„Sehr unsoziale Positionen“
Gysi greift die AfD frontal an

Linksfraktionschef Gysi hofft, dass die AfD den Einzug in den Bundestag verpasst. Dass die Griechen-Krise der Partei Auftrieb gibt, glaubt er nicht. Auch die SPD wird aus einer Sicht nicht von dem Thema profitieren.
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BerlinDer Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, hat die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) scharf angegriffen. „Die AfD vertritt sehr unsoziale Positionen. Da sitzt einer im Vorstand, der will durchsetzen, dass allen, die Sozialleistungen beziehen, das Wahlrecht entzogen wird“, sagte Gysi Handelsblatt Online. „Das ist doch eine abstruse Forderung. So jemanden möchte ich nicht im Bundestag haben.“

Gysi spielt auf Äußerungen des AfD-Gründungsmitglieds Konrad Adam an. Als Kolumnist der Zeitung „Die Welt“ hatte Adam 2006 Überlegungen zur Aberkennung des Wahlrechts für „Inaktive und Versorgungsempfänger“ angestellt.

Gysi geht nicht davon aus, dass die AfD durch die aktuelle Griechenland-Debatte zusätzlichen Auftrieb bekommt, um in den Bundestag einzuziehen. „Die AfD bekommt die Wende nicht mehr hin.“ Die Partei wolle raus aus dem Euro. „Und ich bin überzeugt, dass die Bürger diesen Weg für falsch halten. Ich halte das ja auch für den falschen Weg“, betonte Gysi.

Der Linksfraktionschef glaubt auch nicht, dass die SPD mit Griechenland wird punkten können. Die SPD sei in dieser Frage nicht besonders glaubwürdig. „Sie mault rum und kritisiert den Sozialabbau in Griechenland. Dabei wusste sie bei jedem Euro-Rettungsschirm, dass das damit verbunden ist“, sagte Gysi. Und trotzdem habe sie immer zugestimmt. „Da hätte die SPD mal Opposition sein und dagegen stimmen müssen.“

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  • Gysi`s Weltbild entspricht immer noch der in Schuhkartons gesammelten Maikäfer der 60er Jahre.
    Mit der Angi verbindet ihn die gemeinsame Insellage seiner Jugendzeit, wobei unterschiedliche Mentoren bei der Formung der Persönlichkeiten Pate standen = Marx bei dem einen, Kohl bei der anderen.
    Ein Mann, ein Lebenslauf, eine Ideologie:
    http://www.hdg.de/lemo/html/biografien/GysiGregor/
    Jede Demokratie ist früher oder später am Ende – Geschichte wiederholt sich eben. Griechenland der Antike und jetzt, Rom der Antike und Italien heute, Deutschland nach Kriegsende und nach der Wahl 22.09.2013.
    Es gibt nur eine Alternative, eine Staatsform nach Schweizer Vorbild - mit Volksentscheid in wichtigen Fragen. Die Alternative für Deutschland.

  • Der Altsozialist der gerne den Wohlstand für alle möchte, sollte erklären woher diese Milliarden kommen sollen.
    Statt die AfD, die die hier benötigten "Mittelmeersteuergeld Milliarden" nicht mehr zahen will, ideologisch zu unterstützen, hat er die Ursachen der DDR Pleite bis heute nicht analysiert.
    Der Glaube, dass drei deutsche Bundesländer, 15 deutsche Länder und die Eurozone auf Dauer retten können, zeigt die unverantwortliche, verlogene Parteiideologie, die außer in der Koalition auch die Opposition den Wählern verkaufen will.
    Schuldenzahlen, vom Bund, Länden, Gemeinden, EZB, 750 Milliarden für deutsche Exportkredite, Garantien die fällig werden belaufen sich auf 5,8 Billionen. Diese aufaddierte Zahl wird von keinen der Verursacher/Befürworter genannt u. in Talkshows von dummen Fragestellern nicht erwähnt.
    So will es auch unsere Parteiendiktatur, die das Volk niemals in Entscheidungen einbindet. > Fraktionszwang.

  • @Eddie
    Na guck mal, der kleine Eddie mit seiner Hetzpropaganda ist wieder unterwegs. Wenn die einzig waehlbare Partei, naemlich die A F D nur auf 3 % kommt, dann frage ich mich warum Eddie staendig Hetzkampanien ueber die A F D verbreitet! Die A F D ist die einzige Partei die uns vor dem finanziellen Untergang noch bewahren kann und jeder weiss das. Im uebrigen bin ich kein Mitglied dieser Partei, werde aber mit Freude diese demokratische
    Partei waehlen. Dies ist unsere Volksabstimmung ueber den Euro!
    Deshalb waehle nicht nur ich die AFD sondern meine gesamte Familie und viele aus meinem Bekanntenkreis...

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