Politbarometer
Schwarz-Gelb mit hauchdünner Mehrheit

Mit nur sechs Prozent könnte sich die FDP nach aktuellen Umfragen in die Neuauflage der schwarz-gelben Koalition retten. Doch die meisten Bürger wollen die Liberalen nicht in der Regierungsverantwortung sehen.
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BerlinGut vier Wochen vor der Bundestagswahl hat die schwarz-gelbe Koalition erstmals seit fast vier Jahren auch im ZDF-Politbarometer Dank leichter Zugewinne der FDP eine Mehrheit. Die am Freitag vom ZDF veröffentlichte Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zeigt zugleich aber, dass ein Bündnis von Union und FDP bei den Befragten nicht die bevorzugte Koalition ist.

Stattdessen kommt bei den Befragten eine große Koalition am besten an: 51 Prozent finden ein Bündnis von Union und SPD positiv. Rot-Grün finden 38 Prozent gut, während Schwarz-Gelb mit 35 Prozent nur auf Platz Drei landet. Eine Koalition von Union und Grünen halten 30 Prozent für gut. Ein rot-rot-grünes Bündnis, das SPD und Grüne für sich ausgeschlossen haben, unterstützen nur 18 Prozent.

Die Mehrheitsverhältnisse sind laut Forschungsgruppe Wahlen noch lange nicht geklärt. Die in der Umfrage ausgewiesene schwarz-gelbe Mehrheit sei schon aufgrund der statistischen Fehlerbereiche von Umfragen alles andere als sicher. Union und FDP kommen demnach zusammen auf 47 Prozent, wobei die FDP um einen Punkt auf sechs Prozent zulegte. Wie die Union (41 Prozent) blieben auch die derzeitigen Oppositionsparteien SPD (25 Prozent), Grüne (13 Prozent) und Linkspartei (acht Prozent) unverändert. Die Opposition kommt zusammen auf 46 Prozent.

Beim Kernthema der SPD, der sozialen Gerechtigkeit, kann Rot-Grün der Umfrage zufolge kaum punkten. Die meisten Bürger trauten einer rot-grünen Regierung hier keine entscheidenden Veränderungen zu: Nur 28 Prozent meinen, dass es in Deutschland gerechter zugehen werde, wenn SPD und Grüne regierten. 14 Prozent erwarten das Gegenteil, und 52 Prozent sind der Meinung, es würde keinen Unterschied zur amtierenden schwarz-gelben Bundesregierung machen.

Für die Umfrage befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 20. bis 22. August 1287 Wahlberechtigte

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Politbarometer: Schwarz-Gelb mit hauchdünner Mehrheit"

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  • Im Jahr 2001 wurde die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit
    durch die damals Rot-Grüne Regierung für nach 1961 geborene
    einfach mal so abgeschafft.Seit 2005 werden private Renten
    und Lebensversicherungen besteuert.Das hat die Möglichkeit
    fürs Alter Vorsorge zu betreiben erheblich eingeschränkt.
    Nur so viel zum Werbeslogan der SPD "gegen Altersarmut"
    soziale Gerechtigkeit und so weiter...

  • Schwarz-Gelb wird die Wahl unter Berücksichtigung der guten wirtschaftlichen Situation in Deutschland klar gewinnen. Die AfD schafft knapp den Einzug in den Bundestag. Die SPD bleibt mit Stimmenverlusten in der Opposition. Die Ökostalinisten verlieren durch die Verbindungen zu Pädophilen klar. Die Linken haben mit ihren ehemaligen Stasileuten ohnehin keine Zukunft.

  • Die FDP bietet man ehesten Gewähr für Steuersenkungen, zumindest jedoch für die Verhinderung von Steuererhöhungen. Alles andere sollte den arbeitenden Bürger nicht interessieren. Das Monstrum staatlicher Sektor muss radikal verkleinert werden. Das fängt bei einer Halbierung der Bundeswehr an und hört auf bei einer Zusammenlegung kleiner Städte und Bundesländer, Abschaffung von Bezirksregierungen etc.. Für diese Themen hat allenfalls die FDP ein offenes Ohr. Aber zu wünschen wäre natürlich eine Partei, die viel konsequenter für Markt, Liberalismus, Privatisierung, Freiheit und Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen eintritt.

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