Pannen-Kandidat im freien Fall: Parteiaustritt und Günstlingswirtschaft

Pannen-Kandidat im freien Fall
Steinbrück in der Steinbrück-Falle

Parteiaustritt und Günstlingswirtschaft

Aus der SPD-Zentrale wird der „Stern“-Bericht dementiert. Es habe nie ein solches „Rücktrittsszenario“ gegeben, betont Steinbrücks Sprecher Rolf Kleine. Doch inzwischen steht selbst Kleine in der Schusslinie und könnte zu einer dauerhaften Last für den Kandidaten werden.

Wenige Tage, nachdem Kleine auf seiner Facebook-Seite für Aufsehen sorgte, weil er dort ein Bild hochgeladen hatte, dass Philipp Rösler als vietnamesischen Kriegsgeneral zeigt - dies wurde ihm als rassistische Anspielung auf den in Vietnam geborenen FDP-Chef angekreidet -, werden neue, massive Vorwürfe gegen den früheren Boulevardjournalisten laut.

Der Deutsch-Grieche Michalis Pantelouris wirft Kleine vor, als „Bild“-Redakteur massiv gegen Griechenland gehetzt zu haben. Dass Steinbrück einen solchen Menschen in seinen engsten Vertrautenkreis beruft, hält er für inakzeptabel. Pantelouris hat deshalb sein SPD-Parteibuch abgegeben.

An anderer Stelle steht der Vorwurf der Günstlingswirtschaft Im Raum und betrifft Steinbrück als er noch Bundesfinanzminister war. Seinem damaligen Sprecher, dem heutigen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, hat er 2008 einen Posten als Abteilungsleiter zugeschanzt.

In einer Prüfungsmitteilung vom 4. Dezember 2012, aus der der „Stern“ zitiert, spricht der Bundesrechnungshof von einer „zweifelhaften Maßnahme“, die überdies den Verdacht nahelege, „dass es sich hier um eine personenbezogene Maßnahme handelte“. Die Gründe des Bundesministeriums, aus denen es die neue Abteilung errichtet hatte, überzeugten nicht, heißt es in dem an das Bundesfinanzministerium gerichteten Schreiben. Pikanter Nebeneffekt dieser Personalie: Albig bekam bis zu seinem Ausscheiden Mitte 2009 für sechs Monate ein monatliches Gehaltsplus von um die 1.200 Euro als „Funktionszulage“.

Dass es für Steinbrück nicht rund läuft, ist bekannt. Immer wieder haben die SPD und Steinbrück mit Pannen im Wahlkampf für Schlagzeilen gesorgt. Einige Beispiele:

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