„Sauwohl“ im Wahlkampf
Brüderle kehrt auf die politische Bühne zurück

Nach mehreren Knochenbrüchen war FDP-Spitzenkandidat Brüderle zwei Monate lang außer Gefecht gesetzt. Nun ist er zurück im Wahlkampf und zeigt sich euphorisch. Die FDP hat es nötig.
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RemshaldenEs sieht tatsächlich so aus, als könne er es kaum erwarten: Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung taucht FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle am Mittwochabend in Remshalden bei Stuttgart auf. Er lacht in die Kameras, schüttelt Hände und will gute Laune versprühen. Es ist der erste große Wahlkampfauftritt nach Brüderles folgenschwerem Sturz Mitte Juni, bei dem er sich auf der linken Seite Arm und Bein gebrochen hat. Zwei Monate lang war der Polit-Haudegen außer Gefecht gesetzt. Nun ist Brüderle zurück. Wie er sich jetzt fühlt? „Sauwohl. Es wird Zeit.“

Äußerlich sind dem 68-Jährigen seine gesundheitlichen Blessuren kaum mehr anzusehen. Brüderle geht zwar etwas langsam - Krücken hat er aber nicht dabei. Er redet 45 Minuten lang überwiegend bedächtig, manchmal groß gestikulierend, aber selten lautstark.

Vor den mehr als 200 Menschen in dem Veranstaltungsraum eines mittelständischen Maschinenbauers schlägt Brüderle das bekannte politische Rad: Er wettert gegen die rot-grünen Steuerpläne. Er lobt die mittelständischen Unternehmer, die für eigene Fehler einstehen müssten, und stellt sie den aus seiner Sicht verantwortungslosen „Managersöldnern“ entgegen. Er spricht sich gegen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn aus und verurteilt den von den Grünen vorgeschlagenen „Veggie Day“ in Kantinen.

Trotz der durchwachsenen Umfragewerte für seine Partei - sie liegt bei fünf Prozent oder leicht darüber - gibt sich Brüderle betont entspannt. Die vergangenen Landtagswahlen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen hätten gezeigt, dass die tatsächlichen Wahlergebnisse der FDP sich deutlich von den Umfrageergebnissen unterscheiden könnten. „Bei den Grünen sind die Umfragen besser als die Ergebnisse. Bei uns sind die Ergebnisse besser als die Umfragen. Ich halte das für das bessere Modell.“

Dabei müssen die Liberalen auch in ihrem vom Mittelstand geprägten Stammland Baden-Württemberg um jede Stimme kämpfen. 2009 fuhr die Südwest-FDP mit 18,8 Prozent der Zweitstimmen das beste Ergebnis aller liberalen Landesverbände ein. Doch bei der Landtagswahl 2011 kam die FDP nur knapp über die Fünf-Prozent-Hürde. Weil es für Schwarz-Gelb nicht mehr reichte, regiert seitdem Grün-Rot im Ländle.

Zum Schluss beantwortet der Spitzenkandidat noch ein paar Fragen aus dem Publikum und warnt mit Blick auf die politische Konkurrenz noch einmal eindringlich vor „Experimenten von pubertärer Wirtschaftspolitik“. Inhaltlich war das der alte Brüderle, sagen die überwiegend älteren Veranstaltungsbesucher, die den FDP-Mann schon häufiger erlebt haben. Zum Beispiel meint aber Manfred Bantel aus dem benachbarten Schorndorf, auch etwas körperliche Schwäche wahrgenommen zu haben. Und akustisch sei der Kandidat manchmal schwer zu verstehen gewesen. Das könne aber auch an der Tontechnik gelegen haben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • 22.09.2013 Alternative für Deutschland wählen!

    -Schluss mit der Schuldenunion
    -Gegen Eurobonds
    -Für Vertragstreue
    -Gegen den Bruch des Vertrags von Maastricht
    -Kein europäischer Zentralstaat
    -Volksabstimmung über die Eurorettung
    -Mehr direkte Demokratie
    -Einwanderung muss gesteuert werden
    -Bezahlbare Energie, statt Subventionen für die chinesische Solarindustrie

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    -Kein Wirtschaftswachstum.
    -Abbau von Demokratie.
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  • Die FDP fliegt sowieso aus dem Bundestag.
    Dafür kommt die AfD zweistellig rein.

  • Ah, nun gibt es bestimmt wieder lustige Sprüche.

    Akustisch manchmal schwer zu verstehen.... da geriet wohl was vom dortigen Riesling in die Tontechnik, oder war es gar Kerner?
    Ob sich Reinhold Maier wohl im Grab umgedreht hat?
    Allez les jaunes - euer Platini ist wieder da.

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