien der Mobilisierung nicht dienlich, so Weil. Er geht davon aus, dass der Ausgang der Bundestagswahl dennoch offen ist.
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Weil, dem vor einem halben Jahr in Niedersachsen auf den letzten Metern doch noch ein Wechsel zu Rot-Grün gelang, hält sein Erfolgsrezept auch im Bund für tauglich. Quelle: dpa

Weil, dem vor einem halben Jahr in Niedersachsen auf den letzten Metern doch noch ein Wechsel zu Rot-Grün gelang, hält sein Erfolgsrezept auch im Bund für tauglich.

(Foto: dpa)

BerlinDer niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat sich zwar gegen Bündnisdebatten in der SPD ausgesprochen, zugleich aber auch eine realistische Machtoption angemahnt. „Koalitionsspekulationen oder der Ausschluss bestimmter Konstellationen tragen nicht zur Mobilisierung bei“, sagte Weil dem Handelsblatt mit Blick auf eine Große Koalition. „Im Übrigen können wir dem Wähler nicht sagen, wir können erst im Bund regieren, wenn wir bei 50 Prozent liegen“, ergänzte Weil. Seine Partei kämpfe dafür, dass die SPD am 22. September ein gutes Ergebnis bekomme.

Weil, dem vor einem halben Jahr in Niedersachsen auf den letzten Metern doch noch ein Wechsel zu Rot-Grün gelang, hält sein Erfolgsrezept auch im Bund für tauglich. „Es sind weniger die Vorturner, die ganz am Ende entscheiden, sondern es ist die Frage, ob man mit großer Geschlossenheit und in großer Breite bereit ist, Wahlkampf zu machen“, sagte Weil.

Es sei zudem ein Kennzeichen der gesamten letzten Wahlen, dass der Anteil von Unentschlossenen und jenen, die sich spät entscheiden, immer größer werde. „Die geborenen Stammwähler, die mit geschlossenen Augen an der richtigen Stelle ihr Kreuz machen, schwinden“, sagte Weil. „Da wir eine politische Kultur haben, in der die Konkurrenz in der Mitte der Gesellschaft ausgesprochen groß ist, kann das nicht überraschen.“

Darum sei der Ausgang der Bundestagswahl auch völlig offen. „Die SPD muss jetzt für ein Maximum an Stimmen kämpfen“, sagte Weil.

  • hea
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6 Kommentare zu "Niedersachsens Ministerpräsident: Weil fordert realistische Machtoption für die SPD"

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  • Absolut richtig, von Weil. Mit der CDU kann man nicht regieren, die sind nur ein Wahlverein und keine Partei! Rot-Rot-Grün ist so oder so die Zukunft, der Bundesrat ist da deutlich eingefärbt!

  • lieb ex-Bürgermeister von Hannover, halten Sie erst mal ihr Wahlversprechen und beenden die Studiengebühren in Niedersachsen.

    Warum haben wir sie wohl gewählt?

    Trau nie einer roten Socke, denn sie lügen.

  • Die SPD hat längst verloren, da bleibt nur noch die Chance auf die große Koalition. Das würde der Sozialverräterpartei aber noch mehr Verluste bringen. Allerdings ist auch das Führungspersonal mehr als mangelhaft. Merkel wird es zermürben!

  • Wer auf Zeit online heute den Artikel von
    Gesine Schwan gelesen hat,
    "Merkel schadet dem nationalen Interesse"
    kann sich nur von der
    Gesinnung der grünroten mit Grausen abwenden.
    Die überwiegenden Kommentare,tun das dann auch.
    Ich bin dort gesperrt,weil ich gegenüber einer
    türkischen Journalistin,Israel verteidigt habe.
    Ist ihr wohl irgendwie sauer aufgesoßen..so what.

  • Der Focus brachte heute ein sehr gutes Interview mit Starbatty

    Davon wünsche ich uns allen mehr ...

    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-33370/euro-rebell-stabatty-im-interview-wir-brauchen-eine-zuspitzung-der-eurokrise_aid_1092770.html

  • Zitat : Weil fordert realistische Machtoption für die SPD

    - Weil er in Niedersachsen so viel Glück hatte, daß die Freien Wähler die entscheidenden Stimmen der CDU abgezogen haben und ihn auf den Sessel gehievt haben, wird es mit Sicherheit im Bund nicht so laufen !

    Dieser Dampfplauderer soll vorerst seine Affäre mit dem Dienstwagen AUDI A 8 aussitzen, bevor er sich in den Wahlkampf einmischt ! Sonst verlieren die Sozis wegen ihm noch mehr Stimmen !

    Abwahl des Nomenklatura-Gesocks !

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