Steinbrücks Stinkefinger-Pose
„Su-Peer-Gau“ schockt Genossen

Auch in der heißen Wahlkampfphase lässt Steinbrück kein Fettnäpfchen aus: Seine „Stinkefinger“-Geste irritiert Freund und Feind. Was steckt dahinter? Hat der SPD-Frontmann mit der Kanzlerschaft schon abgeschlossen?
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BerlinWas ist nur mit Peer Steinbrück los? Ohne ersichtlichen Grund sorgt der SPD-Kanzlerkandidat inmitten der heißen Wahlkampfphase mit einer „Stinkefinger“-Pose für großen Unmut – beim politischen Gegner, aber auch in seiner eigenen Partei und beim grünen Wunschkoalitionspartner. Hat er die Wahl schon abgehakt? Nimmt er insgeheim schon Kurs auf die Große Koalition? Ausgeschlossen ist das nicht. Aus SPD-Kreisen verlautete jedenfalls, dass Steinbrück sich schon mit dem Gedanken anfreundet, selbst in herausragender Funktion die Verhandlungen über eine mögliche Große Koalition zu führen.

Durch die Hintertür will er demnach nicht verschwinden, sondern das Heft des Handelns behalten - wie einst der abgewählte Kanzler Gerhard Schröder 2005. Der hatte damals als Wahlverlierer in einer legendären TV-Runde zunächst den Sieg für sich reklamiert, später handelte er dann die Große Koalition mit aus.

Steinbrück will offenbar nicht bis zum Wahltag warten, um als Wahlverlierer dazustehen. Er geht einen anderen, seinen Weg – und greift dabei zu Wahlkampf-Mitteln, die für einen, der Kanzler werden möchte, ungewöhnlich erscheinen. Sich mit ausgestrecktem Mittelfinger für das Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ablichten zu lassen, ist mutig und riskant zugleich. Wer weiß schon, wie die Wähler eine solche Geste aufnehmen? Für den politischen Gegner ist der „Stinkefinger“ zweifellos eine Steilvorlage.

Das wird wohl auch Steinbrücks Sprecher Rolf Kleine gedacht haben. Laut Magazin wollte er die Pose ursprünglich nicht freigeben - aber Steinbrück habe gemeint: „Nein, das ist okay so“. Steinbrück selbst sprach am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in München von einer „geschauspielerten“ Geste: Er hoffe, dass die Republik den Humor habe, „diese Grimassen und diese Gebärdensprache bezogen auf die Fragen auch zu verstehen“, sagte er.

Dazu muss man wissen, dass das besagte Foto im Rahmen der SZ-Serie „Sagen Sie jetzt nichts“ entstanden ist, in der mit Gestik und Mimik auf Fragen geantwortet wird. Steinbrück war in Anspielung auf den holprigen Start seines Wahlkampfes gefragt worden: „Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi - um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?“ Daraufhin zeigte er den sogenannten Stinkefinger. Laut Kleine sind die Bilder bereits vor rund einem Monat entstanden.

Kommentare zu " Steinbrücks Stinkefinger-Pose: „Su-Peer-Gau“ schockt Genossen"

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  • „Su-Peer-Gau“ schockt Genossen"

    Mich nicht, denn als EX-SPD-Wähler und seit 2005 bekennender Nichtwähler, ist es für mich keine Überraschung, diese WAHLkampf-QUALITÄT !

    Wer bis jetzt nicht gegriffen hat, um was es geht, seit ROT/GRÜN, den wird man auch nicht klar machen können, das der Rammbock bereits in SICHTWEITE ist.
    Und dann, wird es gruselig,für die meisten !

    Es ist in vielen Bereichen zu erkennen und spürbar, das die "POLITIK" national und in der EU-"POLITIK" versagt hat, für wenige Profiteure !

    Einer der schlimmsten Vergehen unserer "Volksvertreter", ist der LOBBYISMUS, mit privater, erwartete Vorteilannahme, oder Karriere !

    VERTRAUEN und GLAUBWÜRDIGKEIT ist ein nicht bezahlbares
    hohes GUT !

    Meine Familie und ich haben bereits gewählt !

    > Die WELT wird nicht bedroht von Menschen, die BÖSE sind, sondern von MENSCHEN, die das BÖSE zulassen <

  • Nur mal zur Erinnerung:
    Natürlich hat er schon lange damit abgeschlossen und versucht nur noch in einer Verzweiflungsaktion Punkte in der Gosse zu sammeln, teilweise wohl mit Erfolg, wie man auch hier feststellen kann. Schon am Wahlabend wird er wohl durch eine andere Figur ersetzt.

    Der Hinweis auf "Effe" hier ist richtig! Den hat man nach seiner Affekthandlung ziemlich runtergemacht, aber DAS hier war nicht im Affekt, sondern absolut geplant.
    "Ironisch gemeint", "nonverbale Geste"?

    Uninteressant!
    Er hat gezeigt, was er wirklich meint-
    und das ist anscheinend alles, was er kann!?
    Müllkutschermanieren vertragen sich nicht mit dem Amt des Bundeskanzlers- und nicht mal mit der Kandidatur dafür.
    "It"s cool man"?? Nö, das ist nur noch Proll!

  • Wer solch eine PR nötig hat! Der hat Not ... Große Not! What a Bullshit !

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