Bundestagswahl 2013

Steinbrück in der Steinbrück-Falle

« 2 / 8 »

Parteiaustritt und Günstlingswirtschaft

Aus der SPD-Zentrale wird der „Stern“-Bericht dementiert. Es habe nie ein solches „Rücktrittsszenario“ gegeben, betont Steinbrücks Sprecher Rolf Kleine. Doch inzwischen steht selbst Kleine in der Schusslinie und könnte zu einer dauerhaften Last für den Kandidaten werden.

Wenige Tage, nachdem Kleine auf seiner Facebook-Seite für Aufsehen sorgte, weil er dort ein Bild hochgeladen hatte, dass Philipp Rösler als vietnamesischen Kriegsgeneral zeigt - dies wurde ihm als rassistische Anspielung auf den in Vietnam geborenen FDP-Chef angekreidet -, werden neue, massive Vorwürfe gegen den früheren Boulevardjournalisten laut.

Der Deutsch-Grieche Michalis Pantelouris wirft Kleine vor, als „Bild“-Redakteur massiv gegen Griechenland gehetzt zu haben. Dass Steinbrück einen solchen Menschen in seinen engsten Vertrautenkreis beruft, hält er für inakzeptabel. Pantelouris hat deshalb sein SPD-Parteibuch abgegeben.

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrücks Fettnäpfchen

  • SPD-Kanzlerkandidat: Steinbrücks Fettnäpfchen
  • SPD-Kanzlerkandidat: Steinbrücks Fettnäpfchen
  • SPD-Kanzlerkandidat: Steinbrücks Fettnäpfchen
  • SPD-Kanzlerkandidat: Steinbrücks Fettnäpfchen

An anderer Stelle steht der Vorwurf der Günstlingswirtschaft Im Raum und betrifft Steinbrück als er noch Bundesfinanzminister war. Seinem damaligen Sprecher, dem heutigen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, hat er 2008 einen Posten als Abteilungsleiter zugeschanzt.

In einer Prüfungsmitteilung vom 4. Dezember 2012, aus der der „Stern“ zitiert, spricht der Bundesrechnungshof von einer „zweifelhaften Maßnahme“, die überdies den Verdacht nahelege, „dass es sich hier um eine personenbezogene Maßnahme handelte“. Die Gründe des Bundesministeriums, aus denen es die neue Abteilung errichtet hatte, überzeugten nicht, heißt es in dem an das Bundesfinanzministerium gerichteten Schreiben. Pikanter Nebeneffekt dieser Personalie: Albig bekam bis zu seinem Ausscheiden Mitte 2009 für sechs Monate ein monatliches Gehaltsplus von um die 1.200 Euro als „Funktionszulage“.

Dass es für Steinbrück nicht rund läuft, ist bekannt. Immer wieder haben die SPD und Steinbrück mit Pannen im Wahlkampf für Schlagzeilen gesorgt. Einige Beispiele:

Anzeige

  • 20.06.2013, 15:00 Uhrmargrit117888

    Die SPD hat seit Schröder komplett ihre Wurzeln verloren. Ich habe das schon ein paar Mal gesagt.
    Dann hat sie jetzt den Fehler gemacht, sich voll in die Fänge der faschistischen Grünen zu begeben.
    Dann kritisiert sie die Regierung nicht, sondern macht alles mit. Also eine Oppostionsrolle hat sie die letzten vier Jahre nicht gehabt.
    Und nun kommt sie nur mit Mist. Mehr Kindergeld für alle, anstatt mal einen Stopp bei den Bestverdienern zu machen, Doppelpass für Türken, freie KITAS für alle, auch wieder nur unsozial.
    Aber wenn man sich so einige in der SPD anschaut, eine Nahles z. B. oder Heil, so würde ich sagen, die sollten lieber zu den Grünen gehen.
    Die SPD muß aufräumen in den eigenen Reihen und sich endlich wieder auf ihre sozial-demokratischen Wurzeln besinnen
    Demokratisches Verhalten hätten sie zeigen können, beim Obama-Besuch wo von Merkel nur betelltes Publikum anwesend war. Das hat nichts mit Demoklratie zu tun, dies hätte die SPD laut kritisieren müssen und nicht mitmachen dürfen

  • 20.06.2013, 11:46 Uhrhindenberg

    Steinbrück mag der falsche Kandidat sein, den Niedergang der SPD haben aber alle Betonköpfe der SPD zu verantworten. Die Sozialverräterschaft durch Schröder/Fischer kommt besonders der SPD immer noch teuer zu stehen. Millionen Stammwähler hat man wohl für immer verloren, weil immer noch die alten Betonköpfe das Sagen haben und diese nicht bereit sind, soziale Gerechtigkeit wieder herzustellen. Allein mit diesem Thema ließen sich Wahlen klar gewinnen, denn die Regierung hat ja keine Alternativen zu dem Desaster des kleinen Mannes, der Arbeitnehmer, Rentner und Schwachen. Sie werden weiter betrogen. Bleibt nur der Ausweg in eine andere Opposition, vielleicht der AfD, um endlich Gegendruck zu erzeugen. Ich wähle jedenfalls nicht meinen eigenen Metzger.

  • 20.06.2013, 10:05 Uhrgünther schemutat

    Alt Backende Politik,mit Politikern die eine Beamtenmentalität haben, aber gleichzeitig Hamsterqualitäten
    aufweisen. Also Hamster, die ja bei den Grünen unter Schutz und Aufsicht stehen. Gestern dann dieser gut getarnte "Anschlag" auf unsere Secend Hand Politiker Steinbrück und Roth etc, der unbemerkt in der 40 Grad heissen Sonne ablief ohne Sonnenschutz. Bei der Roth mit roten Kopf ,dachte man gleich wieder an Gas und bei Steinbrück sah man das er das keine halbe Stunde mehr durchhält . Hinwerfen Peer, oder weiter die Prügel für die Grünen und Sozialdemokratischen Freunde hamstern.

Praxistest in drei Großstädten Wo Schwarz-Grün bestens funktioniert

Merkel und die Grünen haben sich getroffen. Ist ein Bündnis möglich? Warum nicht, heißt es aus den Rathäusern von Frankfurt, Darmstadt und Bonn. Dort regiert Schwarz-Grün. Und: Es läuft viel besser als mit der SPD. Von Stefan Kaufmann. Mehr…

Große Koalition Wolfgang Schäuble, Minister Unverzichtbar

Schäuble hat in der Regierung als Finanzminister eine Schlüsselrolle. Ans Aufhören denkt er nicht. Teile der SPD greifen dennoch nach seinem Ressort. Wird die Union bei einer schwarz-roten Koalition kleinbeigeben? Von Dietmar Neuerer, Jan Hildebrand und Donata Riedel. Mehr…

DIW-Studie Ökonomen zerpflücken CDU-Pläne für Familiensplitting

CDU und FDP wollen das Ehegattensplitting reformieren. In ihren Wahlprogrammen fordern sie höhere Freibeträge für Familien mit Kindern. Ökonomen des DIW haben die Pläne untersucht – und ziehen ein vernichtendes Fazit. Mehr…