Reaktion auf Grass-Kritik an Lafontaine
„Größter SPD-Verräter war Gerhard Schröder“

Die Linke weist die scharfen Attacken des Schriftstellers Günter Grass auf Oskar Lafontaine schroff zurück - mit einem Hinweis auf den Altkanzler. Und auch in der SPD kann man der Grass-Volte nur wenig abgewinnen.
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BerlinDer Sprecher des Seeheimers Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, hat der Einschätzung des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass widersprochen, wonach Oskar Lafontaine das Haupthemmnis für Rot-Rot-Grün sei. „Mit Lafontaine hat das eher weniger zu tun, der ist schon Geschichte. Die Linke ist zurzeit nicht koalitionsfähig, weil es die Linke mindestens zweimal gibt: Ost/West oder pragmatisch/ideologisch“, sagte Kahrs Handelsblatt Online. Linksfraktionschefs Gregor Gysi habe sogar von „Hass in der Fraktion“ gesprochen.

Mit vielen Kollegen aus dem pragmatischen Teil der Linken könne man aber bei allen Unterschieden „pragmatisch und lösungsorientiert zusammenarbeiten“, sagte Kahrs weiter. Bei der anderen Hälfte der Fraktion sei das „garantiert nicht so“. Daher sei die Linke in ihrem jetzigen Zustand weder als Partei noch als Fraktion koalitionsfähig. „Jede Stimme für die Linke ist deshalb eine Schwächung des linken Lagers, fällt für den Wechsel aus und stabilisiert Merkel“, betonte der SPD-Politiker.

Der Wirtschaftsexperte der Linksfraktion im Bundestag, Klaus Ernst, wies den Verrats-Vorwurf von Grass gegenüber dem früheren SPD-Chef Lafontaine scharf zurück. „Ich halte diese Ausfälle für vollkommen daneben. Der größte Verräter an der Geschichte der SPD war zweifellos Gerhard Schröder und seine Gang von Sozialstaatsverächtern“, sagte Ernst Handelsblatt Online. Früher habe die SPD für soziale Sicherheit und gerechte Löhne gestanden, dank dem früheren Kanzler Schröder stehe sie nun für Lohndumping und Armutsrenten.

Lafontaine habe „die sozialdemokratischen Werte in die Linke gerettet“, sagte Ernst weiter. „Das nervt die SPD und treibt sie, beides leider noch nicht genug. Hätte der einst als Arbeiterkaiser titulierte Sozialdemokrat August Bebel die Wahl gehabt, „er hätte sich niemals neben den Honorarkönig Peer Steinbrück, sondern zum Sozialdemokraten Oskar Lafontaine gestellt“.

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„Grass bekommt viele Dinge nicht mehr mit“

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  • Was bitteschön hast Du denn intus ? Gras oder frisch geschnittenen Anti-Male-Hausrasen ? Dinge und Machenschaften über einen Kamm scheren ist ganz sicher immer ein Zeichen von Unzufriedenheit, Dummheit oder beides.mfG

  • ein Thread, der Wichtigste, ist völlig abhanden gekommen?
    ein Thread,
    mit tieferklärenden, der gesunden Frauen Wesen in den Mittelpunkt der Erkenntnis stellenden, erklärende Fakten aus den Gesetzen des Dasein aller Existenz!
    Nicht über das Maß hinaus Frauen verherrlichend, sondern die Fakten zu dem Wesen Frau - Inhalt und Sein des Wesens - und ihrer Macht auf den Punkt gebracht.

    für die spätere "Geschichtspolizei" ist es unerlässlich, zu wissen, das die Tatsachen in der Gesellschaft wohl bekannt waren, nur von einer Clique fanatisierter Faschisten 'manisch Feminist' & 'egoman Emanze' durch Umerziehung, Suggestion, Terror (Psycho) aus der Gesellschaft zu verdrängen versucht - um ihre kranken leeren Hüllen - durch Zwang in den Mittelpunkt zu stellen!

    darum noch einmal:
    Thema waren die Pflanzen,
    die im Gegensatz zu Tieren, die pragmatisch nicht den Halter (Herrchen) lieben, sondern den jenigen der ihnen das Futter hinstellen,
    Pflanzen, Zimmerpflanzen als Lebewesen, die überaus Emotional reagieren, sogar als Indikator dienen können für Haushalte mit psychisch Gesunden (Emotional) Mitgliedern. Pflanzen brauchen für ihre Existenz unbedingt eine Emotionale Umgebung(eine Emotionale Wechselwirkung) ohne Emotionen sterben Pflanzen ab.

    Gerade Frauen mit ihren Sozialen, Emotionalen Fähigkeiten können mit Pflanzen, Zimmerpflanzen in eine wechselseitige Emotionale Beziehung treten, sich an der "Blütenpracht" erfreuen, Emotionen annehmen und geben können - darin sind Frauen Männern weit Überlegen.

    Frauen,
    keine Emotionalen Wracks, leere Hüllen, die sich auf Geschlechtsmerkmale reduzieren,
    wie dieses 'manisch Feminist' als das Ergebnis aus den Psychiatrischen Massen Experimenten!!

  • Schröder ist ein abgefeimter Lumpenhund mit einer Machtgier ohne Grenzen. Ethische Verantwortung in der Politik kennt der nicht, bei Grass als SS-Oberschaarführer lösen solche Feststellungen allerdings Selbstreflektionen aus. Das ist der Grund, weshalb Schröder als erster in 2003 mit der Agenda 2010 die notwendige Bremse wegen der Einführung des Euro als Gemeinschaftswährung gezogen hat: den radikalsten Schnitt bei Löhnen und Sozialleistungen, in Übereinstimmung mit den meisten Blockparteien, auch linken Gruppierungen, die das Vehikel Gemeinschaftswährung als Mittel gesehen haben, mit den Sünden der Vergangenheit seit 1957, der Adenauer´schen Wende von der Sozialen Marktwirtschaft zur sozialistischen Verteilungswirtschaft, jetzt aufzuräumen, die Zeche denen aufzubürden, die damals auch in breiter Masse der Wende zugejubelt haben wie 1933 ihre Vorfahren dem Hitler und Genossen. Dieser Schritt hätte sich bezahlt machen können, wenn die anderen Länder des Währungsverbundes mitgemacht hätten; die sind aber genau den gegenteiligen Weg der Agenda 2010 gegangen und haben somit für eine Komplettierung der Ungleichheit der Wirtschafts- und Finanzstrukturen im Währungsgebiet gesorgt, für die sie nun der Eurokratie die Rechnung präsentieren wollen. Ob die damaligen Strategen das geahnt haben, ist nicht genau auszumachen. Aber es ist heute so gekommen, wie es kommen musste: Der direkte Weg in die Katastrophe – und Mütterchen Alternativlos hat noch auf Feldern wie der Energiepolitik, Marktordnungspolitik und vor allem Demokratiepolitik ein Schüppchen nachgelegt. Ihren Wählern erzählt sie heute, sie und der Euro hätten ihnen nur gutes gebracht und die inzwischen völlig verarmten Trottel, die zu großen Teilen von ihrem Arbeitseinkommen nicht mehr leben können, während die Euro-Profiteure immer reicher werden, glauben das auch, wie seinerzeit ihre Vorfahren dem Hitler geglaubt haben: Aber es eine Alternative;
    Mit freundlichen Grüßen von der AfD ; Klaus Peter Kraa

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