"Schmieriger Verrat"
Grass greift Lafontaine heftig an

Nobelpreisträger Grass rechnet mit Lafontaine ab: In der Geschichte der SPD habe es „keinen schmierigeren Verrat" gegeben, sagte er über den Rücktritt des früheren Vorsitzenden. Lafontaine hält scharf dagegen.
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MünchenDer Literatur-Nobelpreisträger und langjährige SPD-Unterstützer Günter Grass hat die Sozialdemokraten zur Aufgeschlossenheit gegenüber der Linkspartei aufgerufen – und gleichzeitig den Linken-Politiker Oskar Lafontaine angegriffen.

„Es gab in der Geschichte der sozialdemokratischen Partei keinen schmierigeren Verrat, wie den von Oskar Lafontaine an seinen Genossen“, sagte der 85-Jährige in einer für die Süddeutsche Zeitung autorisierten Kurzfassung eines Gesprächs, das in diesen Tagen in Buchform erscheint. Lafontaine sprach Grass wiederum das Recht ab, sich in Charakterfragen zu äußern.
Eigentlich müsse es im Interesse beider Parteien liegen, sich anzunähern, erklärte Grass. Ein „Hemmnis auf dem Weg dahin“ sei eine Person: Oskar Lafontaine.

„Gleichzeitig alle Ämter niederzulegen, eine Wende um 180 Grad zu inszenieren, die eigene Partei in der Bild-Zeitung anzugreifen, dazu gehört eine Charakterlosigkeit ohnegleichen“, sagte er in dem Gespräch für das Buch „Was würde Bebel dazu sagen?“, das von dem Publizisten Manfred Bissinger und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) herausgegeben wird.
Lafontaine war am 11. März 1999 als Finanzminister und SPD-Chef zurückgetreten und hatte dies mit dem „schlechten Mannschaftsspiel“ in der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder begründet. Vor der Bundestagswahl 2005 schmiedete er ein Bündnis der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) und der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), die aus der DDR-Staatspartei SED hervorgegangen war. Daraus entstand die Partei Die Linke, deren Vorsitzender Lafontaine bis 2010 geblieben ist. „Es ist im Grunde ein Pyrrhussieg für die Linke, ihn gewonnen zu haben. Mit seiner Verweigerungsstrategie hält er die Partei davon ab, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Grass.

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Lafontaine wirft SPD Verweigerung vor

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  • Lafontaine WAR MIT EIGENER DURCHDACHTER MORAL!!! Lieber PARTEI VERLASSEN und VERBRECHEN NICHT MITMACHEN ALS NUR DÄMLICH DER FAHNE FOLGEN und DAS KANN NUR EIN MENSCH , NIE EIN Mensch , und wer WEISS DEN OB Lafontaine MIT LEBEN NEHMEN BEDROHT WURDE und der ANSCHLAG SELBST , an ihm , WIRKT IN SEELE FÜR IMMER NACH . . .
    ABGERICHTETE FOLGEN DER FAHNE EGAL WOHIN und VEREIDIGEN , wie Grass , DAS AUCH NOCH ALS RICHTIG ERKLÄREN . . .
    DEMOKRATEN DÜRFEN sich AUCH GEGEN PARTEI ENTSCHEIDEN UND WERDEN VON DEMOKRATISCHEN PARTEI DAFÜR NICHT BESTRAFT , dann IST MITGLIED FREI MENSCH MIT EIGENER MORAL ALS DARF ES .
    GRASS HAT IMMER NOCH NICHT VERSTANDEN , wer ihn IN SEINER JUGEND VERRATEN HAT und für " WEN"; und SO MIT WAHL ADOLF ZUM KANZLER MACHTEN und DAS WOLLTEN NICHT die KLEINEN SPD MITGLIEDER also Partei SONDERN NUR DIE FÜHRUNG der PARTEI und JEDER ANSTÄNDIGE IST SOFORT AUSGETRETEN aus PARTEI , NACH DIESEM VERRAT und der FÜHRUNG WAR ES EGAL UND JA NICHT MEHR ÄNDERBAR - ADOLF WAR NUN AN MACHT DANK SPD . . .
    "" Jetzt alLe im Chor "
    "wir sind frei"
    "wir sind eine demokratie"
    "wir sind souverän"

    Diene und Konsumiere....
    gehen sie weiter hier gibt es nichts zu sehen.... ""
    Omarius
    WIEVIEL Liegestütze KANN Chuck Norris ? ALLE .
    ALLBEWUSST .
    ALLBEWUSST
    MENSCH MENSCHEN
    JEDER EIN Gott WENN VERSTANDEN

  • Verräter an den Werten der SPD sind doch die, die sie im Moment vertreten. Welche Werte vertreten sie denn noch, außer der Selbstbereicherung, der Selbstdarstellung, der eigenen Machtgier, usw.. Herr Gabriel und Konsorten sind doch so abgehoben, dass sie nicht mal mehr wissen, wie knapp das Geld für Familien geworden ist. Spannend ist immer auch von solchen Vertretern zu sehen, dass sie die eigenen Kinder nicht in öffentliche Schulen stecken, sondern in private, die möglichst auch noch anthroposophisch angehaucht sind.

  • Wer in der SPD die größten Verräter sind, dass müsste man mal Dokunentarisch aufarbeiten. Aber wer einen ehemaligen SS
    Angehörigen hofiert, der macht auch noch andere Sachen.

    Also sollen sie sich gegenseitig als Verräter betiteln, irgend was Wahres ist immer dran.

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