Spannung am Sonntag
Die Deutschen strömen in die Wahllokale

Seit 8 Uhr sind die Wahllokale in Deutschland offen. Und jede Stimme zählt, denn bei der Bundestagswahl wird ein knappes Ergebnis erwartet. Die Wahlbeteiligung liegt bislang deutlich höher als noch vor vier Jahren.
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BerlinIn Deutschland ist die Bundestagswahl angelaufen. Am Sonntagmorgen um 8.00 Uhr öffneten die Wahllokale. Rund 61,8 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, Erst- und Zweitstimme abzugeben. Darunter sind drei Millionen Erstwähler. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. In Hessen ist gleichzeitig Landtagswahl. Bundeswahlleiter Roderich Egeler rief noch am Vormittag dazu auf, wählen zu gehen: „Mit Ihrer Stimmabgabe machen Sie von einem wesentlichen Grundrecht unserer Demokratie Gebrauch.“

Später meldet Egeler: Bis 14 Uhr haben 41,4 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. Dabei sind die abgegebenen Stimmen der Briefwähler nicht berücksichtigt. Bei der Bundestagswahl 2009 lag die Wahlbeteiligung bis 14 Uhr bei 36,1 Prozent – am Ende lag sie bei 70,8 Prozent.

Umfragen zufolge kann Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf weitere vier Jahre an der Spitze der Bundesregierung hoffen - mit welchem Partner, ist offen. Seit Tagen zeichnet sich ein äußerst knappes Rennen ab. Den Demoskopen zufolge gibt es zwischen dem schwarz-gelben Regierungslager und der Opposition praktisch ein Patt.

Als wahrscheinlichste Koalitionsmöglichkeiten gelten entweder die Fortsetzung von Schwarz-Gelb oder eine große Koalition. Für Rot-Grün dürfte es nicht reichen. Rot-Rot-Grün scheidet aus, weil SPD und Grüne eine Koalition mit der Linkspartei ausgeschlossen haben.

Die FDP muss den Demoskopen zufolge um den Wiedereinzug in den Bundestag zittern, Chancen hat die eurokritische Partei Alternative für Deutschland. Als mitentscheidend für den Ausgang gilt die Wahlbeteiligung, die 2009 bei 70,8 Prozent lag.

Als erster der Spitzenkandidaten gab Peer Steinbrück am Sonntagmorgen in seinem Bonner Wahllokal seine Stimme ab. Er habe gut geschlafen, sagte der SPD-Politiker. Der Wahlkampf habe ihm Spaß gemacht. Die SPD sei in der letzten Zeit in der Lage gewesen, sich deutlich zu profilieren. Das habe ihn gefreut. „Ich hoffe, dass sich das auch im Wahlergebnis widerspiegelt.“

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  • Hallo AfD-ler !

    Wünsche uns gleich eine schöne Party : in ca. 15 Minuten wissen wir, dass es :

    Keine Schwarzgelbe Koalition gibt,

    dass es keine Rot-rot-grüne Koalition gibt,

    Dass es nur noch eine Schwarzrote Koalition geben kann, die sich innerhalb eines Jahres zerfleischen wird,

    UND DASS DIE Afd .............zweistellig DRIN ist !

    AfD ♥ ===> ALLIANZ für DEUTSCHLAND und unsere Zukunft !
    .
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  • "Für Rot-Grün dürfte es nicht reichen. Rot-Rot-Grün scheidet aus, weil SPD und Grüne eine Koalition mit der Linkspartei ausgeschlossen haben."

    Wir kennen alle noch das Ypsilanti-Syndrom. Vor der Wahl sagte sie, sie werde NIEMALS mit der Linken koalieren, nach der Wahl wollte sie es doch.
    Oder Hannelore Kraft (NRW). Da gab es eine Minderheitsregierung von rot-grün MIT DULDUNG von den Linken.
    Sollte r2g auch nur eine Stimme mehr haben als schwarz-gelb, sind die Sozen und die Grünlinge sofort mit Gysi im Bett.

  • @Rechner

    Falls dies zutreffen sollte, ziehe ich natürlich meine Aussage zurück.

    M.f.G. HD

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