Sondierung
Trittin fordert größere Anstrengungen der CDU

Drei Wochen nach der Bundestagswahl ist noch keine Regierungskoalition in Sicht. Jürgen Trittin fordert nun von der Union mehr konkrete Aussagen: Fragen über die Finanzierung von Reformen seien bisher zu kurz gekommen.
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BerlinVor der zweiten Sondierungsrunde über ein schwarz-grünes Regierungsbündnis hat Ex-Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin mehr konkrete Aussagen von der Union verlangt. Im ersten Treffen seien beispielsweise Fragen nach der Finanzierung von Projekten und Reformen zu kurz gekommen, sagte Trittin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe). Unter anderem gebe es gravierende Differenzen in der Europa- und Steuerpolitik sowie beim Klimaschutz. Trittin warnte die Union vor dem Versuch, bei den Sondierungen SPD und Grüne gegeneinander auszuspielen. „Das würde nicht funktionieren“, sagte er mit Blick auf die Gespräche am Montag mit der SPD und mit den Grünen am Dienstag.

Trittin sieht keine Gefahr, dass die Schwarz-Grün-Debatte zur Spaltung seiner Partei führen könnte. Das Problem sei eher, dass „auf der anderen Seite bereits zwei Parteien sitzen“, sagte er mit Blick auf die Vorbehalte der CSU gegen die Grünen.

DSondierunger CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sagte, ein schwarz-grünes Regierungsbündnis im Bund werde von der CSU keinesfalls hintertrieben. Seine Präferenz bleibe zwar die große Koalition, „aber entscheidend ist, mit wem wir ein tragfähiges Regierungsprogramm hinbekommen.“ Dafür seien die Chancen nach den ersten Sondierungen mit den Grünen und mit der SPD gegeben. „Da ist noch nichts entschieden“, sagte Seehofer der „Leipziger Volkszeitung“.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sondierung: Trittin fordert größere Anstrengungen der CDU"

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  • trittin hat sich selber abgesägt und fordert was? der kann auch nicht loslassen, gell? nur gut, dass es keinen mehr intressiert.

  • Trittin's Äußerungen über Deutschland und seine Nationalhymmne sind schon grotesk. Er will unser Land und unsere Souveränität ausverkaufen. Dieser Altkommunist sollte von der politischen Bühne verschwinden. Er wird keinesfalls gebraucht.

  • Ganz deutlich ist zusehen wie Trittin,Roth und Co nicht loslassen können. Wenn es im Bundestag einen Drogembeauftragten geben würde ,für Sucht nach Macht, beide müssten daran teilnehmen.

    Das die Linken Grünen nun mit die Linke Sondierungsgespräche wollen, zeigt ganz deutlich das die Grünen von der SPD gelernt haben. Wann Gabriel umkippt nach Schäfer-Gümbel in Hessen ist nächsten Freitag zu hören.

    Die Union die sich noch nie Gedanken über ihre Basis gemacht hat, muss überlegen die ROT/GRÜNE Show abzublasen
    und der SPD Koalitionsgespräche anbieten. Sonst ist Gabriel bei den Sondierungsgesprächen mit den Linken dabei. Die Möglichkeit an die Macht zu kommen ist eine harte und süße Droge. Mal sehen wann die SPD diese einwirft.

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